Der Jump Putt ist nur legal, wenn beim Loslassen noch ein Stützpunkt am Lie ist. Stand-Regel, 10-m-Grenze, Balance, Risiko eines Stand-Fehlers und Übungen.
Die ehrliche Antwort: Ein Jump Putt ist nur dann legal, wenn du die Scheibe loslässt, solange noch ein Teil deines Körpers den Boden am Lie berührt. Das ergibt sich aus der PDGA-Stance-Regel: Im Moment des Loslassens musst du mindestens einen Stützpunkt in Kontakt mit dem Lie haben, keinen Stützpunkt näher am Ziel als die Hinterkante der Markierscheibe und alle Stützpunkte in-bounds [1]. Ein Artikel des Flying Disc Museum fasst das für den Jump Putt so zusammen: Er sei legal, wenn mindestens eine Zehe bis zum Loslassen auf dem Lie bleibt [2].
Wichtig ist die 10-m-Grenze. Jeder Wurf aus weniger als 10 Metern Entfernung zum Korb ist ein Putt [3], und dort musst du nach dem Wurf erst Balance hinter der Markierscheibe zeigen, bevor du zum Korb gehst [3]. Außerhalb dieser Linie erlauben die Regeln laut PDGA Jump- und Step-Putts, bei denen du nach dem Loslassen über deinen Marker hinausgehst, aber ein Stand-Fehler kann gerufen werden, wenn dein Stützpunkt vor dem Loslassen den Boden verlässt [4].
Ehrlich: Das ist ein riskanter Wurf. Der Autor des Museums-Artikels schätzt, dass viele Jump Putts Stand-Fehler sind, einige erfahrene Spieler nennen etwa ein Drittel; das sind Schätzungen, keine Messung [2]. Wie schwer ist das? Du brauchst einen sicheren Putt und Mut zur Regelkenntnis. Ein Zeitversprechen gibt es nicht.
Das Graz-Handout nennt Putten keine klassische Wurfbewegung; sie ist anfangs ungewohnt, und bis 5–6 m sind schon eine Herausforderung [5]. Wer seinen Putt nicht beherrscht, springt nicht.
Meilenstein: Du triffst aus 8 m sieben von zehn Putts im Stand (Praxis-Maß).
Mindestens ein Stützpunkt im Lie, keiner näher am Ziel als die Hinterkante der Markierscheibe [1]. Ein Stützpunkt ist jeder Körperteil, der im Moment des Loslassens den Boden oder ein Objekt berührt, das stützt [6].
Meilenstein: Du erklärst einem Mitspieler, warum beide Füße in der Luft ein Stand-Fehler sind.
Jump Putts sind laut PDGA außerhalb der 10 Meter erlaubt, solange die Stand-Regel erfüllt ist [4]. Beginne dort, nicht bei kurzen Putts. Innerhalb von 10 m zeigt du erst Balance hinter dem Marker, bevor du zum Korb gehst [3]. Ein Sprung über die Markierscheibe ist dort ein Risiko.
Die Scheibe wird losgelassen, solange noch ein Stützpunkt Kontakt hat. Der Museums-Artikel formuliert es als: erst loslassen, dann darf der Fuß den Boden verlassen [2]. Trainiere mit Zeitlupen-Video.
Meilenstein: Auf zehn Videos siehst du bei jedem Wurf, dass der Fuß beim Loslassen noch am Lie ist.
Nach dem Wurf landest du kontrolliert. Innerhalb von 10 m musst du zeigen, dass du hinter der Markierscheibe die Balance unter Kontrolle hattest; du darfst dabei fallen [4]. Außerhalb der 10 m darfst du über den Marker hinaus [4].
Sag deinen Mitspielern vorher, dass du einen Jump Putt versuchst. Sie beurteilen, ob der Stand gültig war, und eine Rüge muss von einem zweiten Mitspieler bestätigt werden [4]. Der Putt zählt trotzdem, ein Stand-Fehler kostet einen Strafwurf [4].
Behandle den Jump Putt als Regel-Übung, nicht als Show: Der Museums-Artikel schlägt sogar vor, den Putt-Bereich auf 20 m auszudehnen, weil viele Putts inzwischen von dort fallen [2]. Das ist ein Vorschlag eines Autors, keine geltende Regel. Aktuell gilt 10 m [3]. Wer sauber in der Regel bleibt, bekommt keine Strafwürfe.
Ja, wenn du die Scheibe loslässt, solange mindestens ein Stützpunkt den Lie berührt [1]. Beide Füße in der Luft beim Loslassen sind ein Stand-Fehler [2].
Innerhalb von 10 m ist jeder Wurf ein Putt, und du musst danach Balance hinter der Markierscheibe zeigen [3]. Außerhalb der 10 m sind Jump- und Step-Putts laut PDGA erlaubt, solange die Stand-Regel erfüllt ist [4].
Deine Mitspieler: Ein Spieler ruft den Fehler, ein zweiter bestätigt ihn [4]. Der Putt zählt weiter, aber du bekommst einen Strafwurf [4].
Ja, du musst Balance nur zeigen, nicht halten; seitliches oder rückwärtiges Fallen ist erlaubt [4].
Discgolf: Das Discgolf-ABC – alle Fachbegriffe erklärt — [object Object]