Überlappender Griff (Vardon) Schritt für Schritt: Fingerlage, Daumen-Position, Griffdruck und die häufigsten Fehler – so hältst du den Schläger stabil.
Beim überlappenden Griff, dem Vardon-Griff, liegt der kleine Finger deiner Schlaghand locker in der Lücke zwischen Zeige- und Mittelfinger der Führhand. Beide Hände arbeiten dadurch wie eine Einheit. Wichtiger als der Name des Griffs ist aber die Position der Hände: Neutral oder leicht „stark" funktioniert für die meisten am besten.
Der Griff ist deine einzige Verbindung zum Schläger. Alles, was dein Körper im Schwung erzeugt, läuft durch diese zwei Hände. Eine Studie mit 28 Freizeitspielern hat den Griff in 15-Grad-Schritten von „stark" bis „schwach" gedreht. Ergebnis: Mit neutralem und stärkerem Griff flogen die Bälle gerader und weiter, mit schwachem Griff wurden Genauigkeit und Weite deutlich schlechter [1].
Und die ehrliche Antwort auf die Frage, ob Overlap besser ist als Interlock oder Baseball-Griff: Dazu habe ich keine belastbare Vergleichsstudie gefunden. Der Overlap ist der klassische Griff vieler Profis (benannt nach Harry Vardon), aber kein Gesetz. Probier ihn, und wenn deine Hände klein sind oder du schnell Blasen bekommst, schau dir den Interlock an.
Ein guter Griff fühlt sich nach nichts an: fest genug zum Führen, locker genug zum Schwingen.
Hinweis: Alle Beschreibungen gelten für Rechtshänder, Linkshänder spiegeln sie. Als „Führhand" bezeichne ich die linke Hand, als „Schlaghand" die rechte.
Lege den Schläger schräg über die Finger der Führhand, vom Zeigefingerende bis zum Ballen unter dem kleinen Finger. Nicht tief in die Handfläche. Schließe die Finger, der Daumen liegt leicht rechts der Schaftmitte. Wenn du auf deine Hand schaust, solltest du zwei bis drei Knöchel sehen.
Meilenstein: Du kannst den Schläger mit nur der Führhand waagerecht halten, ohne dass er kippt.
Setze die Schlaghand so an, dass die Handfläche zum Ziel zeigt und der Daumen der Führhand in der Handfläche verschwindet. Die Handlinie der Schlaghand deckt den Daumen der Führhand ab.
Der kleine Finger der Schlaghand rutscht aus dem Griff und legt sich in die Lücke zwischen Zeige- und Mittelfinger der Führhand. Die V-Formen zwischen Daumen und Zeigefinger zeigen beide ungefähr zur Schulter der Schlaghand.
Meilenstein: Du kannst den Griff mit geschlossenen Augen aufbauen und dein Spiegelbild zeigt jedes Mal dasselbe Bild.
Stell dir eine Skala von 1 bis 10 vor, 10 wäre „Schläger festquetschen". Ziel sind etwa 4 bis 5. Das ist eine Faustregel aus dem Unterricht, keine gemessene Zahl. Gemessen wurde: Bei guten Spielern kommt der meiste Druck von den letzten drei Fingern der Führhand, und er schwankt im Schwung stark, nur am Treffpunkt ist er sehr konstant [3].
Schwinge ohne Ball drei kleine Schwünge bis Hüfthöhe. Prüfe danach, ob der Griff verrutscht ist.
Ein Griff ist ungefährlich, aber nicht folgenlos. In einer Übersicht zu Handgelenksverletzungen im Golf werden ein sehr starker Griff, zu festes Zupacken und abgenutzte Griffe als häufige Mitverursacher genannt. Die linke Handgelenksseite ist dabei am verletzlichsten [2]. Wechsle verschlissene Griffe, mach nach Schmerzen am Handgelenk Pause und lass sie ärztlich abklären. Dieser Guide ersetzt keine Stunde bei einem PGA-Pro oder DGV-Trainer: Ein Trainer sieht in zwei Minuten, was der Spiegel dir nicht zeigt.
Nimm einen Gummiring oder ein Haargummi und lege es um den Schaft an die Stelle, wo die Führhand-Daumenspitze landen soll. Es dient nur als Markierung für die ersten Wochen. Wenn du den Griff dann blind aufbaust und der Daumen genau am Gummi landet, sitzt er.
Der Vardon-Griff, auch Overlapping-Griff genannt, ist ein Zweihandgriff, bei dem der kleine Finger der Schlaghand auf oder zwischen den Fingern der Führhand liegt. Er ist nach Harry Vardon benannt und wird von vielen Profis gespielt, weil die Hände eng zusammenarbeiten.
Es gibt keinen bewiesen besten Griff. Entscheidend ist die Handstellung: Neutral oder leicht stark erzielte in einer Studie bessere Genauigkeit und Weite als ein schwacher Griff [1]. Teste Overlap, Interlock und Baseball und nimm den, der sich stabil anfühlt.
Locker, aber kontrolliert. Als Faustregel gilt 4 bis 5 auf einer Skala bis 10. Wenn die Unterarme hart werden oder die Fingerknöchel weiß, ist es zu fest.
Dazu liegt keine überzeugende Studie vor. Overlap lässt die Hände beweglicher, Interlock verhakt sie fester und hilft oft bei kleinen Händen oder wenig Handkraft. Wähle nach Gefühl und Stabilität.
Schau von oben auf deine Führhand: Siehst du etwa zwei bis drei Knöchel, ist er neutral bis leicht stark. Siehst du nur einen oder keinen, ist er eher schwach. Sieht man vier, ist er sehr stark.
Golf Ausrichtung: So zielst du richtig (Schlagfläche, Füße, Schultern) — [object Object]