Der Freeze ist ein Draw, der direkt an einem Stein stehen bleibt: Weight eingrenzen, Wischer dosieren, den Drag-Effekt kennen und Raise vermeiden.
Die ehrliche Antwort: Ein Freeze ist ein Draw, der direkt an einem anderen Stein stehen bleibt [1], genauer: unmittelbar vor und neben ihm [2]. Du willst ihn berühren, aber nicht bewegen. Das macht ihn zum feinsten Gewichtsschuss im Curling: Bleibt der Stein ein Stück kurz, hast du nur einen normalen Draw. Ist er zu schwer, schiebst du den Zielstein weg, und aus dem Freeze wird ein Raise (ein Draw, der einen anderen Stein nach vorn schiebt [1]).
Taktisch ist der Freeze beliebt, weil der Gegner den Stein nur schwer treffen kann, ohne dabei den eigenen zu bewegen. Aber er ist nicht unangreifbar: Es gibt den Drag-Effekt. Trifft der Gegner den vorderen der beiden festen Steine seitlich, kann er den hinteren mitnehmen [3]. Wichtig für die Planung: Auch ein perfekter Freeze schützt dich nicht vor jedem Treffer.
Wie schwer ist er? Er setzt einen sicheren Draw und einen sauberen Release voraus. Realistisch brauchst du viele Wiederholungen, bis du das Weight auf wenige Zentimeter einschätzen kannst. Ein Zeitversprechen gibt es nicht.
Wirf zuerst bewusst etwas zu schwer: Du siehst, wie der Zielstein sich bewegt (Raise [1]). Dann wirf bewusst etwas zu leicht, sodass dein Stein kurz vor dem Ziel stehen bleibt. Nach drei bis vier Würfen kennst du den Bereich dazwischen.
Meilenstein: Du triffst den Zielstein, ohne ihn deutlich zu bewegen, in drei von fünf Fällen.
Zielpunkt ist die vordere Kante des Zielsteins, nicht seine Mitte. Dein Stein soll „anklopfen", nicht „anrempeln". Entscheide vor dem Wurf, ob dein Stein genau davor oder daneben liegen soll [2].
Meilenstein: Der Stein bleibt in vier von zehn Fällen höchstens eine Handbreit vor dem Zielstein liegen.
Die Wischer sind beim Freeze Teil der Feinabstimmung. In einer Eiskammer-Studie veränderte die Wischart die Laufweite des Steins, bei gleicher Geschwindigkeit [5]. Das heißt: Kleine Dosierungen bringen Zentimeter. Sprecht vorher ab, wann „Hurry" gerufen wird [1] und wann die Wischer aufhören. Nicht ins Ziel schieben, sondern ans Ziel bringen.
Meilenstein: Fünf Freezes mit Wischer-Hilfe, davon drei ohne den Zielstein zu bewegen.
Bevor du einen Freeze spielst, frag: Wie leicht kann der Gegner das lösen? Der Drag-Effekt erlaubt es, den hinteren Stein durch einen seitlichen Treffer auf den vorderen mitzunehmen [3]. Das Trainerhandbuch des US-Verbands warnt außerdem: Spiele nie einen „Bump" (anstoßen) bei einem Come-around-Freeze [4].
Meilenstein: Du kannst vor dem Wurf sagen, welchen Treffer der Gegner hätte.
Spiele Serien zu dritt: Skip hält den Besen, du wirfst, einer wischt, einer misst. Zähle, wie oft du im „Kontakt-Bereich" landest. So lernst du, mit Nervosität umzugehen.
Frag dich vor dem Freeze: Kann der Gegner den vorderen Stein seitlich treffen und damit meinen Freeze aushebeln? Der Drag-Effekt macht aus einem scheinbar sicheren Paar eine Wurfbahn: Je nachdem, auf welcher Seite der Nase des vorderen Steins der Gegner trifft, geht der hintere nach links oder rechts mit [3]. Plane den Freeze so, dass diese Linie ins Leere geht.
Ein Freeze ist eine Draw-Variante, die direkt an einem anderen Stein liegen bleibt [1], vor und neben ihm [2]. Er macht es dem Gegner schwer, den Stein zu entfernen, ohne den eigenen zu bewegen. Ist er zu schwer, wird er zum Raise [1].
Ein Draw bleibt im oder vor dem Haus liegen [1]. Ein Freeze ist ein Draw, der direkt an einem Stein endet [1]. Ein Takeout entfernt einen Stein aus dem Spiel [1]. Freeze und Draw brauchen Gefühl, Takeouts brauchen Tempo und Treffer.
Das Weight kommt aus dem Abstoß, nicht aus dem Arm. Für den Freeze kreist du den Bereich ein: einmal bewusst zu schwer, einmal zu leicht, dann die Mitte. Bei den letzten Zentimetern helfen die Wischer, weil Wischen die Laufweite verändert [5].
Hit and Roll im Curling: Treffen und an die richtige Stelle rollen — [object Object]