Puttgriff lernen: Reverse Overlap, Cross-Handed, Claw und Arm-Lock

Puttgriff beim Golf: So baust du den Reverse-Overlap-Griff auf, testest Cross-Handed und Claw gegen unruhige Hände und bleibst regelkonform.

Sportart: Golf · Level: Anfänger

Einleitung

Der Standard-Puttgriff heißt Reverse Overlap: Der Zeigefinger deiner Führhand liegt über den Fingern deiner Schlaghand, beide Handflächen zeigen zueinander. Ein bewiesen bester Puttgriff existiert aber nicht. Wichtig ist, dass deine Hände und Handgelenke ruhig bleiben und die Schlagfläche zum Ziel zeigt.

Die ehrliche Antwort: Eine kleine Studie mit sieben Anfängern fand, dass die Augen- und Kopfbewegungen mit Cross-Hand-Griff (Führhand unten) und einhändigem Griff kleiner waren als mit dem konventionellen Griff, und dass Cross-Hand aus etwa 2,7 Metern (9 Fuß) häufiger traf [1]. Mit sieben Probanden sagt das nichts über alle Golfer, es ist ein Grund zum Ausprobieren, kein Beweis.

Warum zählt der Griff trotzdem? Bei 71 Elitespielern erklärte die Schlagfläche am Treffpunkt 80 Prozent der Richtungsstreuung eines Putts, die Schwungbahn nur 17 Prozent [3]. Wenn die Fläche so wichtig ist, soll der Griff vor allem verhindern, dass sie sich im Schlag verdreht.

Und die Regeln? Beim Putten ist nur ein Griff verboten: das Verankern des Putters am Körper [2]. Alle Varianten in diesem Guide sind erlaubt, solange du sie richtig ausführst.

Alle Beschreibungen gelten für Rechtshänder, Linkshänder spiegeln. „Führhand“ ist die linke Hand.

Was du brauchst

Schritt für Schritt

1. Konventionell: Führhand oben

Halte den Putter in den Handflächen, nicht tief in den Fingern. So bleiben die Handgelenke ruhiger (Praxis-Erfahrung). Die Daumen liegen flach auf dem Griffrücken. Der Griff selbst ist beim Putter oben flach.

Meilenstein: Du hältst den Putter locker, und er kippt nicht.

2. Reverse Overlap schließen

Der Zeigefinger der Führhand streckt sich und liegt über den Fingern der Schlaghand. So verbindest du beide Hände zu einer Einheit. Beide Handflächen zeigen zueinander, wie beim Beten.

3. Druck einstellen

Greife weich, etwa 3 bis 4 von 10. Das ist eine Faustregel aus dem Training, keine gemessene Zahl. Das Pendel soll aus Schultern und Oberkörper kommen, nicht aus den Händen.

4. Zehn Putts mit Handyvideo

Putte zehn Mal aus einem Meter und filme dich von vorn. Wenn sich im Video die Handgelenke knicken oder die Schlagfläche zur Seite dreht, ist der Griff noch nicht ruhig.

Meilenstein: Handgelenke bleiben im Video ruhig, Schlagfläche zeigt bei jedem Putt zum Ziel.

5. Alternativen testen

Probiere je 20 Putts aus 1 und 3 Metern mit diesen Varianten und notiere, wie viele fallen:

Meilenstein: Du kennst nach 20 Putts je Variante die Zahl deiner Treffer. Nimm die Variante mit ruhigeren Händen und mehr Treffern.

Häufige Fehler

Sicherheitshinweise

Der Puttgriff ist harmlos. Zwei Dinge sind trotzdem wichtig. Erstens die Regeln: Verankern wird mit der allgemeinen Strafe geahndet [2]. Es zählt nur das gezielte Halten gegen den Körper, bloßes Berühren von Kleidung oder Körper ist erlaubt [2]. Zweitens der Körper: Bei einem sehr langen oder sehr kurzen Putter beugst du dich stark und lange. Merkst du Schmerzen in Rücken oder Nacken, mach Pause und lass dich beraten. Dieser Guide ersetzt keinen PGA-Pro oder DGV-Trainer.

Pro-Tipp

Lege ein Handy-Video so an, dass du den Putterkopf bis zum Ende des Durchschwungs siehst. Pausiere auf dem Moment des Treffens. Die Schlagfläche sollte in dem Moment genauso zum Ziel zeigen wie beim Ansprechen. Dieser Bild-Vergleich ist die billigste Rückmeldung, die du dir geben kannst.

FAQ

Was ist der beste Puttgriff beim Golf?

Einen bewiesen besten Puttgriff gibt es nicht. Eine kleine Studie mit sieben Anfängern sah mit Cross-Hand-Griff weniger Augen- und Kopfbewegung und aus 2,7 Metern mehr Treffer als mit konventionellem Griff [1]. Teste Reverse Overlap, Cross-Handed und Claw je 20 Putts und nimm den mit ruhigeren Händen.

Was ist der Reverse-Overlap-Griff?

Beim Reverse Overlap liegt der Zeigefinger der Führhand über den Fingern der Schlaghand, beide Handflächen zeigen zueinander. Er ist der klassische Puttgriff. Er verbindet beide Hände zu einer Einheit und hält die Handgelenke ruhig, das ist Erfahrungswissen, kein Studienergebnis.

Ist der Claw-Griff erlaubt?

Ja. Beim Putten ist nur das Verankern am Körper verboten [2]. Der Claw-Griff, bei dem die Schlaghand den Putter von oben umfasst, ist nicht verankert und deshalb regelkonform. Achte darauf, dass keine Hand und kein Unterarm gegen den Körper gepresst wird.

Darf ich einen Arm-Lock-Putter benutzen?

Ja, wenn du ihn richtig hältst. Erlaubt ist, den Griff oder die Hand gegen die andere Hand oder den Unterarm zu halten. Verboten ist, den Unterarm gegen den Körper zu pressen, um die Hand als Stützpunkt zu nutzen [2]. Berühren ohne Pressen ist nicht strafbar.

Wie fest soll ich den Putter halten?

Locker, etwa 3 bis 4 von 10. Das ist eine Faustregel aus dem Training. Der Putter darf nicht wackeln, aber die Unterarme dürfen auch nicht hart werden. Das Pendel kommt aus Schultern und Oberkörper.

Schritt für Schritt

  1. Konventionell: Führhand oben: Putter in den Handflächen statt tief in den Fingern halten, Daumen flach auf dem Griffrücken. Meilenstein: Du hältst den Putter locker, ohne dass er kippt.
  2. Reverse Overlap schließen: Der Zeigefinger der Führhand liegt über den Fingern der Schlaghand. Beide Handflächen zeigen zueinander.
  3. Druck auf 3 bis 4 von 10: Weich greifen, Handgelenke ruhig, Pendel kommt aus den Schultern.
  4. Zehn Putts mit Handyvideo: Zehn Putts aus 1 Meter, von vorn filmen. Meilenstein: Handgelenke bleiben im Video ruhig, Schlagfläche zeigt zum Ziel.
  5. Alternativen testen: Je 20 Putts aus 1 und 3 Metern mit Cross-Handed und Claw. Griff behalten, bei dem die Hände ruhiger sind und mehr Putts fallen.

Key Takeaways

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