Endzug im Boot: Rücklage von 15 bis 35 Grad, Unterarme parallel zum Wasser, Ausheben durch Absenken der Unterarme. Fehler, Rückenschutz und der Blick auf Studien.
Die ehrliche Antwort vorweg: Der Endzug ist der Abschluss des Durchzugs: Die Hände ziehen Richtung Schultergelenk, die Unterarme liegen parallel zum Wasser, du hast eine leichte Rücklage von etwa 15 bis 35 Grad, und das Blatt wird dann sauber ausgehoben. Den Rücklagewinkel von 15 bis 35 Grad (von der Senkrechten aus gemessen) und die parallelen Unterarme nennt Reinhart Grahn vom Deutschen Ruderverband (DRV) als Merkmale der hinteren Umkehr [2]. Übersetzt: Du lehnst dich ein Stück zurück, aber du kippst nicht weg.
Wie viel Rücklage ist zu viel? Grahn bewertet es als Fehler, ohne Rücklage (0 bis 5 Grad) oder mit sehr viel Rücklage (über 45 Grad) zu fahren. Ohne Rücklage ist kein kräftiger Endzug aus dem Schulterbereich möglich. Bei sehr großer Rücklage verlagert sich der Körperschwerpunkt Richtung Bug, das Boot stampft leicht, und die Bauchmuskulatur verbraucht Energie, die nicht für den Vortrieb zur Verfügung steht [2]. Das Leitbild selbst nennt eine bewusste Schulter- und Armarbeit auf der Kreisbahn um die Dolle und gerade Handgelenke und Ellenbogen auf gleicher Höhe, parallel zur Wasseroberfläche [1]. Das Leitbild ist ein Anhalt; Körpergröße und Körperbau können Abweichungen rechtfertigen.
Eine Abgrenzung: Dieser Guide beschreibt das Rudern im Boot. Am Ergometer fehlt das Blatt, das du ausheben musst. Der Endzug ist im Boot also auch ein Balance-Moment.
Wie schwer ist das? Die Position verstehst du in einer Einheit. Bis Rücklage, Unterarme und Ausheben zusammen sitzen, brauchst du erfahrungsgemäß viele Fahrten.
Gegen Ende des Durchzugs nimmst du den Oberkörper leicht zurück. Der DRV nennt für die hintere Umkehr eine Rücklage zwischen 15 und 35 Grad [2]. Meilenstein: Dein Trainer sieht auf dem Video, dass der Winkel in jedem Schlag etwa gleich bleibt.
Die Hände ziehen im Endzug Richtung Schultergelenk [2]. Die Zugrichtung in der Schulter ist horizontal, die Hand beschreibt eine Kreisbahn um die Dolle [1]. Ellenbogen und Handgelenk bleiben dabei auf gleicher Höhe, parallel zur Wasseroberfläche [1].
Im allerletzten Teil des Durchzugs bleibt der Rücken fest. Das Argument dazu: Auf den letzten Zentimetern lässt sich kaum noch Vortrieb erzeugen, und eine weitere Rücknahme führt zu Stampfen und Belastung der Bauchmuskeln [3].
Das Ausheben erfolgt senkrecht durch Absenken der Unterarme im Ellenbogengelenk. Das Blatt kommt in einer Bewegung ganz aus dem Wasser [1]. Der Endzug wird vor dem Oberkörper beendet, ohne die Unterarme am Oberkörper vorbeizuziehen [1]. Britische Technikbeschreibungen nennen als Bild, dass die Blätter möglichst lange quer stehen und die Hände nach unten und weg gehen [5]. Meilenstein: 10 Schläge, bei denen das Blatt ohne Wasserberührung heraus ist.
Das Abdrehen geschieht durch leichtes Abkippen im Handgelenk, das im Freilauf wieder gestreckt wird [1]. Der Oberkörper ist beim Ausheben fixiert und macht keine Vertikalbewegung [1].
Film deinen Endzug von der Seite und halte das Bild, bevor das Blatt ausgehoben wird. Siehst du, dass die Unterarme etwa parallel zum Wasser sind und die Rücklage in jedem Schlag ähnlich ist? Dann hast du es. Zähle zusätzlich 10 Schläge: Wie oft klappt das Ausheben ohne Wasserberührung? Die Zahl senkst du Woche für Woche.
Der DRV nennt eine Rücklage zwischen 15 und 35 Grad, von der Senkrechten aus gemessen [2]. Ohne Rücklage oder mit mehr als 45 Grad gilt das als Fehler [2].
Richtung Schultergelenk, auf einer Kreisbahn um die Dolle, mit Ellenbogen und Handgelenk auf gleicher Höhe parallel zum Wasser [1][2].
Durch Absenken der Unterarme im Ellenbogengelenk, sodass das Blatt in einer Bewegung ganz aus dem Wasser kommt [1].
Die Körperposition ähnelt sich, aber am Ergometer musst du kein Blatt ausheben. Im Boot kommt Balance dazu.
Freilauf beim Rudern: Zurückrollen, ohne das Boot zu bremsen — [object Object]