Der Tomahawk ist ein Überkopfwurf wie ein Baseball-Pitch, um über hohe Hindernisse zu kommen. Griff, Flugbahn, Scheibenwahl, Fehler, Regeln und Schulterschutz.
Die ehrliche Antwort: Der Tomahawk ist der Überkopfwurf mit Vorhand-Griff und gehört in die Kategorie „Notfallwerkzeug". Du wirfst die Scheibe wie einen Baseball-Pitch über den Kopf; die Finger liegen an der Kante [1]. Beim Tomahawk liegen Zeige- und Mittelfinger am Innenrand, der Daumen oben auf der äußeren Scheibenfläche [1]. Die Oberseite der Scheibe zeigt (für Rechtshänder) nach links [1].
Er fliegt in einem vertikalen Bogen und schwenkt dann horizontal aus, bevor er abfällt [1]. Seine Bahn ist gegenüber Backhand und Forehand umgekehrt, er kurvt also in die Gegenrichtung [1]. Deshalb eignet er sich, um über Hindernisse zu kommen. In einer Umfrage mit 883 Discgolfern nannten 1,1 % den Überkopfwurf als meistgenutzten Wurf [2]. Es ist also ein Spezialwurf.
Wie schwer ist das? Die Bewegung ist ungewohnt, die Kontrolle braucht Übung. Der Tomahawk ist eher etwas für Spieler, die den Forehand schon sicher kennen. Ein Zeitversprechen gibt es nicht. Plane ihn als Ergänzung ein, nicht als Ersatz: Wer zuerst Backhand und Forehand sicher spielt, hat auf dem Platz meist weniger Notlagen, in denen er ihn überhaupt braucht.
Zeige- und Mittelfinger liegen am Innenrand, der Daumen oben auf der äußeren Fläche der Scheibe [1]. Halte die Scheibe zunächst ohne Wurf in diesem Griff.
Meilenstein: Die Scheibe sitzt sicher, du kannst den Arm schwingen, ohne dass sie rutscht.
Die Bewegung gleicht einem Baseball-Pitch über dem Kopf [1]. Beginne langsam, trocken und mit lockerem Arm. Ein Tomahawk ist kein Kraftwurf: Kontrolle schlägt Gewalt (Praxiserfahrung, kein Beleg).
Die Scheibe wird in einem senkrechten oder nahezu senkrechten Winkel gelöst [1]. Der Winkel bestimmt, wie hoch der Bogen wird.
Meilenstein: Die Scheibe steigt sichtbar steil, ohne zu trudeln.
Der Tomahawk fliegt hoch, schwenkt horizontal und fällt dann [1]. Eine überstabile Scheibe schwenkt schärfer und schneller, eine unterstabile bildet längere, langsamere Bögen [1]. Beobachte, wo sie landet, und nimm das als Messwert.
Übe die Bewegung zehnmal ohne Scheibe und wirf dann drei Scheiben mit halbem Tempo in dieselbe Richtung. Messe, wie weit und wie hoch sie kommen, und schreib es auf. Auf dem Platz weißt du dann, welche Lücke du mit welchem Wurf triffst (Praxis).
Der Tomahawk eignet sich, um über Bäume und Büsche zu kommen, durch enge senkrechte Lücken und bei steilen, kontrollierten Landungen [1]. Prüfe, ob ein einfacherer Wurf reicht.
Meilenstein: Von zehn Würfen landen fünf in einem Bereich von 10 m × 10 m (Praxis-Maß).
Mach den Tomahawk zu deiner Rettungsleine, nicht zu deinem Standardwurf: Er hilft dir bei Bäumen und Hindernissen [1], wenn Backhand und Forehand blockiert sind. Übe ihn auf einer Wiese mit einer Zielzone und notiere, welche Flughöhe du für welche Distanz bekommst. Wiederhole die Serie nach ein paar Tagen: So siehst du, ob dein Release-Winkel wirklich stabil geworden ist oder nur an einem guten Tag funktioniert hat.
Ein Überkopfwurf wie ein Baseball-Pitch, mit den Fingern an der Kante der Scheibe; er fliegt in einem vertikalen Bogen und schwenkt dann horizontal aus [1].
Zeige- und Mittelfinger am Innenrand, Daumen oben auf der äußeren Fläche der Scheibe [1].
Beide dienen dazu, über Hindernisse zu kommen [1]. Der Tomahawk kurvt gegenläufig zu Backhand und Forehand, der Thumber fliegt eher gerade hoch und gerade runter [1]. Wähle den, den du sicherer kontrollierst.
Die PDGA-Regeln definieren einen Wurf als Antrieb und Freigabe einer Scheibe, um ihre Position zu ändern [6]; der gelesene Regeltext schreibt keine Wurfart vor. Stand und Lie gelten wie immer.
Meist eine sehr überstabile [1]. Überstabile Scheiben schwenken schärfer und schneller, unterstabile bilden längere, langsamere Bögen [1].
Roller im Discgolf: die Scheibe rollt statt zu fliegen — [object Object]