Bergschwung auf Ski: aus der Schrägfahrt bergwärts andrehen, ausgleiten lassen und anhalten – der Baustein, der Schwünge und Tempo-Kontrolle verbindet.
Beim Bergschwung drehst du aus der Schrägfahrt mit parallelen Ski bergwärts, bis du stehst: Die Ski drehen sich über die Falllinie hinweg in Richtung Hang und bremsen dich ab. Er ist der erste Schwung, bei dem du das Tempo selbst steuerst, ohne den Pflug.
Warum lohnt sich das? Weil er die Bausteine des Parallelschwungs in kleiner Form enthält: Andrehen der Ski, Kante und Druck auf dem Talski, ruhiger Oberkörper. In den Lehrprobenthemen für Skilehrer tauchen genau diese Elemente unter „Kurvensteuern verbessern“ auf: Kantbewegungen variieren (Fuß-, Knie- und Hüftkippen) und Oberkörperausgleich [1]. Die Bezeichnung „Bergschwung“ selbst steht in den von mir gelesenen DSLV-Auszügen nicht – die Technikbeschreibung hier ist Praxis aus der Skilehrmethodik, die Bausteine sind belegt.
Wie schwer ist es? Wenn du die Schrägfahrt sicher kannst, ist der Bergschwung in ein, zwei Übungseinheiten lernbar – das ist Erfahrung, keine Studiengröße.
Fahr eine ruhige Schrägfahrt: bergseitig aufgekantet, Talski belastet, Schultern talwärts. Meilenstein: du fährst 20 Meter sauber quer.
Aus der Schrägfahrt drehst du die Beine bergwärts. Die Knie wandern in den Hang, die Fußspitzen folgen, der Oberkörper bleibt ruhig und schaut talwärts. Die Ski bleiben parallel. Du lässt den Schwung nicht mit dem Oberkörper entstehen, sondern mit den Beinen.
Die Ski drehen sich über die Spur bergwärts und verlieren Tempo. Du behältst die Kante, aber nimmst keinen Druck weg. Schau auf einen Punkt am Hang vor dir, nicht auf deine Skispitzen. Das Rutschen beim Drehen ist hier erwünscht: Es ist die Bremse.
Du rutschst bergwärts aus, bis du still stehst. Die Ski stehen quer zum Hang oder leicht bergwärts. Nach dem Halt schaust du hangauf und hangab, bevor du weiterfährst [4]. Meilenstein: fünf Bergschwünge in Folge, jedes Mal ohne Hilfe zum Stehen.
Dreh bergwärts, ohne dass die Ski seitlich wegrutschen: Der Ski läuft in der Kurve „auf der Spur“. Das ist schwerer und kommt später.
Bei höherem Tempo und mit bewusster Kante fährst du den Bogen bergauf, ohne zu rutschen. Das bereitet das Carven vor.
Fix: Beine drehen, Oberkörper ruhig, Tempo vorher drosseln.
Geh in den Hang statt in die Hocke. Drehe die Knie aktiv bergwärts, als wolltest du mit den Kniescheiben einen Pistenpfosten ansteuern. Das richtet die Beine aus, ohne dass der Oberkörper mitdreht.
Ein Übungsplan für eine Einheit (Praxis, ohne Studienbeleg):
Wer den Bergschwung kontrolliert beherrscht, hat die Basis für jeden Schwung, bei dem du Tempo kontrollieren willst.
Ein Schwung, bei dem du aus der Schrägfahrt mit parallelen Ski bergwärts drehst, bis du stehen bleibst. Die Ski drehen über die Falllinie hinweg in den Hang und bremsen dich dabei ab.
Zuerst die Schrägfahrt sicher beherrschen, dann die Beine aus der Schrägfahrt bergwärts drehen, den Oberkörper ruhig halten und ausrutschen lassen, bis du stehst. Kante und Druck bleiben auf dem Talski [1].
Das Rutschen ist beim Bergschwung gewollt – es ist die Bremse. Rutschst du unkontrolliert, hast du zu viel Tempo oder zu wenig Kante. Dann wählst du einen flacheren Hang [2].
Der Hockey-Stop bremst abrupt quer zur Fahrtrichtung. Der Bergschwung führt den Bogen bergwärts aus und bremst über die Kurve. Dein Tempo entscheidet, welche Variante sicherer ist.
Girlanden: Der Rhythmus-Trainer vor dem ersten richtigen Schwung — [object Object]