Hakenwurf (Hook Shot) im Basketball lernen: einhändiger Wurf seitlich am Körper, Schutz vor dem Block, Regeln im Post und Meilensteine. Baby Hook und Jump Hook.
Der Hakenwurf (Hook Shot) ist ein einhändiger Wurf seitlich am Körper vorbei. Du stehst quer zum Verteidiger, die Wurfhand schwingt in hohem Bogen über den Kopf, und dein Körper schirmt den Ball ab. Er ist der klassische Post-Move für Spieler, die nahe am Korb den Rücken zum Verteidiger haben.
Die ehrliche Antwort auf „Lohnt sich der Hakenwurf noch?“: Er ist selten geworden. In einer Analyse von 5.024 Würfen aus 40 Spielen auf fünf Ebenen (NBA, Euroleague, nationale Liga, Jugend) kamen Hakenwürfe in der NBA seltener vor als im europäischen Basketball; die Autoren führen das auf die bessere Athletik der NBA-Spieler zurück, die häufiger dunken [2]. Das heißt nicht, dass er schlecht ist, sondern dass viele Spieler andere Optionen wählen. Wer ihn beherrscht, hat einen Wurf, den man schwer blocken kann. Das ist Praxis-Erfahrung.
Der Hakenwurf ist ein Wurf mit Bodyguard: Dein Körper steht zwischen Ball und Verteidiger.
Im Post gilt das Prinzip der Vertikalität: Sowohl Angreifer als auch Verteidiger haben Anspruch auf ihren Raum. Es ist ein Foul, den Gegner mit Schulter oder Hüfte aus der Position zu drücken oder seine Bewegungsfreiheit mit ausgestreckten Armen, Schultern, Hüften oder Beinen zu stören [1]. Außerdem darfst du nicht länger als drei aufeinanderfolgende Sekunden im gegnerischen Zonenbereich bleiben, solange dein Team den Ball in der Vorderfeldkontrolle hat [1]. Meilenstein: Du erklärst die Drei-Sekunden-Regel in einem Satz.
Stelle dich quer zum Korb, die Fußspitzen zeigen etwa seitlich. Die Wurfhand schwingt von unten in einem Bogen über den Kopf. Der freie Arm schützt vor dem Körper, ohne den Gegner zu stoßen. Der Kopf bleibt dabei ruhig und der Blick auf dem Ring, nicht auf dem Ball. Meilenstein: Zehn Schwünge ohne Ball, die Bewegung bleibt flüssig.
Aus 1 bis 2 Metern Entfernung, ohne Absprung. Der Ball verlässt die Hand am höchsten Punkt, Blick zum Korb. Meilenstein: Sieben von zehn Haken aus beiden Händen.
Du fängst den Ball im Post und drehst dich über das Standbein zum Korb. Beim Wurf darfst du nicht mit dem Körper stoßen: Der Körper schützt, er schiebt nicht [1]. Meilenstein: Fünf Versuche mit einem Partner, der Gegner steht passiv hinter dir, du schließt ohne Kontakt ab.
Wenn die Technik sitzt, springst du beim Haken ab. Bei jedem Sprungwurf gilt: Gegen einen Gegner löst du den Ball tendenziell schneller und höher [3]. Das ist ein Transfer vom Sprungwurf. Meilenstein: Fünf Jump Hooks mit weichem, beidfüßigem Landen.
Im Post gibt es viel Kontakt. Spielerkontakt ist der häufigste Verletzungsmechanismus im Basketball (42,9 % der Verletzungen), Knöchel (25,8 %) und Knie (15,5 %) sind die häufigsten Körperregionen [4]. Landungen aus dem Sprung waren in einer Videoanalyse von 31 NBA-Kreuzbandrissen die häufigste Situation (14 von 31), und in 28 von 31 Fällen stand ein Gegner innerhalb von etwa 60 Zentimetern [6]. Beim Jump Hook gilt deshalb: weich landen, beidfüßig, Knie beugen. Dieser Guide erklärt und motiviert, er ersetzt kein betreutes Training und keinen Trainer.
Schiebe den Verteidiger nicht weg, sondern dreh dich von ihm weg. Wenn du dich quer stellst, entsteht durch die Drehung Abstand, ohne dass du Kontakt erzwingst. Das ist Trainer-Erfahrung und hält dich im Regelrahmen von Art. 33.
Ein kurzer Hakenwurf aus der Nähe des Korbs, ohne Absprung. Er ist die einfachste Variante und eignet sich als Einstieg. Der Jump Hook ist die Variante mit Absprung.
Wenn du mit dem Rücken zum Korb stehst und der Verteidiger hinter dir ist. Dann schützt dein Körper den Ball. Wirf nicht, wenn du frei bist: Dann ist ein normaler Korbleger einfacher. Das ist Praxis-Erfahrung.
Höchstens drei aufeinanderfolgende Sekunden in der gegnerischen Zone, solange dein Team den Ball im Vorderfeld kontrolliert [1]. Du darfst die Zone verlassen oder abschließen.
Fängst du den Ball stehend, wird beim Anheben eines Fußes der andere zum Standbein. Mit dem freien Fuß darfst du beliebig oft steigen (Pivot), solange das Standbein am Boden bleibt [1]. Zum Werfen darfst du vom Standbein abspringen, aber kein Fuß darf vor dem Abwurf zurück auf den Boden [1].
Stelle dich 1 bis 2 Meter seitlich zum Brett und wirf Baby Hooks gegen das Brett. Zähle Treffer von 10 Versuchen und wechsle die Seite. Lege ein Handtuch oder Hütchen als Verteidiger-Ersatz auf die Gegenseite, um die Körperhaltung zu üben. Das ist Praxis-Erfahrung.
Up-and-Under lernen: Wurf antäuschen und unter dem Verteidiger durch — [object Object]