Der Reachback bereitet beim Backhand Tempo und Linie vor: Scheibe gerade nach hinten, Hüfte mitdrehen, Gewicht hinten. Mit Meilensteinen, Fehlern und Schutz.
Die ehrliche Antwort: Der Reachback ist das Ausholen, bei dem du die Scheibe gerade nach hinten führst, damit sie danach auf einer geraden Linie nach vorn beschleunigen kann. Ein Club-Handout aus Graz beschreibt es so: Du führst die Scheibe entgegen der Wurfrichtung nach hinten und drehst dabei Oberkörper, Kopf und Hüfte mit [1]. Der Körperschwerpunkt geht leicht nach hinten, der hintere Fuß wird belastet, der vordere entlastet [1].
Warum lohnt sich das? Weil Spin und Weite zusammenhängen: In einer Studie mit 10 geübten und 11 ungeübten Werfern korrelierte beim Flying-Disc-Vorhandwurf die Wurfweite mit der Drehgeschwindigkeit der Scheibe (r = 0,72 bei Geübten, r = 0,79 bei Ungeübten) [2]. Das ist ein TRANSFER: Es ging um Vorhand-Würfe mit Flying Discs, nicht um den Backhand-Reachback beim Discgolf.
Wie schwer ist das? Die Ausholbewegung ist einfach, ihre saubere Wiederholung braucht Übung. Ein Zeitversprechen gibt es nicht. Das Wichtigste vorab: Es geht nicht darum, möglichst weit auszuholen, sondern die Scheibe auf einer Linie zu halten, auf der sie später auch wieder nach vorn kommt. Ein kurzer, gerader Reachback schlägt einen langen, krummen.
Beide Füße stehen auf einer Linie in Wurfrichtung (seitliche Körperstellung), die Schulter der Wurfhand zeigt zum Ziel, der Arm hängt locker mit leichtem Bogen im ganzen Arm samt Handgelenk [1]. Der Blick geht nach vorn zur geplanten Flugbahn [1].
Meilenstein: Du stehst dreimal hintereinander gleich da, ohne zu wackeln.
Führe die Scheibe entgegen der Wurfrichtung nach hinten und dreh dabei Oberkörper, Kopf und Hüfte zurück [1]. Wichtig: Führ die Scheibe hinten nicht schräg nach oben und roll den Arm im Ellbogen nicht ein [1]. Im Gegenteil, der Arm darf hinten wieder etwas gestreckt werden [1].
Der Körperschwerpunkt wandert leicht nach hinten, der hintere Fuß trägt, der vordere kann leicht entlastet oder angehoben werden. Der Kopf ist 90° seitlich bis fast leicht nach hinten gedreht [1].
Meilenstein: Auf dem Seitenvideo zeigt die Scheibe hinten ungefähr in die Gegenrichtung des Ziels und ist nicht nach oben gekippt.
Aus dem Reachback beschleunigst du die Scheibe auf gerader Linie nach vorn, relativ dicht am Körper vorbei. Der vordere Fuß wird ein wenig nach vorn gesetzt und belastet, der Oberarm und Ellbogen werden nach vorn gezogen, der Oberkörper dreht sich möglichst vertikal um die Wirbelsäule [1]. Kurz vor dem Loslassen wird maximal beschleunigt, mit Unterarm und Handgelenk [1].
Je kürzer die Distanz zum Korb, desto weniger holst du aus [1]. Ein langer Reachback für einen 20-m-Wurf bringt dir nur Fehler.
Meilenstein: Du wirfst die Distanz 20 m mit kürzerem Reachback so genau wie 40 m mit langem (Praxis-Maß).
Übe den Reachback ohne Scheibe vor dem Spiegel oder Fenster: Das Graz-Handout nennt Details wie „Kopf 90° seitlich" und „Arm hinten wieder etwas strecken" [1]. Trocken geübt, siehst du jeden Fehler, ohne dass die Scheibe dich ablenkt.
Die Ausholbewegung beim Backhand, bei der die Scheibe entgegen der Wurfrichtung nach hinten geführt wird, während Oberkörper, Kopf und Hüfte mitdrehen [1].
Je weiter der Wurf, desto weiter der Reachback; je kürzer der Wurf, desto weniger [1]. Beim Anfänger ist ein kontrollierter, kurzer Reachback besser als ein langer, unsauberer.
Nur im Moment des Loslassens: Beim Abwurf (Tee) muss dein Stützpunkt im Abwurfbereich sein, davor und danach darfst du außerhalb stehen [3].
Häufige Ursachen laut Handout: Scheibe schräg nach oben geführt, Ellbogen eingerollt oder zu früh nach vorn geschaut [1]. Film dich von der Seite und prüfe den Rückweg.
Straddle Putt im Discgolf: breiter Stand, gerade Linie zum Korb — [object Object]