Sasae-tsurikomi-ashi im Judo lernen: Timing beim Schritt von Uke, Block am Knöchel, Zug-Hebe-Aktion und sichere Landung. Mit Meilensteinen und Sicherheit.
Die ehrliche Antwort: Sasae-tsurikomi-ashi ist ein Fußwurf, bei dem du Ukes Knöchel mit der Fußsohle abstoppst, während deine Hände ihn in einer ziehenden und hebenden Bewegung nach vorn-seitlich über diese Sperre drehen. „Sasae" heißt stützen oder abstoppen, „tsurikomi" ziehen und anheben, „ashi" Fuß. Der Deutsche Judo-Bund führt Sasae-tsurikomi-ashi unter den Fußtechniken (Ashi-waza) des Grundprogramms und nennt ihn zum ersten Mal im Programm für den 5. Kyu (orange Gürtel) [1].
Das ist ein ehrlicher Hinweis auf die Schwierigkeit: Der Wurf braucht kein Kraftpaket, sondern Timing. Du triffst den Moment, in dem Uke den Fuß aufsetzt und sein Gewicht darüberschiebt. Wer zu früh blockt, trifft Luft, wer zu spät blockt, hat einen Uke, der längst weitergegangen ist.
Im Regelwerk gilt: Ippon gibt es nur, wenn Uke mit großer Geschwindigkeit und Kraft auf den Rücken geworfen wird und der Fall kontrolliert bleibt [2]. Auch beim Training gilt: Der Wurf endet erst mit der Landung. Rechne mit mehreren Wochen, bis Timing und Block zusammenpassen (Erfahrungswert, keine Studie).
Eine Hand am Revers, die andere am Ärmel. Ihr geht leicht im Kreis, du führst mit den Händen. Meilenstein: Du erkennst, wann Uke den Fuß aufsetzt.
Der Wurf wird gesetzt, wenn Uke nach vorn tritt und das Gewicht auf den Vorderfuß legt. In diesem Moment machst du die Zug-Hebe-Bewegung. Messungen an Seoi-nage, Harai-goshi und O-soto-gari (also TRANSFER) fanden in der Kuzushi-Phase einen Widerstand von Uke gegen den Zug. Ein kurzer, scharfer Zug mit der Zughand kann Uke für den Einstieg kurz „einfrieren“ [3]. Meilenstein: Du erwischst das Timing in fünf von zehn langsamen Versuchen.
Beide Hände ziehen im Bogen nach vorn-seitlich und leicht nach oben (daher „tsurikomi"). Uke steht auf den Zehen. Meilenstein: Uke kann sein Standbein kaum entlasten.
Dein Block liegt an Ukes Knöchel des Vorderfußes, nicht höher am Gelenk und nie als Tritt. Die Sohle liegt weich an, der Block ist eine Stütze. Meilenstein: In einem Uchikomi ohne Wurf bleibt dein Fuß ruhig.
Der Zug dreht Uke über den Block. Du begleitest ihn mit der Zughand bis zur Landung. Erst mit Trainerfreigabe wirfst du. Meilenstein: Uke landet kontrolliert, du bleibst aufrecht.
Bei Sasae-tsurikomi-ashi wird Uke nach vorn gedreht. Zur Orientierung ein Befund aus einer Dummy-Studie mit einem Schulterwurf (Seoi-nage), also kein Sasae, aber ebenfalls ein Wurf nach vorn: Berührte der Kopf zuerst die Matte, wirkte der größte Druck auf den Nacken [5]. Eine Übersicht von 16 Studien zeigt dagegen, dass sauberes Ukemi die Belastung des Kopfes bei der Landung reduziert, und zwar auf Werte unterhalb der Verletzungsschwelle [4]. Dein Partner muss die Fallschule also sicher beherrschen.
Praktisch heißt das: Im Uchikomi fällt niemand, danach folgt der langsame Wurf mit Trainer. Du blockst mit weicher Sohle und nie als Stoß gegen den Knöchel. Wirft Uke nicht kontrolliert, brichst du ab. Die Fallschule trainierst du getrennt vom Wurf. Dieser Guide erklärt und motiviert, er ersetzt kein betreutes Training.
Der Wurf ist ein Zug, der einen Fuß als Drehpunkt benutzt, kein Fußtritt. Wenn du dir vorstellst, Uke an einer Tür aufzuhängen, deren Scharnier sein Knöchel ist, siehst du, warum der Zug-Hebe-Teil so wichtig ist. Übe die Hände ohne Fuß: zehnmal ziehen und anheben, bis Uke auf den Zehen steht. Erst dann kommt der Fuß dazu.
So baust du es in die Woche ein: Übe zweimal pro Woche fünf Minuten Uchikomi ohne Wurf, zehn Wiederholungen pro Seite. Wirf erst, wenn der Trainer zusieht. Das ist Erfahrungswert, keine Studie.
„Sasae" heißt stützen, „tsurikomi" ziehen und anheben, „ashi" Fuß. Im Deutschen wird er oft „Fußstopp-Zugwurf" genannt. Der DJB führt ihn im Grundprogramm der Fußtechniken, erstmals für den 5. Kyu [1].
Hiza-guruma blockiert am Knie, Sasae-tsurikomi-ashi am Knöchel, mit betonter Zug-Hebe-Aktion. Beide sind eng verwandt. Der DJB nennt die Verwechslung als Prüfungsbeispiel, das nicht ins Gewicht fallen soll [1].
Ja, der DJB ordnet ihn dem Grundprogramm bis zum 4. Kyu zu [1]. Voraussetzung sind sicheres Ukemi und ein Trainer, der zusieht. Starte mit Uchikomi und gehe nur kontrolliert zum Wurf.
Rechne mit mehreren Wochen für Timing und Block. Das ist ein Erfahrungswert, keine Studie. Im Randori, also im freien Kampf, braucht er deutlich länger.
Dann stimmt meist das Kuzushi oder das Timing, nicht die Kraft. Geh zurück ins Uchikomi, prüfe, ob Uke wirklich auf den Zehen steht, und frag deinen Trainer nach einer Rückmeldung. Mehr Kraft einzusetzen verschlimmert den Fehler meist nur (Erfahrungswert, keine Studie).
Koshi-guruma: Das Hüftrad im Judo mit Fallschule und Aufsicht lernen — [object Object]