Lob Shot lernen: Hoch und weich mit dem Lob-Wedge

Lob Shot im Golf: So öffnest du die Fläche, schwingst voll durch und landest weich – und wann der hohe Schlag das Risiko für dich nicht wert ist.

Sportart: Golf · Level: Fortgeschritten

Einleitung

Der Lob ist ein hoher, weicher Annäherungsschlag mit dem Lob-Wedge: Der Ball fliegt steil nach oben und bleibt nach der Landung schnell liegen. Er ist ein Risikoschlag und lohnt nur, wenn ein Hindernis oder eine kurze Fahne ihn braucht.

Die ehrliche Antwort auf „Wie spiele ich den Lob?“ lautet: Mit offener Fläche und vollem Schwung. Wissenschaftlich belegt ist dazu wenig. Ich habe keine Studie zum Lob-Wedge gefunden. Belegt sind einzelne Bausteine. Der Ausroll nach der Landung hängt von der Startgeschwindigkeit, dem Auftreffwinkel, dem Rückwärtsdrall und der Härte des Grüns ab [2]. Beim Pitchen (kurze Annäherung) messen Forscher Anstellwinkel, Flächenwinkel und „dynamischen Loft“, also den Loft, den die Fläche im Treffmoment wirklich hat [1].

Warum „Risiko“? Ein hoher Schlag hat weniger Fehlertoleranz (Lehrpraxis, nicht belegt): Triffst du den Ball dünn, fliegt er flach und weit über das Grün. Triffst du den Boden zu früh, bleibt er kurz. Beim flachen Bump & Run ist der Fehlerspielraum größer.

Der Schlag gehört deshalb in die Kategorie „Gutes Werkzeug, aber nicht das Standardwerkzeug“.

Alle Beschreibungen gelten für Rechtshänder, Linkshänder spiegeln.

Was du brauchst

Schritt für Schritt

1. Lage prüfen

Der Lob verlangt, dass der Ball locker auf dem Gras liegt. Sitzt er tief im Rough oder auf hartem Boden, ist er kaum spielbar. Schau, ob ein Hindernis den flachen Schlag verhindert (Bunker, Graben, Hang).

Meilenstein: Du kannst begründen, warum hier ein Lob nötig ist.

2. Fläche zuerst öffnen

Öffne die Schlagfläche, bevor du greifst, so dass sie nach rechts zeigt. Greife dann, die Fläche bleibt offen. Der Stand ist leicht offen, der Ball mittig bis vorn. Das ist Lehrpraxis. Übe das Öffnen zuerst ohne Ball: Schläger vor dich halten, Fläche öffnen, greifen, und im Spiegel oder auf dem Video prüfen, dass die Fläche offen bleibt.

3. Vollen Schwung wagen

Der Schwung ist länger als beim Pitch, Rückschwung und Durchschwung gleich lang. Die offene Fläche nimmt Loft dazu und verkürzt die Flugweite. Dazu passt die Messung des „dynamischen Lofts“ in Pitch-Studien [1]. Wer aus Angst bremst, trifft den Boden oder den Ball halb.

4. Fläche zum Himmel halten

Im Durchschwung zeigt die Schlagfläche nach oben. Rolle die Hände nicht über. Das hält den Loft im Treffmoment hoch.

Meilenstein: Fünf Bälle in Folge landen innerhalb von 3 Metern um eine Zielmarke (Richtwert aus dem Training).

5. Landetabelle bauen

Schlage je zehn Bälle aus 10, 15 und 20 Metern auf dieselbe Marke und notiere den mittleren Landepunkt. Wechsle die Entfernungen, statt immer dieselbe zu üben. Ein Review nennt abwechslungsreiches Üben und einen äußeren Fokus als überlegen, wobei die meisten Studien einfache Aufgaben bei Anfängern prüften [3].

Häufige Fehler

Sicherheitshinweise

Beim Lob schwingst du voll durch weichen Boden. Trifft der Schläger auf harten Untergrund, Stein oder Wurzel, kann das Hand, Ellbogen und Schulter belasten. Eine Übersichtsarbeit nennt Hand-, Ellbogen- und Schulterverletzungen, die meist beim Treffpunkt entstehen [4]. Übe auf weicher Lage und höre bei Schmerz auf. Achte beim hohen Ball darauf, dass niemand unter der Flugbahn steht. Dieser Guide ersetzt keinen PGA-Pro oder DGV-Trainer.

Pro-Tipp

Lege ein Handtuch oder einen Bag-Deckel einen Schritt vor das Ziel auf das Grün und spiele so, dass der Ball auf dem Tuch landet. Das trainiert die Landestelle und baut Vertrauen in den vollen Schwung auf. Es ist ein Übungstrick aus der Praxis.

FAQ

Was ist ein Lob Shot im Golf?

Ein Lob Shot ist ein hoher, weicher Annäherungsschlag mit einem Lob-Wedge und geöffneter Schlagfläche. Der Ball steigt steil auf und bleibt nach der Landung schnell liegen. Er ist ein Risikoschlag und lohnt vor allem bei Hindernis oder kurzer Fahne.

Wann spiele ich einen Lob statt eines Pitches?

Wenn ein Hindernis den flachen Schlag verhindert oder die Fahne dicht hinter einem Bunker steht und wenig Grün zum Ausrollen bleibt. Sonst sind Pitch oder Bump & Run sicherer. Das ist Lehrpraxis, keine Studienaussage.

Wie weit fliegt ein Lob-Wedge?

Das hängt von Loft, Tempo und Technik ab. Allgemeingültige Werte gibt es nicht. Baue eine eigene Landetabelle: je zehn Bälle aus 10, 15 und 20 Metern, mittleren Landepunkt notieren.

Wie weit rollt der Ball nach dem Lob?

Das hängt von Startgeschwindigkeit, Auftreffwinkel, Rückwärtsdrall und Härte des Grüns ab [2]. Beim Lob rollt der Ball meist kurz, weil er steil aufsetzt (Lehrpraxis). Teste auf dem Grün, auf dem du spielst.

Wie vermeide ich den Skull beim Lob?

Der „Skull“ (Ball in der Mitte getroffen, er schießt flach weg) passiert nach Praxis-Erfahrung oft, wenn du aus Angst bremst oder die Hände überrollst. Schwinge voll durch und halte die Fläche im Durchschwung nach oben. Übe zuerst auf weicher Lage.

Schritt für Schritt

  1. Lage prüfen: Lob nur bei guter Lage (Ball sitzt oben auf dem Gras) und wenn ein Hindernis den flachen Schlag verhindert.
  2. Fläche zuerst öffnen: Schlagfläche öffnen, dann erst greifen. Stand leicht offen, Ball mittig bis vorn.
  3. Vollen Schwung wagen: Rückschwung und Durchschwung gleich lang, das Tempo hoch, ohne Abbremsen.
  4. Fläche zum Himmel halten: Im Durchschwung zeigt die Schlagfläche nach oben, nicht nach unten.
  5. Landetabelle bauen: Je zehn Bälle aus 10, 15 und 20 Metern. Mittleren Landepunkt notieren.

Key Takeaways

Nächster Guide

Fairwayholz-Schlag lernen: Langer Schlag vom Boden — [object Object]

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