Entrechat quatre erklärt: Beinschlag in der Luft, Landung auf zwei Füßen. Voraussetzungen, Aufbau über das Changement, typische Fehler und Landebelastung.
Die ehrliche Antwort auf „Was ist ein Entrechat quatre?": Es ist ein Beinschlag im Sprung, bei dem sich die Beine in der Luft kreuzen und jedes Bein zwei Bewegungen macht – du landest auf beiden Füßen [1]. „Quatre" heißt vier: Die Zahl zählt die Bewegungen, nicht die Kreuzungen, denn jede Kreuzung zählt als zwei Bewegungen, eine pro Bein [1].
Warum steht er im Mittelstufen-Block? Weil er hart landet. In einer Pilotstudie mit 11 jugendlichen Tänzerinnen und Tänzern maß ein Sensor am Becken bei neun gängigen Ballettschritten die Aufprallbeschleunigung: Der Entrechat quatre kam auf rund 4,3 g und war damit der härteste Schritt, noch vor dem Changement mit 4,1 g [2]. Die Glissade lag bei 2,1 g – der Entrechat quatre landet also gut doppelt so hart [2]. Denk an eine Treppenstufe, die du nicht siehst: Dein Körper bekommt die Landung mit voller Wucht, wenn Technik und Kraft nicht bereitstehen.
Wie schwer ist es wirklich? Das Kreuzen selbst ist schnell erklärt, das Tempo ist das Problem. Beine strecken, Beine kreuzen, Beine öffnen und mit Plié landen – alles in einem Sprung. Wie lange du dafür brauchst, hat keine Studie gemessen; rechne mit Monaten regelmäßiger Klassen (Erfahrungswert, ohne Beleg).
Wichtig vorweg: Studien zum Entrechat quatre als einzelnem Schritt sind selten. Die Zahlen unten stammen aus Pilot- und Querschnittsstudien zu Ballettsprüngen allgemein und gelten nicht für jede Tänzerin und jeden Tänzer.
Fünfte Position, Plié, Sprung, Füße in der Luft wechseln, mit dem anderen Fuß vorne landen [1]. Meilenstein: Zehn Changements ohne Geräusch, Ferse unten, Knie über den Füßen.
Zieh die Beine im Changement bewusst nach oben lang, Knie und Fußspann gestreckt. Das ist die Basis, auf der der Beinschlag später aufsetzt. Eine Studie mit 16 Tänzerinnen und Tänzern (acht geübt, acht weniger geübt) bei aufeinanderfolgenden Sprüngen in der ersten Position (Temps levé sauté) zeigte, dass die geübten bei der Landung weniger in der Abstimmung von Hüfte und Knie schwankten [3] – Ruhe in der Landung ist also trainierbar und wächst mit Erfahrung. Meilenstein: Du landest nach dem Streck-Sprung ruhig, ohne Nachwippen.
Jetzt kommt der Entrechat quatre: Du springst, beide Beine schlagen sich gleichmäßig und du landest in der fünften Position [1]. In allen Entrechats arbeiten beide Beine gleich [1]. Hier führt deine Lehrkraft dich, denn Details wie Höhe des Schlags und Beinhaltung hängen von der Schule ab [1]. Dieser Guide gibt dir keine Schrittfolge für den Alleingang. Meilenstein: Mit Lehrkraft fünf saubere Wiederholungen am Barre.
Dieselbe Studie ließ bei 80, 100 und 120 Schlägen pro Minute springen. Ergebnis: Beim langsamsten Tempo war die Abstimmung der Gelenke in Absprung und Landung am wackeligsten, in der Flugphase dagegen stieg die Variabilität mit dem Tempo [3]. Heißt: Tempo ist keine Abkürzung – es verändert, wo Fehler entstehen. Steigere in kleinen Schritten.
Stell das Handy auf Brusthöhe vor dich. Beide Beine müssen gleich viel arbeiten, die Landung muss leise bleiben. Meilenstein: Fünf Wiederholungen mit gleichmäßiger Landung auf beiden Füßen.
Der Entrechat quatre ist laut Pilotstudie einer der härtesten Landungsschritte im Ballett [2]. In einer Befragung von 90 Profitänzerinnen und -tänzern waren unterer Rücken, Knie, Sprunggelenke und Füße am häufigsten betroffen, und klassische Sprünge erzeugten die höchsten Bodenreaktionskräfte der drei untersuchten Tanzstile [6]. Zusätzlich: Eine Studie mit 17 erfahrenen Tänzerinnen und Tänzern zeigte, dass jahrelange Ballettpraxis die Landung im Auswärts nicht sanfter macht als parallel – du kannst dich also nicht darauf verlassen, dass Erfahrung automatisch schützt [5]. Mach nur so viele Wiederholungen, wie die Landung sauber bleibt. Bei Schmerz im Fuß, Knie, Rücken oder Schienbein: aufhören, Lehrkraft und Arzt einbinden. Dieser Guide erklärt und motiviert, ersetzt aber kein betreutes Training.
Behandle den Entrechat quatre wie ein Landetraining mit Show-Effekt. Eine Studie zum Aufbau von Sprungübungen für Tanz legt nahe, über Relevé und explosives Relevé zum Sauté zu kommen, erst beidbeinig, dann einbeinig [4]. Wer dort schlampt, schlägt später in der Luft schlecht. Das ist eine Empfehlung der Autoren, kein Garant für dein Tempo – aber sie macht aus Geduld einen Plan.
Beim Changement wechselst du in der Luft nur die Füße und landest mit dem anderen Fuß vorne [1]. Beim Entrechat quatre kreuzen sich zusätzlich die Beine in der Luft, jedes Bein macht zwei Bewegungen [1]. Er ist technisch anspruchsvoller und landete in einer Pilotstudie etwas härter (4,3 g gegenüber 4,1 g) [2].
„Quatre" ist die französische Vier. Entrechats werden nach der Zahl der Bewegungen gezählt, jede Kreuzung zählt als zwei Bewegungen, eine pro Bein [1]. Gerade Zahlen wie quatre, six oder huit landen auf zwei Füßen, ungerade wie trois oder cinq auf einem [1].
Das hat keine Studie gemessen. Rechne mit Monaten regelmäßigen Unterrichts, wenn dein Changement sicher sitzt (Erfahrungswert). Wichtiger als die Zeit ist die Landung: leise, ruhig und auf beiden Füßen.
Das Changement und die Landung kannst du daheim vorbereiten, den Beinschlag selbst übst du mit Lehrkraft. Ein harter Boden ist ungünstig, weil Landungen im Ballett hohe Kräfte erzeugen [2][6].
Tour jeté: der gedrehte Grand Jeté – Aufbau mit Lehrkraft — [object Object]