Rückwärts im Kreis übersetzen: erst Halb-Swizzle-Pumps, dann Gewicht verlagern, dann kreuzen. Rhythmus, Meilensteine, typische Fehler und Sicherheit.
Die ehrliche Antwort vorweg: Beim Übersetzen rückwärts bleibt ein Fuß auf einer Außenkante gleiten, während der andere in einer C-Bewegung nach außen schiebt und dann vor den Gleitfuß kreuzt [1]. Das Wichtigste dabei ist die Gewichtsverlagerung. Die Lehrpläne führen das Rückwärts-Übersetzen in beide Richtungen auf Stufe 5 von 6 der Erwachsenen-Stufen, zusammen mit den Rückwärts-Kanten und nach dem Übersetzen vorwärts [2].
Warum lohnt sich der Aufwand? In der Praxis ist es die Anfahrt vieler Sprungelemente und ein Schlüssel zu flüssigem Rückwärtslaufen im Kreis (Trainer-Erfahrung, keine Studie). Und es trainiert etwas, das beim Eislaufen immer zählt: Du musst dem Körper vertrauen, ohne zu sehen, wohin du rollst.
Dieser Guide ist für dich gedacht, wenn Rückwärts-Gleiten und Vorwärts-Übersetzen sitzen. Wenn nicht, hol erst diese Vorstufen nach.
Steh auf dem Kreis, Schultern und Arme folgen dem Kreis, der Kopf blickt nach innen und zurück, damit du freie Sicht hast [1]. Ein Fuß ist der Gleitfuß und bleibt auf einer Rückwärts-Außenkante, der andere ist der Pumpfuß und arbeitet ständig: Er schiebt in einer C-Bewegung nach außen und zieht dann zur Ferse des Gleitfußes zurück [1]. Meilenstein: Du pumpst sechs- bis achtmal hintereinander auf dem Kreis, in beide Richtungen (Praxis-Meilenstein).
Lehn dich in den Kreis, der Oberkörper bleibt ruhig und stark. Zieh den Pumpfuß zurück und stell ihn am Anfang einfach neben den Gleitfuß, ohne zu kreuzen [1]. So übst du das Wichtigste: die Gewichtsverlagerung.
Die Gewichtsverlagerung entscheidet. Beim Pumpen wandert dein Gewicht vom Gleitfuß auf den Pumpfuß [1]. Spür, wie du auf dem neuen Fuß weiterrollst, nicht auf beiden. Meilenstein: Du setzt den Fuß neben den anderen und rollst auf ihm eine Zählzeit aus.
Beim Zurückziehen gleitet die Ferse des Pumpfußes vor die Spitze des Gleitfußes [1]. Der Rhythmus ist ein Zweier: „schieben, kreuzen, halten, zusammen" [1]. Eins ist das Pumpen, zwei ist das Kreuzen. Meilenstein: Du fährst einen halben Kreis mit fünf sauberen Rückwärts-Übersetzern.
Erst wenn das Kreuzen ruhig läuft, holst du Tempo: Schieb den unteren Fuß mit der Außenkante unter dem Körper weg [1]. Das ist der „Undercut", der Kraft bringt. Steigere dann Tempo und Kreisgröße.
Fang mit kleinem Kreis und wenig Tempo an und vergrößere erst, wenn fünf saubere Übersetzer in Folge sitzen (Erfahrungswert, keine Studie). Ein Kreis mit Mittelpunkt ist hilfreich: Stell dir einen Hut oder Pylon in die Kreismitte und fahr um ihn herum. So siehst du, ob dein Kreis rund bleibt oder ob du beim Kreuzen nach außen wegdriftest. Zähle dabei das Zwei-Rhythmus-Muster laut mit. Wenn du beim Zählen das Gleichgewicht verlierst, ist das Tempo zu hoch. Dann nimm das Tempo zurück, statt die Technik zu verbiegen.
Rückwärts siehst du kaum, wohin du fährst. Üb in einem freien Bereich und schau vor dem Start nach hinten. In einer Videoanalyse von 216 Eislauf-Stürzen bei Kindern schlug der Kopf in 13 % der Stürze aufs Eis [3], und in einer US-Auswertung machten Kopf, Gesicht und Hals 34,5 % der Eislauf-Verletzungen aus [4]. Trag also einen Helm. Beim Wackeln tief bleiben und seitlich fallen lassen (siehe Guide „Richtig fallen und aufstehen"). Dieser Guide erklärt und motiviert, er ersetzt kein betreutes Training.
Übe das Zählen laut: „eins, zwei" für Schieben und Kreuzen. Wer ein Zweier-Rhythmus hat, hört sofort, wann er stolpert. Das Zählen ersetzt den Blick nach hinten für das Timing und lässt dich ruhig bleiben.
Ein Fuß gleitet auf einer Rückwärts-Außenkante, der andere schiebt in einer C-Bewegung nach außen und kreuzt dann mit der Ferse vor den Gleitfuß [1]. Das Gewicht wandert vom Gleitfuß auf den Pumpfuß. Der Rhythmus ist schieben, kreuzen, halten, zusammen [1].
Mit Rückwärts-Halb-Swizzle-Pumps auf dem Kreis [1]. Die Lehrpläne nennen diese Übung als Grundlage vor dem Rückwärts-Übersetzen. Danach stellst du den Pumpfuß zuerst neben den Gleitfuß, bevor du richtig kreuzt [1].
Im Lehrplan von Learn to Skate USA steht Rückwärts-Übersetzen in beide Richtungen auf der fünften von sechs Erwachsenen-Stufen, zusammen mit den Rückwärts-Kanten auf dem Kreis [2].
Meist wandert das Gewicht nicht sauber auf den Pumpfuß oder der Oberkörper bricht aus dem Kreis. Übe die Gewichtsverlagerung ohne Kreuzen und halte Schultern und Arme im Kreis [1]. Der Lehrplan nennt die Gewichtsverlagerung das Wichtigste.
Dreierwende: Die Wende auf einem Fuß — [object Object]