Block lernen: Topspin mit geschlossener Fläche und kurzer Bewegung kontrolliert zurückspielen. Mit Schrittfolge, Meilensteinen und den häufigsten Fehlern.
Die ehrliche Antwort: Der Block ist ein haltender Schlag mit kaum oder gar keinem Ausholen, bei dem du das Tempo deines Gegners nutzt, um den Ball zu kontrollieren. So definieren ihn die englischen Verbandstrainer [1]. Das Schweizer Bundesamt für Sport führt ihn mit Konter und Endschlag unter den Schlägen ohne Spin [2]. Du schlägst nicht, du hältst den Schläger hin.
Warum ist das so schwierig? Weil du gegen Topspin kaum Zeit hast. In einer Studie mit sechs jungen Spielern und einem Trainer (ergänzt durch Messungen mit einer Ballwurfmaschine) erreichte ein Ball mit einem Topspin von mindestens 110 Umdrehungen pro Sekunde einen Punkt 1 m hinter der Grundlinie rund 27 Millisekunden früher als ein Ball mit höchstens 80 Umdrehungen bei gleichem Anfangstempo. Der Durchschnitt der Spieler lag bei 117 Umdrehungen pro Sekunde [3]. 27 Millisekunden sind winzig, nur ein Bruchteil eines Wimpernschlags, aber für den Block ist es der Unterschied zwischen Kontrolle und Fehler.
Der Block ist als Einsteiger-Schlag eingestuft, hat aber eine Hürde: Du brauchst einen Partner, der langsamen Topspin spielen kann. Ohne den übst du nebenher weiter Konter.
Zur Einordnung des Tempos: Bei Neulingen brach die Trefferleistung ab 11,5 m/s (rund 41 km/h) deutlich ein, ebenso bei mehr Ballfrequenz und wechselnden Landepunkten [4]. Bitte deinen Partner deshalb um ein Tempo, bei dem du den Ball noch kontrollieren kannst.
Stell dich nah an den Tisch, etwa eine Unterarmlänge entfernt, die Knie leicht gebeugt. So hast du weniger Weg bis zum Ball (Praxis). Der Schläger steht vor dem Körper, der Ellbogen ist leicht gebeugt.
Neige die Schlägerfläche leicht nach vorn-unten, sie ist geschlossen. Gegen mehr Topspin brauchst du eine geschlossenere Fläche (Praxis). Wenn der Ball gegen deine offene Fläche prallt, springt er hoch und lang weg.
Der Schläger geht nicht nach hinten. Er bleibt vor dem Körper in der Ausgangsposition [1] und trifft den Ball früh, kurz nach dem Aufsprung (Praxis). Die Bewegung ist ein kurzes Entgegen- oder Hinhalten. Das Handgelenk bleibt fest, die Energie kommt vom Gegner. Stell dir vor, der Schläger sei eine Tür, die du zuhältst: Du musst nicht dagegenschlagen, du musst sie nur im richtigen Winkel halten. Je schneller der Ball kommt, desto weniger musst du selbst tun (Praxis).
Lege die Flugbahn über Kleinigkeiten fest: Fläche etwas mehr schließen bringt den Ball tiefer, ein kleines Vorschieben gibt etwas mehr Tempo (Praxis). Ziel für den Anfang: Ball diagonal in die Tischmitte.
Dein Partner spielt 10 langsame Topspins: Schaffst du 8 von 10 Blocks auf den Tisch, erhöht ihr das Tempo leicht. Danach 20 Blocks in Folge, erst Rückhand, dann Vorhand. Wenn du beides schaffst, gehst du zum Vorhand-Topspin. Die Zahlen sind Praxis-Standards.
Der Block belastet den Körper wenig. Trotzdem gilt: Tischtennis ist nicht verletzungsfrei. Sehnenscheidenentzündungen, Zerrungen und Verstauchungen gehören zu den häufigsten Befunden [6]. Die Datenlage ist dünn. Mach Pausen, wenn Handgelenk oder Unterarm ziehen, und lass anhaltende Schmerzen abklären. Dieser Guide erklärt und motiviert, er ersetzt kein betreutes Training.
Mach den Schläger zur Wand. Halte ihn regungslos vor den Körper und lass dir zehn langsame Topspins zuspielen, ohne dich zu bewegen. Zähle, wie viele auf der anderen Seite landen. Das fühlt sich zuerst nach Nichtstun an, trainiert aber genau das Wichtigste am Block: den Schlägerwinkel zu stellen und den Rest den Ball machen zu lassen. Erst danach fügst du ein winziges Vorschieben hinzu.
Der Block ist ein haltender Schlag ohne oder mit sehr wenig Ausholen, bei dem du das Tempo des gegnerischen Balls nutzt, um ihn zu kontrollieren [1]. Er wird meist mit geschlossener Schlägerfläche gespielt und ist die Standard-Antwort auf Topspin. Du hältst, du schlägst nicht: Der Gegner liefert die Energie, du den Winkel.
Beim Konter schlägst du einen Ball ohne viel Spin aktiv nach vorn. Beim Block nutzt du das Tempo des gegnerischen Topspins und bewegst dich kaum [1][2]. Der Block ist passiver und kürzer. Weil beide Schläge ohne Spin eingestuft werden, fühlen sie sich ähnlich an. Der Unterschied liegt im Ausholen und im Zuspiel.
Meist ist die Schlägerfläche zu offen oder du holst aus. Schließe die Fläche mehr, halte den Schläger vorn und triff den Ball früh. Gegen starken Topspin braucht die Fläche mehr Schließung als gegen leichten. Teste es mit zehn Bällen: Wird der Ball kürzer, wenn du die Fläche etwas mehr schließt, hast du den Hebel gefunden.
Ja, zum Beispiel den aktiven Block mit etwas mehr Vorwärtsbewegung und den Schnittblock (Chop Block). Die lernst du, wenn der Grundblock sitzt, mit 20 Bällen in Folge auf beiden Seiten. Vorher bringen sie nur zusätzliche Fehlerquellen, ohne dass dein Gefühl für den Winkel reicht.
Vorhand-Topspin: Der wichtigste Angriffsschlag im Tischtennis — [object Object]