Block im Handball lernen: So stellst du dich mit erhobenen Armen in die Wurfbahn, arbeitest mit dem Torwart zusammen und schützt dabei deine Finger.
Beim Block stellst du dich als Abwehrspieler mit erhobenen Armen in die Wurfbahn eines Rückraumwurfs, fängst den Ball mit Händen und Armen ab oder lenkst ihn ab. Das Regelwerk erlaubt dir, den Ball mit Händen, Armen, Kopf, Rumpf, Oberschenkeln und Knien zu stoppen [1]. Mit dem Fuß oder dem Unterschenkel darfst du den Ball nur berühren, wenn er dir vom Gegner zugeworfen wird [1].
Die ehrliche Antwort auf „Bringt ein Block überhaupt etwas?": Er verändert den Wurf, auch wenn er ihn nicht jedes Mal stoppt. Bei 119 Handballern sank im Sprungwurf die Ballgeschwindigkeit mit dem Grad des Gegnerdrucks (ohne Gegner, mit Torwart, mit Torwart und Abwehrspieler) [2]. Und Torhüter nutzen laut einer Interviewstudie mit 6 Experten die Blockposition als Hinweis, um den Wurf vorherzusagen [3].
Wie lange es dauert, bis du im Block sicher stehst, hängt von deinem Ausgangsniveau ab. Eine belastbare Studienzahl dazu gibt es nicht, das ist Trainererfahrung.
Ein guter Block ist ein Teil der Torwartarbeit, kein Konkurrent.
Stell dich in Grundstellung und heb beide Arme über den Kopf, Ellbogen leicht gebeugt, Hände etwa schulterbreit, Finger leicht gespreizt. Die Hände zeigen zur Decke, die Handflächen zum Werfer (Praxis-Standard). Meilenstein: Du kannst die Haltung 30 Sekunden halten, ohne dass die Schultern hochziehen.
Ein Werfer wirft aus 9 Metern langsam auf dich. Du bleibst mit beiden Füßen am Boden und stellst die Hände in die Wurfbahn. Schau auf den Ball, nicht weg. Meilenstein: Du triffst 7 von 10 sanften Würfen mit den Händen, ohne dich wegzudrehen.
Sprich mit dem Torwart ab: Der Block deckt eine Seite, der Torwart die andere. Welche Seite wer übernimmt, legt ihr im Team vorher fest (Praxis). Meilenstein: Dein Torwart sagt dir, auf welcher Seite er sich wohlfühlt, und der Block passt dazu.
Ist der Werfer in der Luft, springst du mit ihm mit, nicht davor. Der Block entsteht, wenn der Wurfarm nach vorn kommt. Ein früher Sprung lässt dich im Fall landen, bevor der Ball kommt. Meilenstein: 6 von 10 Würfen blockst du im Sprung, ohne zu früh zu springen.
Ob der Ball abgeprallt ist oder nicht: Sofort umschalten. Dreh dich zum Ball, suche den Rebound und geh in die Abwehrhaltung zurück. Meilenstein: Du bist in jedem Durchgang nach dem Block wieder in Grundstellung.
Beim Block geht ein hart geworfener Ball auf Hände und Gesicht. Die Finger sind die erste Schwachstelle: In einer Befragung unter 296 jugendlichen Kaderspielern meldeten 42 % mindestens eine Hand- oder Handgelenkverletzung pro Saison, am häufigsten an den mittleren Fingergelenken (47 %) und am Daumen (29 %) [5]. Bei 580 Verletzungen im Männerprofi-Handball (nur Ausfälle von mehr als 7 Tagen) entstanden Kopfverletzungen zu 87,5 % durch direkten Kontakt [6]. Wegschauen macht es nicht besser.
Auch der Werfer ist gefährdet. Die Regeln verbieten Treffer auf Kopf, Hals und Nacken, hartes Schlagen auf Rumpf oder Wurfarm und das Hineinspringen in einen Gegner [1]. Bei der WM 2015 trafen Angreifer im Sprungwurf mit dem Knie am häufigsten verletzte Verteidiger (5 Fälle), und umgekehrt trafen Verteidiger häufig den Wurfarm des Angreifers [4]. Dieser Guide erklärt und motiviert, er ersetzt kein betreutes Training und keinen Trainer.
Blocke nicht die Mitte, sondern eine Ecke. Wenn du die gefährlichere Ecke zumachst und der Torwart die andere übernimmt, entsteht eine klare Aufteilung statt zweier Menschen für dasselbe Eck. Das ist Praxiserfahrung, keine Studie. Ein Hinweis aus den Daten: Die obere linke Torecke war bei der WM 2015 die am schwersten zu haltende (17 % Paraden, bei durchweg rechtshändigen Torhütern) [7].
Ein Abwehrspieler stellt sich mit erhobenen Armen in die Wurfbahn eines Rückraumwurfs, um den Ball zu stoppen oder abzulenken. Der Block kann einzeln oder als Kollektivblock mit dem Torwart gestellt werden.
Nur wenn der Ball dir vom Gegner zugeworfen wurde. Sonst ist die Berührung mit Fuß oder Unterschenkel nicht erlaubt. Mit Händen, Armen, Kopf, Rumpf, Oberschenkeln und Knien darfst du immer blocken [1].
Er kann. Torhüter nutzen die Blockposition als Hinweis, um den Wurf vorherzusagen. Das berichtet eine Interviewstudie mit 6 Experten [3]. Sprecht vorher ab, wer welche Seite deckt.
Hände offen, Finger leicht gespreizt, aber nicht steif. Wärm die Finger vor dem Training auf und lass Schwellungen oder Fehlstellungen untersuchen [5].
Sperre setzen im Handball: Raum schaffen, ohne ein Foul zu riskieren — [object Object]