Slide-Position im Curling: Gleitfuß unter dem Körper, Bein gestreckt

Die Slide-Position entscheidet über Balance: Gleitfuß unter dem Brustbein, Nachziehbein gestreckt, Besen als Stütze. Mit Checks, Belegen und Meilensteinen.

Sportart: Curling · Level: Fortgeschritten

Einleitung

Die ehrliche Antwort: Eine gute Slide-Position ist vor allem eine Frage der Balance, nicht der Kraft. Curling Canada beschreibt den Slide so: Er beginnt, wenn du den Hack verlässt, und endet technisch, wenn die Release-Bewegung beginnt. Der Schlüssel zu jedem erfolgreichen Slide ist gute Balance, also die dynamische Stabilität von Stein und Körper auf dem Weg zum Ziel [1].

Dass Balance trainierbar und messbar ist, zeigt eine schwedische Studie mit 20 Superliga-Spielern: Ein neu entwickelter Test in der Abgabeposition (tiefer Ausfallschritt, Vorderfuß auf einer Kippplatte) unterschied Elite- von Sub-Elite-Spielern deutlich [2]. Die Autoren halten die Balance beim Curling für eine eigene, aufgabenspezifische Fähigkeit, die nicht mit dem Einbeinstand zu verwechseln ist [2]. Beachte: Die beiden Gruppen unterschieden sich auch in Alter, Spielerfahrung und Trainingshäufigkeit [2].

Wie schwer ist das? Das Grundgleiten solltest du schon können (siehe Gleiten-Guide). Hier geht es um die saubere Position darin. Ein Zeitversprechen gibt es nicht.

Was du brauchst

Schritt für Schritt

1. Gleitfuß unter die Körpermitte

Der Gleitfuß steht beim Aufsetzen genau auf der Ziellinie, die Innenseite des Knöchels fluchtet mit der Mitte des Steins [1]. Er sitzt unter der senkrechten Körpermitte: beim flachen Slide unter dem Brustbein, bei erhöhter Ferse unter dem Bauchnabel, beim Toe-Tuck unter der Gürtelschnalle [1]. Das Einsteiger-Handout formuliert es als: Gleitfuß unter die Mitte der Brust [3].

Meilenstein: Auf dem Seiten-Video liegt der Gleitfuß unterhalb des Brustbeins, nicht vorn davor.

2. Nachziehbein strecken

Die Hüften bleiben quer, das Nachziehbein ist voll gestreckt und liegt komplett innerhalb der Außenränder des Steins [1]. Der Standfuß steht möglichst rechtwinklig zum Knöchel, idealerweise mit den Zehenoberseiten auf dem Eis [1].

3. Besen als Stütze

Das Einsteiger-Handout beschreibt eine Dreibein-Stütze aus Besen (45°), Gleitfuß und Zehe des Nachziehbeins, die du sogar auf dem Teppich zu Hause üben kannst [3]. Der Besen bleibt dabei auf derselben Position wie im Set-up und im Drive [1].

4. Schultern, Kopf und Arm

Die Schultern bleiben quer zur Ziellinie und waagrecht zum Eis [1]. Der Kopf sitzt mittig auf der Ziellinie, ein Auge kann auf der Steinmitte liegen [1]. Der Wurfarm bleibt in der ersten Phase des Slides gestreckt (etwa zwischen Back Line und Tee Line) und wird danach weicher (zwischen Tee Line und Haus-Oberkante) [1].

5. Ohne Stein prüfen

Gleite ohne Stein, die Hand bleibt vom Eis [3]. Kontrolliere: Lehnst du dich auf den Stein, wackelst du, greifst du ans Eis oder rutschst du aufs Hack-Knie? Das sind laut Handout die Anzeichen für mangelnde Balance, und sie bedeuten meist, dass der Gleitfuß nicht unter der Körpermitte liegt [3].

Meilenstein: Fünf Gleiter ohne Stein ohne Handkontakt, danach fünf mit Stein.

Häufige Fehler

Sicherheitshinweise

Pro-Tipp

Elite-Curler haben in einer Studie mit fünf Elite- und fünf Sub-Elite-Curlern größeren Knöchel-Dorsalflexions-Winkel (Fußspitze zieht Richtung Schienbein) und eine größere Kontaktfläche des Gleitfußes gezeigt [7]. Gleitzeit und Geschwindigkeit des Körperschwerpunkts unterschieden sich dort nicht, aber Gleitstrecke und Geschwindigkeitsverlauf [7]. Dein Hebel ist also nicht „schneller", sondern „breiter aufsetzen, Knöchel beweglich". Es ist eine kleine Stichprobe.

FAQ

Wo muss der Gleitfuß beim Curling-Slide stehen?

Genau auf der Ziellinie, die Innenseite des Knöchels auf Höhe der Steinmitte [1]. Er sitzt unter der senkrechten Körpermitte: unter dem Brustbein beim flachen Slide, unter dem Bauchnabel bei erhöhter Ferse, unter der Gürtelschnalle beim Toe-Tuck [1].

Flat-Foot oder Toe-Tuck: was ist besser fürs Knie?

Laut einer Pilotstudie ist die Kraft im Kniegelenk beim Gleiten auf dem Fußballen mehr als doppelt so hoch wie beim flachen Gleiten [4]. Bei Profis erhöhte der Zehenkontakt auch Hüft- und Knie-Drehmomente [5]. Für Einsteiger ist flach die vorsichtigere Wahl.

Wie trainiere ich die Balance fürs Curling?

Gleite ohne Stein, mit der Hand vom Eis [3], und prüfe mit dem Handy-Video, ob der Fuß unter dem Brustbein bleibt. Eine Studie hält curlingspezifische Balance für eine eigene Fähigkeit, die sich vom Einbeinstand unterscheidet [2]. Üb also in der Abgabeposition.

Warum rutsche ich auf das Hack-Knie?

Das ist laut Handout ein Anzeichen mangelnder Balance und heißt meist, dass der Gleitfuß nicht unter der Mitte deines Körpers liegt [3]. Positioniere ihn unter der Brust und übe ohne Stein [3].

Schritt für Schritt

  1. Gleitfuß unter die Körpermitte: Auf der Ziellinie, Knöchelinnenseite auf Steinmitte; unter Brustbein (flach). Meilenstein: auf dem Seiten-Video unter dem Brustbein.
  2. Nachziehbein strecken: Voll gestreckt, innerhalb der Steinränder; Hüften quer, Standfuß rechtwinklig mit Zehen auf dem Eis.
  3. Besen als Stütze: Besen, Gleitfuß und Zehe bilden ein Dreibein; Besen bleibt wie im Set-up.
  4. Ohne Stein prüfen: Gleiten ohne Stein, Hand vom Eis. Meilenstein: fünf Gleiter ohne Handkontakt, dann fünf mit Stein.

Key Takeaways

Nächster Guide

Line halten im Curling: Körper und Stein auf den Besen — [object Object]

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