Sekond im Florett und Degen lernen: tiefe Außenparade mit gesenkter Spitze und proniertem Griff. Mit Meilensteinen, Abgrenzung zur Oktav und Riposte.
Die Sekond (Parade 2) ist eine tiefe Außenparade für Florett und Degen: Die Hand ist proniert (Handfläche zeigt nach unten), die Spitze zeigt nach unten, und deine Klinge schließt die tiefe Außenlinie. Du fängst damit Angriffe ab, die unter deinem Arm auf Bauch, Hüfte oder Oberschenkel zielen.
Die ehrliche Antwort auf „Brauche ich die Sekond wirklich?“: Seltener als Quart und Sixt, aber wenn ein tiefer Außenangriff kommt, hilft nichts anderes. Der FIE-Fachbegriff „Position“ umfasst acht Handhaltungen, vier mit nach oben gedrehter Handfläche (Supination: Quarte, Sixte, Septime, Octave) und vier mit nach unten gedrehter (Pronation: Prime, Seconde, Tierce, Quinte). Sie geben den Paraden ihre Namen [1]. Für Florett und Degen sind zunächst Quart, Sixt und Oktav die wichtigsten Paraden, die Sekond gehört zu den übrigen fünf [2].
Zur Sekond selbst habe ich keine Studie gefunden. Was die Forschung zeigt, gilt für alle Paraden: Je mehr Möglichkeiten dein Gehirn auswählen muss, desto länger dauert die Reaktion. Bei Anfängern war sie in einer Studie mit 20 Fechtern um 25 bis 35 % langsamer als bei Erfahrenen [3]. Heißt: Eine Parade, die du selten übst, kommt auch langsamer.
Die Sekond ist die Parade, die du erst brauchst, wenn alle anderen zu hoch sind.
Drehe die Hand so, dass die Handfläche zum Boden zeigt. Das ist die Pronation, die zu Prime, Seconde, Tierce und Quinte gehört [1]. Die Sekond schließt dieselbe Außenlinie wie die Oktav, aber mit proniertem statt supiniertem Griff [1]. Meilenstein: Du zeigst in der Ansprechposition die Hand, ohne Hilfe zu brauchen, 10-mal richtig.
Senke die Spitze, sodass sie zum Boden zeigt, während die Hand ungefähr in der Höhe bleibt. Die Klinge schließt die Linie vom Gegner zum tiefen Außenziel. Meilenstein: Dein Trainer legt seine Klinge langsam in die tiefe Außenlinie, und du fängst sie 10-mal ab.
Du parierst mit dem starken Teil deiner Klinge, also dem Teil nahe der Glocke, der nach dem FIE-Glossar für Paraden und das Nehmen der Klinge genutzt wird [1]. Der Gegner trifft auf deine starke Klinge, nicht auf dein Ziel. Meilenstein: Zehn Paraden in Folge, bei denen die gegnerische Klinge deutlich seitlich am Ziel vorbeigeht.
Eine Parade gibt dir das Recht zur Riposte. Nach dem FIE-Regelwerk für das Florett muss die einfache Riposte direkt oder indirekt sein, aber sie muss sofort, ohne Zögern oder Verzögerung erfolgen, um den nächsten Angriff des Gegners zu verhindern [5]. Meilenstein: Zehn Parade-Riposte-Kombinationen, bei denen zwischen beiden keine hörbare Pause entsteht.
Dein Partner wählt zufällig zwischen hohem und tiefem Angriff. In der Reaktionsstudie stieg die Reaktionszeit mit der Anzahl der Reaktionsmöglichkeiten [3]. Genau das übst du: aus mehreren Optionen die richtige schnell zu wählen. Meilenstein: Gegen zufällig angesagte hohe und tiefe Angriffe wählst du in sieben von zehn Fällen die richtige Parade.
Beim Fechten sind Verletzungen selten, aber nicht ausgeschlossen. In einer fünfjährigen Auswertung von 809 FIE-Wettkämpfen waren 72,4 % der Verletzungen mit Ausfallzeit an den unteren Extremitäten, und Knöchelverstauchungen waren die häufigste Einzelverletzung (25,3 %) [6]. Eine tiefe Parade verlangt, dass du die Position gut hältst: Knie über dem Fuß, Oberkörper stabil. Trage immer volle Schutzkleidung [4]. Bei Schmerzen hörst du auf. Dieser Guide erklärt und motiviert, er ersetzt kein betreutes Training und keinen Trainer.
Übe die Sekond zusammen mit der Oktav in einer Serie: Oktav, Sekond, Oktav, Sekond, gegen Angriffe auf dieselbe Linie. So lernt dein Handgelenk den Unterschied zwischen Supination und Pronation. Das ist Trainer-Erfahrung, keine Studie.
Die Sekond (Parade 2) ist eine Parade mit proniertem Griff und gesenkter Spitze, die die tiefe Außenlinie schließt. Sie gehört zu den acht Handpositionen: vier supiniert (Quart, Sixt, Septim, Oktav) und vier proniert (Prim, Sekond, Terz, Quint) [1].
Beide schließen die tiefe Außenlinie. Bei der Oktav ist die Hand supiniert (Handfläche nach oben), bei der Sekond proniert (Handfläche nach unten) [1]. Welche du in welcher Situation nimmst, ist eine Frage von Trainer und Waffe.
Für Florett und Degen. Der Säbel nutzt andere Paraden: Terz, Quart und Quint sind dort die wichtigsten [2].
Nein. Zuerst kommen Quart, Sixt und Oktav [2]. Die Sekond ist ein Baustein für später, wenn dein Trainer tiefe Angriffe trainiert.
Sofort. Nach dem FIE-Regelwerk für das Florett muss die Riposte ohne Zögern oder Verzögerung erfolgen, um den nächsten Angriff des Gegners zu verhindern [5].
Parade 7 Septim lernen: Die tiefe Innenparade bei supiniertem Griff — [object Object]