Atemregler verloren? Lern, wie du ihn unter Wasser ruhig wiederfindest: kontinuierlich ausatmen, feste Suchbewegung, freiblasen, aufgebaut mit Instructor.
Was tust du, wenn dir unter Wasser der Atemregler aus dem Mund rutscht? Die ehrliche Antwort: nichts Hektisches. Du atmest kontinuierlich aus, suchst den Regler mit einer festen, geübten Bewegung, setzt ihn ein und machst ihn frei. Das klingt nach Kleinigkeit und ist doch eine der wichtigsten Basis-Übungen im Tauchkurs.
Warum? Weil nicht der verlorene Regler selbst gefährlich ist, sondern was Panik daraus macht. In einer Auswertung von 947 tödlichen Tauchunfällen war bei 55 % ein Notaufstieg der Auslöser dafür, dass der Taucher handlungsunfähig wurde. Bei den Gasembolien war er in 96 % der Fälle beteiligt [2]. Das heißt nicht, dass jeder Notaufstieg am verlorenen Regler lag. Es zeigt aber, wie teuer das Hochschießen mit zugehaltener Lunge werden kann. Wer seinen Regler in Ruhe zurückholen kann, hat das Szenario entschärft, bevor es eins wird.
Ausbildungsstandards führen die Übung deshalb fest auf. Die US-Behörde NOAA listet sogar zwei Verfahren: die Sweep-Methode und die Tank-Lift-Methode [1]. Dieser Guide erklärt, was dahintersteckt. Üben tust du es mit einem Instructor, nie auf eigene Faust.
Das sollte sitzen, bevor du die Übung angehst (Ausbildungs-Praxis):
Im Stehen am Beckenrand oder an Land: Regler aus dem Mund nehmen, mit der Hand zurückführen, einsetzen. Meilenstein: Du findest ihn dreimal hintereinander ohne hinzusehen.
Das ist der Kern, der alles sicher macht: Sobald der Regler draußen ist, atmest du gleichmäßig aus, als würdest du leise „Aaa" singen oder summen. Das ist der Grund, warum die Übung auch dann sicher bleibt, wenn du dich beim Suchen mal um ein, zwei Meter bewegst: Die Lunge füllt sich nicht mit Luft, die sich beim Auftauchen ausdehnt [3]. Meilenstein: Du kannst 20 bis 30 Sekunden ohne Regler gleichmäßig ausatmen, ohne dass dir die Luft ausgeht (Erfahrungswert, kein Studienwert).
Im flachen Wasser, kniend, unter Aufsicht: Du lässt den Regler los. Eine Hand fährt den Körper entlang nach hinten, dann in einem weiten Bogen nach außen. So fängt der Arm den Schlauch ein und du folgst ihm zurück zum Regler. Dein Instructor zeigt dir die genauen Griffe. Meilenstein: Du holst den Regler dreimal hintereinander zurück und atmest dabei durchgehend aus.
Regler in den Mund, dann das Wasser raus: entweder mit dem Spülknopf oder mit einem kräftigen Ausatmen. Beim ersten Atemzug danach vorsichtig einatmen, falls noch Wasser im Mundstück ist. Meilenstein: Du bekommst nach dem Einsetzen immer sofort einen trockenen Atemzug.
Die zweite Technik greift über die Schulter an die Flasche und hebt sie leicht an, damit der Regler zu dir fällt [1]. Später dann schwebend im Freiwasser. Meilenstein: Du beherrschst beide Verfahren schwebend und kontrolliert, ohne Hast.
Mach den Regler-Weg zur Gewohnheit: Fahre vor jedem Tauchgang beim Buddy-Check mit der Hand die Schlauchführung ab, vom Anschluss an der Flasche bis zum Mundstück. Dein Körper speichert den Weg, und im Ernstfall greift deine Hand fast von allein an die richtige Stelle. Dazu gehört auch ein sauber befestigter Reserve-Regler, damit nicht noch ein zweiter Schlauch pendelt.
Ruhig bleiben und gleichmäßig ausatmen. Dann holst du den Regler mit der Methode zurück, die du in der Ausbildung gelernt hast, setzt ihn ein und spülst ihn frei. Beide gängigen Verfahren, Sweep und Tank-Lift, stehen auf der NOAA-Checkliste [1].
Ja, kontinuierlich. Wer die Luft anhält und dabei auch nur wenige Meter aufsteigt, riskiert Lungenüberdruck [3]. Ein sanftes „Aaa" oder Summen ist ein bewährter Trick, damit der Ausatmungsstrom nicht abreißt.
Beim Sweep fährst du mit dem Arm in einem Bogen am Körper entlang und fängst den Schlauch ein. Beim Tank-Lift greifst du über die Schulter an die Flasche und hebst sie leicht an, bis der Regler zu dir fällt [1]. Dein Instructor zeigt dir beides.
Nicht hektisch aufsteigen. Signalisiere deinem Buddy, dass du Luft brauchst, und nutze seine Alternative. Das üben Taucher als eigene Fertigkeit mit Instructor. Ein Notaufstieg ist das letzte Mittel: Bei Gasembolie-Todesfällen war er in 96 % der Fälle beteiligt [2].
Kontrollierter Abstieg: Abtauchen ohne Ohrenschmerzen — [object Object]