Den Eishockey-Laufschritt vorwärts lernen: Abdruck zur Seite, tiefes Standbein, Rückführung unter den Körper. Mit Meilensteinen und typischen Fehlern.
Im Eishockey-Laufschritt drückst du dich seitlich vom Eis ab: Hüfte, Knie und Knöchel strecken sich nacheinander nach außen, das Standbein bleibt tief gebeugt, und das Abstoßbein kommt in einem flachen Bogen unter den Körper zurück. Die Kraft geht seitlich ins Eis, nicht nach hinten, wie Hockey Canada betont [1].
Die ehrliche Antwort auf „Ist das nicht einfach Laufen auf Kufen?": Nein, es fühlt sich anders an als Gehen. Wenn du schon sicher gleitest und in der Grundstellung stehst, erkennst du die Grundform nach einigen Eiszeiten. Sauber und kräftig wird sie erst nach vielen Runden. Wie lange das bei dir dauert, hängt von deiner Eiszeit ab.
Dass sich die Technik lohnt, zeigen Messungen: In einer Studie mit Skatern verschiedener Spielklassen zeigten die besseren Spieler größere Bewegungsumfänge und -geschwindigkeiten in den Gelenken und damit längere Schritte [2]. Eine zweite Untersuchung mit je neun besseren und schwächeren Spielern fand bei den Besseren mehr Hüftbewegungsumfang und mehr Druck über den Vorfuß [3]. Beides sind Vergleichsstudien, keine Trainingsstudien: Sie zeigen, wie gute Skater aussehen, nicht, wie schnell du dort ankommst.
Die allgemeinen Eislauf-Grundlagen findest du in unserem Eislaufen-Guide zum Vorwärtslaufen. Hier geht es um den Hockey-Schritt, der tiefer ist und mit Stock gefahren wird.
Voraussetzungen, an denen du dich messen kannst (Praxis-Standard, keine Studie):
Nimm ein paar Schritte Anlauf, geh in die Grundstellung und gleite auf einem Bein. Die Kufe bleibt flach, nicht auf der Kante; das Stützbein ist gebeugt und liegt unter dem Schwerpunkt [1]. Meilenstein: Du gleitest 5 Sekunden pro Bein, ohne abzusetzen.
Dreh den Abstoßfuß nach außen, etwa 35 bis 40 Grad, und drück ihn zur Seite und nach unten ins Eis. Die Kraft kommt über die Innenkante, die Kufe soll sich tief ins Eis drücken [1]. Dein Gewicht liegt zu Beginn des Schritts voll auf dem Abstoßbein [1]. Meilenstein: Nach einem einzelnen Abdruck gleitest du spürbar weiter als vorher.
Streck Hüfte, Knie und Knöchel nacheinander komplett durch, bis in die Zehenspitze. Währenddessen schiebt das Standbein das Knie nach vorn, über die Schlittschuhspitze hinaus [1]. Meilenstein: Das Abstoßbein ist am Ende des Schritts ausgestreckt, das Standknie steht vor dem Schlittschuh.
Beug das Abstoßbein, zieh es in einem Kreisbogen dicht über dem Eis nach vorn und unter deinen Schwerpunkt, dann setzt du es zum nächsten Schritt wieder auf [1]. Kein Hochheben der Kufe. Meilenstein: Die Kufe berührt das Eis nicht mehr hinter dir, wenn du sie zurückführst.
Für den Antritt gilt: die ersten drei bis vier Schritte kurz und schnell, ohne zwischendurch zu gleiten; danach werden die Schritte länger. Nach etwa sechs Schritten bist du im vollen Lauf [1]. Die Schultern bleiben ruhig und senkrecht zur Laufrichtung, die Armmuskeln locker [1]. Meilenstein: Du fährst 20 Meter mit 8 bis 10 gleichmäßigen Schritten, ohne dass die Schultern schaukeln.
Beim Laufschritt gewinnst du Tempo — damit werden Stürze härter. Trag Helm mit Gitter oder Visier und Handschuhe, fahr mit dem Laufstrom und halte 2 bis 3 Meter Abstand zur Bande und zu anderen. Übe das Antreten nicht auf eine Bande oder ein Tor zu. Brems vor Hindernissen rechtzeitig, die Bremsen übst du mit einem Trainer. Dieser Guide erklärt und motiviert, er ersetzt kein betreutes Training. Ein Trainer sieht deine Kanten, wo das Handyvideo versagt.
Fahr zuerst „Scooting". Setz einen Fuß wie ein T hinter den anderen (T-Push), drück mit dem hinteren Bein kräftig nach außen und gleite auf dem vorderen. Das trainiert genau den langen, vollen Abstoß, den du später im Laufschritt brauchst [1]. Mach 10 Wiederholungen pro Seite. Wer den Abdruck einmal richtig gespürt hat, findet ihn im Lauf wieder.
Du drückst dich über die Innenkante seitlich ab und streckst Hüfte, Knie und Knöchel nacheinander voll. Das Standbein bleibt tief gebeugt, das Abstoßbein kehrt dicht überm Eis unter den Körper zurück. Die Kraft geht zur Seite, nicht nach hinten [1].
Kurz und schnell: Die ersten drei bis vier Schritte ohne Gleiten, dann werden sie länger. Nach etwa sechs Schritten bist du im vollen Lauf [1].
Ein Grund ist oft ein kleiner Bewegungsumfang: Bessere Skater strecken die Beine weiter und fahren dadurch längere Schritte [2]. Wichtig ist auch der Druck über den Vorfuß und mehr Hüftbewegung [3]. Beides lässt sich üben, ein fester Zeitplan existiert nicht.
Nicht zuerst. Die Technik entscheidet, wie gut du Kraft aufs Eis bringst. Eine Untersuchung zu schnellen Antritten fand, dass Beinkraft und weit gesetzte Schritte beim Start wichtig sind [4]. Für Einsteiger gilt: erst sauberer Abdruck, dann Kraftaufbau.
Rückhandpass im Eishockey: sauber passen auf der schwachen Seite — [object Object]