Fallratenkontrolle: Schneller und langsamer fallen

Fallratenkontrolle im Freifall: Wie du über die Körperhaltung schneller oder langsamer fällst, um mit anderen auf Höhe zu bleiben, und was die USPA verlangt.

Sportart: Skydiving · Level: Fortgeschritten

Einleitung

Die ehrliche Antwort vorweg: Deine Fallrate ist die Geschwindigkeit, mit der du fällst, und du veränderst sie über die Körperhaltung [2]. Wer mit anderen springt, muss sie anpassen, damit alle auf derselben Höhe bleiben. Fällst du zu schnell, schießt du an der Gruppe vorbei. Fällst du zu langsam, bleibst du über ihr hängen.

Als Faustwert rechnet die USPA mit einer durchschnittlichen Endgeschwindigkeit von 120 mph (etwa 190 km/h), also etwa so schnell, wie ein schneller Zug fährt [1]. Die ersten 1.000 ft dauern dabei etwa 10 Sekunden, jede weiteren 1.000 ft etwa 5 Sekunden [1]. In der Fachliteratur wird der Bereich der vertikalen Geschwindigkeit im Sport mit 110 bis 500 km/h angegeben, je nach Disziplin [5].

Fallratenkontrolle ist für Anfänger eine Frage der Sicherheit: Die Geschwindigkeitsunterschiede zwischen zwei Springern können nach USPA über 150 mph betragen [6]. Dieser Guide erklärt die Grundidee und die Standards. Üben tust du mit Coach oder im Windkanal.

Was du brauchst

Schritt für Schritt

1. Neutral als Nullpunkt

Alles beginnt in der neutralen Lage: Becken vor, Beine leicht gestreckt, Arme entspannt [2]. Von hier aus gehst du nach unten (schneller) oder nach oben (langsamer). Meilenstein: Du kannst die neutrale Lage 10 Sekunden halten, ohne zu steigen oder zu sinken, gemessen daran, wie sich dein Coach relativ zu dir bewegt.

2. Nach unten, also schneller

Die USPA beschreibt es so: Du drückst die Hüfte nach vorn, hebst das Kinn und hebst Schultern und Knie an, um Luft abzulassen [2]. Dadurch wirst du schmaler und fällst schneller. Du machst es nur so lange, bis du auf Höhe bist. Dann zurück zur neutralen Lage.

3. Nach oben, also langsamer

Für langsameres Fallen machst du dich breiter: Wirbelsäule runden, Knie weit und tief, Schultern und Brust einrunden, Arme ausstrecken und leicht nach unten drücken. Die Beine bleiben neutral [2]. Du fängst damit mehr Luft und sinkst langsamer.

4. Start – Coast – Stop

Wie beim Drehen beginnst du die Bewegung (Start), gehst zurück in die neutrale Lage und lässt den Schwung laufen (Coast), und bei Bedarf stoppst du mit der Gegenbewegung (Stop) [2]. Wer in der Bewegung hängen bleibt, schießt über das Ziel hinaus. Meilenstein: Du bleibst nach einem Level-Ausgleich ruhig auf der Höhe deines Coaches.

5. Der Standard in der Ausbildung

Die USPA fordert in Kategorie G, dass du aus einem Abstand von 6 ft (etwa 1,8 m) nach oben und nach unten auf Coach-Höhe kommst, jeweils mit Start-Coast-Stop. Anschließend dockst du mit einem Höhenausgleich von 5 ft (etwa 1,5 m) [2]. Später lernst du, durch eine angepasste neutrale Lage die Fallrate anderer für den ganzen Sprung anzugleichen [2].

Häufige Fehler

Sicherheitshinweise

Das erklärt und motiviert, es ersetzt kein betreutes Training. Mit anderen Springern in der Luft ist Üben ohne Coach tabu.

Pro-Tipp

Verändere die Fallrate mit der Brust, nicht mit den Armen allein. Die USPA beschreibt beim Langsamer-Werden ein Einrunden von Schultern und Brust und beim Schneller-Werden ein Anheben von Schultern und Knien [2]. Wer die Brust bewusst bewegt, ändert seine Fallrate sauber, ohne die Arme zu stark zu benutzen. Das ist auch die Basis für spätere Disziplinen, in denen die Hände Aufgaben haben (Praxiserfahrung).

FAQ

Was ist die Fallrate beim Fallschirmspringen?

Die Fallrate ist die Geschwindigkeit, mit der du fällst, und sie lässt sich über die Körperhaltung erhöhen oder verringern [2]. Als Faustwert rechnet die USPA mit 120 mph, etwa 190 km/h, für den Freifall in Bauchlage [1].

Wie fällt man schneller oder langsamer?

Schneller wirst du durch eine schmalere Haltung: Hüfte vor, Kinn hoch, Schultern und Knie anheben. Langsamer durch mehr Fläche: Wirbelsäule runden, Knie weit, Brust einrunden, Arme leicht nach unten drücken [2]. Üben solltest du das mit einem Coach.

Wann lernt man Fallratenkontrolle?

In der USPA-Ausbildung kommt sie in Kategorie G, wo du aus 6 ft Abstand nach oben und unten auf Coach-Höhe kommst [2]. Im DFV-System gehören Techniken zur Fallratenanpassung zur Lehrerausbildung [4].

Beeinflusst die Kleidung die Fallrate?

Ja. Nach der USPA erhöht ein enger Anzug die Fallrate, ein weiter verlangsamt sie [3]. Gerade bei Sprüngen mit Gruppen ist das ein Grund, den Anzug mit dem Coach abzustimmen.

Schritt für Schritt

  1. Neutral als Nullpunkt: Becken vor, Beine leicht gestreckt, Arme entspannt, Höhe zum Coach beobachten.
  2. Schneller werden: Hüfte vor, Kinn hoch, Schultern und Knie anheben.
  3. Langsamer werden: Rücken runden, Knie weit, Brust einrunden, Arme leicht nach unten drücken.
  4. Start, Coast, Stop: Bewegung beginnen, in Neutral ausrollen, bei Bedarf mit Gegenbewegung stoppen.
  5. Auf Höhe kommen: Aus 6 ft Abstand nach oben und unten auf Coach-Höhe kommen, dann annähern.

Key Takeaways

Nächster Guide

Vorwärts und rückwärts fliegen im Freifall — [object Object]

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