Parade 7 Septim lernen: Die tiefe Innenparade bei supiniertem Griff

Septim im Florett und Degen lernen: tiefe Innenparade mit gesenkter Spitze und supiniertem Griff. Mit Wegen aus Oktav, Quart, Sixt, Meilensteinen und Riposte.

Sportart: Fechten · Level: Fortgeschritten

Einleitung

Die Septim (Parade 7) ist eine tiefe Innenparade für Florett und Degen: Die Hand ist supiniert (Handfläche zeigt nach oben), die Spitze zeigt nach unten, und deine Klinge schließt die tiefe Innenlinie. Sie fängt Angriffe ab, die von innen unter deinem Arm auf Bauch oder Hüfte zielen.

Die ehrliche Antwort auf „Wozu brauche ich die Septim, wenn ich Quart habe?“: Weil die Quart hoch ist. Greift dein Gegner tief innen an, fehlt dir die Quart-Position, und du musst die Klinge nach unten bringen. Dafür gibt es acht Handpositionen: vier supiniert (Quarte, Sixte, Septime, Octave) und vier proniert (Prime, Seconde, Tierce, Quinte). Sie geben den Paraden ihre Namen [1]. Für Florett und Degen gehören Quart, Sixt und Oktav zu den drei wichtigsten Paraden, die Septim zu den übrigen fünf [2].

Zur Septim selbst habe ich keine Studie gefunden. Eine Beobachtung hilft trotzdem: Der Verteidiger hat nach einer Messung an 24 Elitefechtern eine mittlere Bewegungszeit von 0,353 Sekunden für die Abwehr, was ihm einen Vorteil gegenüber dem Angreifer verschafft [3]. Das gilt aber nur, wenn deine Hand weiß, wohin sie muss.

Die Septim ist die Quart für den Keller: gleiche Seite, tiefere Linie.

Was du brauchst

Schritt für Schritt

1. Die Handposition: supiniert

Drehe die Hand so, dass die Handfläche nach oben zeigt. Das ist die Supination der Septime, wie bei Quarte, Sixte und Octave [1]. Meilenstein: Du zeigst die Handposition ohne Hilfe 10-mal richtig.

2. Der einfache Weg: von der Oktav

Der leichteste Weg zur Septim führt aus der Oktav, denn beide sind tiefe Paraden. Die HFV-Prüfungsbroschüre nennt als Beispiel einer einfachen Parade genau „von Oktav nach Septime“ [2]. Du bewegst die Klinge von der tiefen Außenlinie zur tiefen Innenlinie. Halte die Hand dabei auf gleicher Höhe und drehe nur das Handgelenk, denn jede zusätzliche Bewegung kostet Zeit (Lehrpraxis). Meilenstein: Zehn Wechsel Oktav–Septim gegen einen langsamen Partner.

3. Der diagonale Weg: aus Quart oder Sixt

Wenn dein Gegner oben angreift und du tief parieren willst, wechselst du die Linie. Die HFV-Broschüre nennt als Halbkreisparade „von Quart auf Septime“ und als Diagonalparade „von Sixt auf Septime“ [2]. Auch das FIE-Glossar beschreibt die Septime aus der Sixt-Auslage als Halbkreisparade von der hohen in die tiefe Gegenlinie oder umgekehrt [1]. Meilenstein: Zehn Paraden aus Sixt und zehn aus Quart auf Septim, ohne dass die Klinge eine Schleife schlägt.

4. Die Riposte folgt sofort

Eine Parade gibt dir das Recht zur Riposte. Nach dem FIE-Regelwerk für das Florett muss sie sofort, ohne Zögern oder Verzögerung erfolgen, um den nächsten Angriff des Gegners zu verhindern [5]. Meilenstein: Zehn Parade-Riposte-Kombinationen ohne hörbare Pause.

5. Mit Auswahl

Dein Partner wählt zufällig zwischen hohem und tiefem Angriff. Du wählst die passende Parade. Meilenstein: Gegen zufällig angesagte Angriffe wählst du in sieben von zehn Fällen die richtige Parade.

Häufige Fehler

Sicherheitshinweise

Verletzungen sind im Fechten selten, aber die Quote ist nicht null. In einer Auswertung von 809 FIE-Wettkämpfen betrafen 72,4 % der Verletzungen mit Ausfallzeit die unteren Extremitäten, die häufigste war die Knöchelverstauchung (25,3 %) [6]. Eine Übersichtsarbeit zu Fechtverletzungen fand Prävalenzen zwischen 51,5 % und 92,8 %, bei geringer bis mäßiger Studienqualität [7]. Trage immer volle Schutzkleidung [4], achte auf einen sicheren Stand und höre bei Schmerzen auf. Dieser Guide erklärt und motiviert, er ersetzt kein betreutes Training und keinen Trainer.

Pro-Tipp

Übe die Septim als Teil einer Serie Quart–Septim–Oktav. So lernt deine Hand die drei Innen- und Außenlinien in einem Zug. Das ist Trainer-Erfahrung, keine Studie.

FAQ

Was ist die Septim im Fechten?

Die Septim (Parade 7) ist eine tiefe Innenparade mit supiniertem Griff (Handfläche nach oben) und gesenkter Spitze. Sie gehört zu den acht Handpositionen [1].

Was ist der Unterschied zwischen Septim und Quart?

Beide sind Innenparaden mit supinierter Hand. Die Quart schließt die hohe Innenlinie, die Septim die tiefe [1][2]. Welche du brauchst, hängt davon ab, wohin der Angriff zielt.

Für welche Waffe ist die Septim?

Für Florett und Degen. Beim Säbel sind Terz, Quart und Quint die wichtigsten Paraden [2].

Wie komme ich von der Oktav zur Septim?

Mit einer einfachen Parade: Du führst die Klinge von der tiefen Außenlinie in die tiefe Innenlinie. Die HFV-Broschüre nennt „von Oktav nach Septime“ als Beispiel [2].

Wie schnell muss meine Riposte nach der Septim sein?

Sofort. Nach dem FIE-Regelwerk für das Florett muss die Riposte ohne Zögern oder Verzögerung erfolgen, um den nächsten Angriff des Gegners zu verhindern [5].

Schritt für Schritt

  1. Handposition supiniert: Handfläche nach oben, Spitze nach unten.
  2. Aus der Oktav: Einfache Parade von der tiefen Außenlinie in die tiefe Innenlinie.
  3. Aus Quart und Sixt: Halbkreis- und Diagonalparaden ohne große Schleife üben.
  4. Sofortige Riposte: Ohne Pause antworten, um den nächsten Angriff zu verhindern.
  5. Mit Auswahl üben: Gegen zufällig hohe und tiefe Angriffe die richtige Parade wählen.

Key Takeaways

Nächster Guide

Coulé lernen: Der Gleitstoß entlang der gegnerischen Klinge — [object Object]

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