Fausten als Torwart lernen: einhändig oder beidhändig, Absprung, Fangen oder Fausten entscheiden – mit BASPO- und DFB-Torwartmaterial und Verletzungsdaten.
Die ehrliche Antwort vorweg: Fausten heißt, einen hohen Ball, den du nicht sicher fangen kannst, mit der Faust (oder beiden Fäusten) so weit und so hoch wie möglich aus der Gefahrenzone zu schlagen. Es ist die Notlösung, nicht der Plan. Die Schweizer BASPO-Torwartschulung beschreibt es genau so: Kannst du den Ball nicht fangen, musst du ihn differenziert wegfausten [1].
Der DFB zählt „Fausten hoher Bälle“ zu den Torhüter-Techniken und betont zugleich, dass ein Torhüter das richtig getimte Herauskommen und das sichere Abfangen von Flanken beherrschen muss [2]. Die DFB-Akademie rät, zuerst die einfachen Grundtechniken zu perfektionieren, bevor du dich an schwerpunktspezifische Techniken machst [3]. Das Fausten gehört also nach dem sicheren Fangen.
Zum Fausten selbst habe ich keine Studie gefunden. Was ich belegen kann, ist das Umfeld: das Material der Verbände und die Verletzungsdaten. Rechne mit mehreren Wochen, bis die Technik unter Druck sitzt (Erfahrungswert).
Warum lohnt sich das trotzdem? Weil hohe Bälle im Strafraum selten sauber kommen. Gegner, Mitspieler und Wind machen aus der perfekten Flanke oft ein Gedränge. Wer dann die Wahl hat, zwischen riskantem Fangen und kontrolliertem Wegschlagen, spart seinem Team manches Gegentor. Wichtig ist die Reihenfolge: erst die Entscheidung, dann die Technik (Praxiserfahrung).
Ein Partner hält den Ball in beiden Händen hoch. Du schlägst mit der geschlossenen Faust, Handrücken oder Fingerrücken voraus, kontrolliert in die Mitte des Balls (Praxis). Kein Vollgas, es geht um Treffer.
Meilenstein: 8 von 10 Schlägen treffen die Ballmitte ohne Wackeln im Handgelenk.
Ein Partner wirft Bälle von der Seite. Das BASPO-Training nutzt eine Serie: erst zwei Bälle zum Fangen, dann einen zum Fausten mit links, einen mit rechts, einen beidhändig [1]. Genau diese Reihenfolge übst du.
Meilenstein: 7 von 10 Bällen werden mit der angesagten Hand getroffen.
Bei der beidhändigen Variante schlägst du mit beiden Fäusten nebeneinander [1]. Sie bringt mehr Fläche und Kontrolle, aber du hast weniger Reichweite (Praxis).
Meilenstein: 7 von 10 Bällen beidhändig getroffen.
Die Flugbahn bestimmt den Absprung. Im BASPO-Material springt der Torwart je nach Flanke mit dem linken oder rechten Bein ab [1]. Üb beide Seiten.
Meilenstein: 6 von 10 Flanken mit richtigem Absprungbein und Treffpunkt im höchsten Punkt.
Mix die Flanken: Der DFB sagt, hohe Bälle fängst du im höchsten Punkt und vor dem Körper [2]. Nur wenn das nicht geht, faustest du. Ein Partner ruft nichts an: Du entscheidest.
Meilenstein: 6 von 10 Entscheidungen richtig, gemessen am Trainerurteil.
Torhüter hatten in einer Auswertung von US-Notaufnahmen doppelt so oft eine Gehirnerschütterung wie Feldspieler (12,8 % gegenüber 6,4 %) und mehr Handgelenks- und Fingerverletzungen [4]. Das sind Notaufnahme-Daten, keine Aussage zum Fausten. Dazu passt eine Einordnung nach den Regeln: Ein Torwart kann nicht angegriffen werden, wenn er den Ball mit den Händen kontrolliert; beim Fausten hast du den Ball nicht kontrolliert [5] (meine Einordnung). Spring also nicht blind in einen Pulk und halt Hände und Handgelenke stabil. Wärm dich auf, am besten mit einem Programm wie FIFA 11+ [6]. Dieser Guide erklärt und motiviert, er ersetzt kein betreutes Training.
Faust weit weg vom Tor und möglichst zur Seite, nicht in die Mitte. Wenn der Ball nach deinem Fausten genau vor die Stürmer fällt, hast du nichts gewonnen (Praxiserfahrung). Und übe die Entscheidung unter Zeitdruck: Das BASPO-Material arbeitet mit Signalen, die den Torwart zwingen, sich zu orientieren und dann zu reagieren [1]. Nach jedem Fausten gilt: sofort aufstehen, orientieren, Stellung zum zweiten Ball einnehmen. Der erste Ball ist nur die halbe Arbeit (Praxis).
Wenn er den Ball nicht sicher fangen kann, etwa weil zu viele Spieler im Weg sind oder die Flanke zu weit weg ist. Die BASPO beschreibt das Wegfausten als Lösung, wenn das Fangen nicht möglich ist [1].
Die BASPO-Übung nutzt links, rechts und beidhändig [1]. Welche Variante besser ist, hängt von Lage und Distanz ab. Dazu habe ich keine Studie gefunden.
Dazu habe ich keine Studie gefunden. Rechne mit mehreren Wochen, bis du es unter Druck beherrschst (Erfahrungswert).
Zuerst kommt das Fangen. Die DFB-Akademie rät, die einfachen Grundtechniken zu perfektionieren, bevor du schwerpunktspezifische Techniken übst [3].
Torhüter hatten in einer Notaufnahme-Auswertung mehr Handgelenks- und Fingerverletzungen und doppelt so oft Gehirnerschütterungen wie Feldspieler [4]. Gute Technik und Vorsicht im Pulk helfen.
Flatterball schießen: Der fast drallfreie Vollspannschuss mit unberechenbarer Flugbahn — [object Object]