Richtige Bleimenge finden: Tarierungscheck an der Oberfläche mit leerem Jacket, Startwerte nach Anzugdicke und Feintuning in kleinen Schritten, mit Buddy.
Wie viel Blei brauche ich zum Tauchen? Die ehrliche Antwort: so viel, dass du mit leerem Jacket und normalem Atemzug auf Augenhöhe treibst, und beim Ausatmen langsam sinkst. Das ist der Tarierungscheck. Er dauert fünf Minuten und spart dir den ganzen Tauchgang lang Luft und Nerven.
Das Divers Alert Network (DAN) nennt zwei häufige Fehler: zu viel Blei und kein Nachjustieren, wenn sich Anzug, Flasche oder Wasser ändern [1]. Wer zu schwer ist, pumpt mehr Luft ins Jacket, hängt aufrechter im Wasser und hat mehr Widerstand. Wer zu leicht ist, ermüdet beim Untenbleiben [1]. In einer Studie mit 959 Freizeittauchgängen waren Tarierungsprobleme mit 45 % die häufigste gemeldete Schwierigkeit [4]. Und ein klinisches Nachschlagewerk hält fest: Ineffektive Tarierung erhöht Luftverbrauch, Ermüdung und Verletzungen [3].
Der Check steht fest in der Ausbildung, etwa in der Checkliste der US-Behörde NOAA: „Buoyancy check and weight adjustment" in Wassertiefe, in der du stehen kannst [2]. Dieser Guide erklärt und motiviert, er ersetzt keinen Instructor.
Zieh den Anzug an, den du wirklich tragen willst, und leg das ganze Gerät an. Die Flasche hat Einfluss: Eine Aluminiumflasche wird beim Leerwerden leichter und treibt am Ende des Tauchgangs stärker auf als zu Beginn. Genau das berücksichtigt der Check [1].
Als Startpunkt nennt DAN etwa 10 % des Körpergewichts für einen 6-mm-Anzug und etwa 5 % für einen 3-mm-Anzug [1]. Bei 80 Kilo wären das rund 8 beziehungsweise 4 Kilo. Das sind nur Startwerte: Trockenanzüge und dicke Neoprenanzüge brauchen mehr, Aluflaschen mehr als Stahlflaschen, Salzwasser mehr als Süßwasser [1].
Geh in Wasser, in dem du nicht mehr stehst, lass alle Luft aus dem Jacket und atme normal ein. Du solltest auf Augenhöhe treiben [1]. Nicht tief einatmen, nicht Luft anhalten.
Atme ruhig aus. Du solltest langsam sinken, bis das Wasser knapp über deinem Kopf steht. Dann wieder normal einatmen: Du steigst wieder auf Augenhöhe [1]. Meilenstein: Dein Körper hebt und senkt sich mit dem Atem, ohne dass du paddeln musst.
Blei in Schritten von etwa zwei Pfund (rund 1 Kilogramm) ändern und neu testen [1]. Nicht alles auf einmal wechseln: Eine Änderung, ein Check.
DAN beschreibt als Prüfung für die richtige Bleimenge: Mit etwa 500 psi (rund 35 bar) in der Aluflasche und leerem Jacket musst du in rund 15 Fuß (etwa 4,5 Metern) mühelos schweben können [1]. Das ist der Stopp auf Sicherheitsstopp-Tiefe. Wenn du dafür Luft ins Jacket brauchst, fehlt Blei.
Führe ein Blei-Logbuch. Schreib bei jedem neuen Setting auf: Anzug, Flasche, Wasser, Bleimenge, Zustand des Checks. Nach fünf Einträgen kennst du dein Muster. Und du verhinderst den Klassiker: im Urlaub einfach das Blei der Gruppe nehmen, weil es dort so gemacht wird. Viele überladene Taucher merken es nicht einmal [1].
Als Startpunkt etwa 10 % des Körpergewichts bei einem 6-mm-Anzug und 5 % bei 3 mm [1]. Danach prüfst du mit leerem Jacket und normalem Atemzug: Du schwimmst auf Augenhöhe. Alles andere ist Feintuning.
Du pumpst ständig Luft ins Jacket, liegst aufrecht und verbrauchst mehr Luft [1]. Am Ende des Tauchgangs fehlt dir kein Blei, sondern dir sitzt schon zu viel am Körper.
Ja. Salzwasser trägt stärker, deshalb brauchst du dort mehr Blei als im See [1]. Prüfe nach einem Wechsel zwischen den Gewässern neu.
Auf etwa ein Kilogramm genau reicht in der Praxis [1]. Wichtig ist, dass du ihn wiederholst, sobald sich Anzug, Flasche oder Wasser ändern.
Fin Pivot: Auf den Flossenspitzen lernen, mit der Atmung zu tarieren — [object Object]