Flying Mount im Triathlon: ehrlich, was er bringt, was die Regeln verlangen und wie du den Aufstieg mit vormontierten Schuhen Schritt für Schritt übst.
Lohnt sich der Flying Mount für dich? Die ehrliche Antwort: Er spart Sekunden, aber keine Wunder, und er ist riskanter als ein ruhiger Aufstieg. In einer Laborstudie auf dem Ergometer mit zehn Nachwuchs-Triathleten dauerte der Wechsel mit den Füßen außerhalb der Schuhe im Schnitt 44,7 Sekunden, mit den Füßen in den Schuhen 55,7 Sekunden. Das sind gut 10 Sekunden. Aber die anschließende Radzeit war schlechter, sodass am Ende kein Gesamtvorteil blieb [2]. Ein Taktikvorteil kann es in Rennen mit erlaubtem Windschatten geben, wo die Position am Rad zählt [2].
Für die meisten Altersklassen-Athleten heißt das: Erst ein sauberer, ruhiger Aufstieg, dann vielleicht der Flying Mount. Wenn du ihn lernst, dann wegen der Sekunden in der ersten Radminute und weil er Spaß macht, nicht weil er dein Rennen entscheidet.
Beim Flying Mount läufst du neben dem Rad, steigst hinter der Aufstiegslinie auf und schlüpfst erst während der Fahrt in die Schuhe, die schon an den Pedalen hängen. Das Regelwerk erlaubt Schuhe am Rad [1]. Dies ist ein sicherheitskritischer Skill: Bau ihn in Stufen auf.
Voraussetzungen, die du vorher haben solltest:
Befestige die Schuhe mit dünnen Gummibändern an den Pedalen und der Ferse, sodass sie waagerecht hängen. Übe mit dem Rad an einer Wand oder auf der Rolle, wie du in die Schuhe kommst. Meilenstein: Du kommst im Stand zehnmal in Folge in beide Schuhe, ohne hinzusehen.
Rolle auf freiem Platz im Schritttempo und schlüpfe in die Schuhe, erst einen, dann beide. Halte das Rad mit dem Oberkörper ruhig und schau geradeaus. Meilenstein: zehn Versuche in Folge ohne Wackeln und ohne Pedalverlust.
Du läufst neben dem Rad, eine Hand am Lenker. Hinter der Linie setzt du einen Fuß auf den Boden und schwingst das Bein über den Sattel. Das ist die Anforderung der Regeln: Nach der Aufstiegslinie muss ein Fuß vollständig den Boden berühren, bevor du aufsteigst [1]. Meilenstein: sauberes Aufsteigen bei Laufschritt, ohne Schlenker.
Jetzt kombinierst du: Aufsteigen, einige Pedalumdrehungen auf den Schuhen, dann in die Schuhe schlüpfen. Beginne mit sehr kurzer Strecke und erhöhe sie schrittweise. Meilenstein: zehn Wiederholungen ohne Absturz der Schuhe.
Simuliere mit Kreide die Linie, einen Helm mit geschlossenem Gurt und etwas Ermüdung nach einem Sprint. Der Helm muss im Rennen geschlossen sein, sobald du das Rad vom Ständer nimmst [1]. Meilenstein: Du packst den Ablauf auch nach einer harten Belastung.
Auf der Radstrecke ereignen sich im Triathlon auch schwere Unfälle. In einer US-Auswertung von 135 Todesfällen und Herzstillständen waren 15 Todesfälle unfallbedingt und passierten auf dem Rad [3]. Direkt nach dem Schwimmen verändern sich Puls, Laktat und Radleistung, weil der Körper vom Schwimmen aufs Rad umschaltet [4]; plane deshalb Reserve ein.
Üb den Flying Mount nie zum ersten Mal im Rennen und nie in einer vollen Wechselzone. Baue ihn in Stufen auf, trage immer den Helm, und steig sofort ab oder verzichte darauf, wenn eine Stufe nicht sicher klappt. Wenn du Schuhe oder anderes Material verlierst, sammeln es die Kampfrichter ein, ohne dass du bestraft wirst [1]. Das ist kein Grund zur Hast. Dieser Guide erklärt und motiviert, er ersetzt kein betreutes Training. Such dir bei Zweifeln einen Trainer oder einen Verein.
Stelle die Kurbel auf waagerecht, wenn du das Rad aufnimmst, sodass das Pedal auf der Aufstiegsseite hinten unten steht. So trittst du sofort an und musst nicht erst nach dem Pedal suchen. Das ist ein Praxiskniff, kein Studienergebnis.
Meist nur begrenzt. In einer Laborstudie sparte die Variante ohne Schuhe gut 10 Sekunden im Wechsel, aber die Radzeit war danach schlechter, am Ende gab es keinen Gesamtvorteil [2]. Ein Vorteil kann in Windschatten-Rennen liegen [2].
Du musst nach der Aufstiegslinie einen Fuß vollständig auf den Boden setzen, bevor du aufsteigst. Wer in der Wechselzone losfährt, wird disqualifiziert [1].
Ja. Schuhe dürfen am Pedal befestigt bleiben [1]. Verlierst du sie beim Auf- oder Absteigen, sammeln Kampfrichter sie ohne Strafe ein [1].
Das ist individuell. Plane mehrere Wochen mit regelmäßigen Einheiten ein (Erfahrungswert, kein Studienwert).
Er hat ein höheres Risiko als ein ruhiger Aufstieg, deshalb übst du ihn in Stufen und mit Helm. Nach dem Schwimmen verändern sich Puls, Laktat und Radleistung [4].
Flying Dismount: Vom Rad abspringen vor der Triathlon-Wechselzone — [object Object]