Arm Drag im Ringen lernen: Wrist und Trizeps greifen, Winkel nehmen, hinter den Partner gelangen. Mit UWW-Wertung, Ellbogen-Schutz und Meilensteinen.
Die ehrliche Antwort: Ein Arm Drag ist ein Griff, bei dem du den Arm deines Partners quer an deinem Körper vorbeiziehst und seitlich trittst, sodass du hinter ihm landest. Er ist einer der sichersten Wege, aus dem Handkampf in den Rücken zu kommen, weil dein Partner dabei nicht fällt, sondern sich nur dreht.
Im Regelwerk der UWW lohnt sich das: Wer den Gegner überwindet und dann durch Hintergelangen kontrolliert, bekommt 2 Punkte, sobald drei der sieben möglichen Kontaktpunkte (Hände, Knie, Kopf, Ellenbogen) gleichzeitig die Matte berühren [1]. Das Hintergelangen aus dem Stand ist also ein echtes Ziel, kein Beiwerk.
Und er hat einen Preis, den du kennen solltest: den Ellenbogen. Unter Ringern machen Ellenbogenverletzungen 7,2 % aller Verletzungen aus, wobei Instabilität des Ellenbogens, darunter Innenbandverletzungen, zu den häufigen Formen zählt [2]. Ein ruckartiger Zug über den Ellenbogen hinaus ist also kein Mut, sondern ein Risiko. Wer den Arm Drag lernt, lernt ihn ellenbogenschonend.
Mit Handkampf oder Collar Tie bringst du den Partner dazu, einen Arm zu strecken oder zu stützen. Der Arm Drag braucht einen Arm, der da ist. Wer nichts anbietet, bekommt nichts. In Wettkämpfen wird überwiegend im Stand gerungen: In einer Analyse der Weltmeisterschaft 2019 (Männer, drei Gewichtsklassen im Freistil) wurde länger im Stand als am Boden gerungen [4]. Der Stand ist also der Ort, an dem der Arm Drag lebt.
Eine Hand greift das Handgelenk, die andere den Trizeps knapp über dem Ellenbogen. Beide Griffe sind offen und aktiv. Das Verschränken der Finger zum Blockieren ist verboten [1]. Meilenstein: Du greifst Handgelenk und Trizeps 5-mal hintereinander gegen einen Partner, der nur steht.
Du ziehst den Arm diagonal an deinem Körper vorbei und trittst mit dem äußeren Fuß zur Seite. Dein Kopf geht auf die Seite des gezogenen Arms. Stell dir eine Tür vor, die du aufziehst: Sie schwingt in einem Bogen, nicht in einem Ruck. Der Zug geht nie über den Ellenbogen hinaus. Das Verdrehen von Armen um mehr als 90 Grad ist im UWW-Regelwerk verboten [1].
Die Hüfte folgt dem Zug, deine Brust liegt an seiner Flanke oder seinem Rücken. Der Arm bleibt unter deiner Kontrolle, bis du sicher stehst. Meilenstein: Du kommst hinter den Partner, ohne dass er sich mitdreht, 3-mal sauber.
Du schließt die Hüfte und kontrollierst ihn von hinten. Erst jetzt entscheidest du, ob du absicherst oder weiterarbeitest. Im UWW-Regelwerk zählt das Hintergelangen mit Kontrolle 2 Punkte [1].
Übe in drei Stufen: kooperativ, mit leichtem Widerstand, dann frei. Erst wenn du die erste Stufe 3-mal sauber schaffst, gehst du weiter.
Der Arm Drag sieht sauber aus, aber der Arm deines Partners ist das Werkzeug. Bei den Olympischen Spielen 2016 und 2020 waren die meisten Verletzungen leichte Hautverletzungen im Kopf- und Gesichtsbereich im Stand, und die häufigsten schweren Verletzungen waren Ausrenkungen der oberen Gliedmaßen [5]. Zugleich machen Schulter- und Ellenbogenverletzungen zusammen 21,2 % aller Ringerverletzungen aus [2]. In einer Auswertung der NCAA-Daten waren das Bewegungssystem und der Kopf bei Wettkämpfen die verwundbarsten Bereiche [3].
Dosier den Zug, besonders gegen leichtere oder neue Partner. Wenn dein Partner „stopp" sagt oder zusammenzuckt, lässt du sofort los. Das ersetzt kein betreutes Training: Lern den Arm Drag mit einem Trainer.
Der Arm Drag gelingt nicht am Arm, sondern am Kopf. Wenn dein Kopf auf der Zugseite bereits hinter dem Arm deines Partners ist, folgt der Rest fast von selbst. Wer den Kopf zuletzt bringt, kommt zu spät.
Ein Griff, bei dem du den Arm des Partners quer an deinem Körper vorbeiziehst, seitlich trittst und hinter ihm landest. Er dient dazu, aus dem Handkampf in den Rücken zu kommen.
Im UWW-Regelwerk gibt es 2 Punkte für das Überwinden und Kontrollieren des Gegners durch Hintergelangen, wenn drei der sieben Kontaktpunkte gleichzeitig die Matte berühren [1].
Er kann es sein, wenn der Zug ruckartig über den Ellenbogen hinausgeht. Ellenbogenverletzungen machen rund 7 % der Ringerverletzungen aus [2]. Mit sauberem, querem Zug und Trainer bleibt das Risiko überschaubar.
Nein. Er braucht Winkel, Timing und einen Reiz. Ein kräftiger Griff schadet nicht, aber die Hüfte und der Seitschritt entscheiden.
Snap Down im Ringen: Oberkörper nach unten bringen, ohne am Nacken zu reißen — [object Object]