Der Bunnyhop hebt dich mit beiden Rädern vom Boden — ohne Rampe, aus dem Rollen. So lernst du den wichtigsten Trick im BMX in vier klaren Schritten.
Die ehrliche Antwort vorweg: Ein Bunnyhop ist der Sprung mit beiden Rädern aus dem Rollen — ohne Rampe, ohne Absatz, nur aus deiner Bewegung. Es ist der wichtigste Trick im BMX: Wer ihn beherrscht, springt über Hindernisse, auf Bordsteine und Obstacles und legt die Basis für fast jeden Street- und Park-Trick.
Der Schlüssel: Ein Bunnyhop ist kein gleichzeitiges Hochziehen beider Räder, sondern eine Zwei-Takt-Bewegung — erst das Vorderrad hoch (wie ein Manual-Pop), dann das Hinterrad nachziehen. Timing schlägt Kraft.
Ehrlich zum Risiko: Der Bunnyhop ist ein Sturz-naher Trick — bei Fehlversuchen fängst du dich mit den Händen ab, und Hände und Arme gehören zu den häufigsten BMX-Verletzungsstellen. Deshalb übst du niedrig und mit Handschuhen. Die gute Nachricht: Über 85 % der BMX-Verletzungen sind Prellungen, Schürfer und leichte Blessuren — mit sauberer Progression bleibst du klar auf der harmlosen Seite.
Alles beginnt wie beim Manual: Geh in die Knie, dann schieb die Hüfte nach hinten und zieh den Lenker mit — das Vorderrad schnellt hoch. Übe diesen „Pop" im Stand und im langsamen Rollen, bis das Vorderrad zuverlässig auf Hüfthöhe kommt. Ohne sauberen Pop wird der Rest nichts.
Sobald das Vorderrad oben ist, kommt der zweite Takt: Streck die Beine, schieb den Lenker nach vorn-oben und zieh die Füße nach — als würdest du mit den Pedalen an den Schuhen kleben. Bei Plattformpedalen entsteht der Zug durch den Druck der Sohle und ein leichtes Anwinkeln der Füße. Das Hinterrad folgt dem Vorderrad in die Luft.
Jetzt verbindest du Pop und Nachziehen zu einer flüssigen Bewegung: hoch mit vorn, nachziehen mit hinten, in der Luft ausbalancieren, mit beiden Rädern gleichzeitig landen. Anfangs sind es nur ein, zwei Zentimeter — das reicht. Fühl den Rhythmus, nicht die Höhe.
Wenn der Ablauf sitzt, steigerst du: erst über eine Bodenlinie, dann über einen flachen Ast, dann über eine kleine Stange. Höher kommst du nicht durch mehr Reißen, sondern durch besseres Timing und explosivere Beinstreckung. Jeder Zentimeter kommt aus sauberer Technik.
Ein guter Zwischenschritt: Leg zwei Bodenlinien im Abstand von etwa einem Meter aus und spring beide nacheinander. Das zwingt dich, sauber zu landen und sofort wieder abzuspringen — und schult den flüssigen Rhythmus mehr als jeder einzelne hohe Hop.
Der Bunnyhop ist der erste richtige „In-die-Luft"-Trick — und genau da lohnt sich Schutz. Weil Hände, Handgelenke und Arme zu den häufigsten BMX-Verletzungsstellen zählen, sind Handschuhe Pflicht und Handgelenkschützer sinnvoll. Übe niedrig: Ein misslungener Bunnyhop aus zwei Zentimetern tut kaum weh, aus dreißig schon eher.
Achte auf die Pedal-Falle: Rutschen die Füße beim Nachziehen ab, knallt dir das Pedal ins Schienbein — Schienbeinschoner nehmen dem den Schrecken. Und lern das Abspringen nach vorn, falls du das Hinterrad nicht sauber nachbekommst.
Über 85 % der BMX-Verletzungen sind harmlose Prellungen und Schürfer — mit Schutz und niedriger Höhe bleibst du dort.
Übe den Bunnyhop über eine auf dem Boden liegende Stange oder ein Seil, nicht über einen festen Bordstein. Warum? Eine lose Stange, die du touchierst, rollt einfach weg — ein Bordstein blockiert dein Rad und wirft dich ab. So steigerst du die gefühlte Höhe, ohne die Sturzgefahr. Fortschritt ohne Angst schlägt jeden Mutbeweis.
Fast immer, weil der Vorderrad-Pop zu niedrig ist oder du das Nachziehen zu spät startest. Das Hinterrad folgt dem Vorderrad — kommt das Vorderrad nicht hoch genug, bleibt das Hinterrad am Boden. Übe zuerst den Manual-Pop isoliert, dann das Timing des zweiten Takts.
Nein, im Gegenteil: Lern den echten Bunnyhop auf Plattformpedalen. Mit Klickpedalen „schummelst" du das Hinterrad hoch, ohne die Technik zu lernen. Erst wenn du auf Flats sauber hüpfst, hast du den Trick wirklich drauf.
Geübte Fahrer springen einen Meter und höher, Profis noch deutlich mehr. Für Alltag und Park reichen 20–40 cm völlig, um über Hindernisse und auf Obstacles zu kommen. Höhe kommt aus Timing und Beinstreckung, nicht aus roher Kraft.
Die Grundbewegung über eine Bodenlinie schaffen die meisten in ein paar Wochen. Ein sauberer, hoher Bunnyhop über echte Hindernisse braucht Monate regelmäßiges Üben. Es ist einer der Tricks, an dem man ewig feilt — und genau das macht ihn so lohnend.
Bei niedriger Höhe kaum. Die typischen Fehlversuche enden im Abstützen mit der Hand oder am Pedal — mit Handschuhen, Schienbeinschonern und kleiner Höhe bleiben das harmlose Prellungen. Steiger die Höhe erst, wenn der Ablauf sicher sitzt.
Sprünge lernen: Kicker, Tabletop & Airtime — [object Object]