Full im Cheerleading: gestreckter Salto mit voller Drehung. Ab welchem Level erlaubt, Voraussetzungen, Luftorientierung, Sicherheitsdaten, Rolle des Trainers.
Ein Full ist ein gestreckter Rückwärtssalto mit einer vollen Drehung um die Längsachse — also 360 Grad Schraube im Salto. Das Regelwerk nennt eine 360-Grad-Drehung „Full“ und beschreibt Twist als Rotation um die Längsachse, vom Kopf zu den Füßen [1]. Im Tumbling kombinierst du damit zwei Drehungen gleichzeitig: den Salto und die Schraube.
Die ehrliche Antwort auf „Ist das nur ein Layout mit Drehung?“: Nein, die Orientierung in der Luft ändert sich komplett. In einer Studie mit 15 geübten Trampolinturnern orientierten sich die Besseren später im Flug und stabilisierten den Blick, während Auge und Kopf der Drehung entgegenarbeiteten; weniger geübte Turner orientierten sich tendenziell früher, mit größeren Kopfdrehungen und schlechterer Ausführung [6]. Das ist ein Transfer aus dem Trampolin, aber er zeigt: Orientierung ist eine eigene Fähigkeit, die du aufbaust, nicht eine Zugabe.
Regeltechnisch ist der Full ein Spitzenelement: Im ICU-Level Advanced und im CCVD-Level 4 sind Flips ohne Schraube erlaubt, die Schraube im Salto erst im Level Elite beziehungsweise CCVD-Level 5 [2][3]. Bei All-Star (USASF) steht der Full im Anlaufpass in Level 5, aus dem Stand erst in Level 6 [1]. Wie lange der Weg dorthin dauert, lässt sich nicht seriös in Wochen versprechen.
Wichtig: Dieser Guide beschreibt Regeln, Voraussetzungen und Sicherheitsdaten, aber keine Salto- oder Schrauben-Technik. Ein Full wird nur mit einem Trainer gelernt, der Methodik und Spotting beherrscht. Das CCVD-Modul Tumbling Basic der C-Lizenz geht bis zum Flickflack [4] — frag, woher die Qualifikation deines Trainers für Salti mit Schraube kommt.
Der Layout ist wiederholbar, Höhe und Landung sind gleichbleibend. Meilenstein: zehn Layouts mit gleicher Landeposition, vom Trainer bestätigt (Praxis-Wert).
Gerade Sprünge mit voller Drehung auf der Matte, dazu Orientierungsübungen am Boden: Blick fix, Landung beidfüßig. Meilenstein: zehn saubere Drehsprünge mit stabiler Landung.
Die Schraube im Salto lernst du ausschließlich in einer Umgebung, die Fehler verzeiht (zum Beispiel Tumble Track, Air Track, Trampolin, Gurt oder weiche Matten) und mit geschultem Spotting. Stufen und Hilfsmittel bestimmt dein Trainer. Meilenstein: Der Trainer bestätigt, dass die Schraube kontrolliert landet.
Erst wenn die gesicherte Schraube sitzt, verbindet der Trainer sie mit Rondat-Flickflack oder dem Standing-Eingang, zunächst gespottet, dann mit schrittweise weniger Hilfe. Besprecht vorher, was bei Fehlversuchen passiert. Meilenstein: fünf gespottete Pässe ohne Korrektur.
Bei All-Star Level 5 (USASF) darf der Full nur im Anlaufpass stehen, muss von einer Anlaufbewegung, Rondat, Flickflack oder Vorwärts-Handstandüberschlag unmittelbar eingeleitet werden, enthält keinen weiteren Trick, endet auf beiden Füßen und es darf kein Tumbling danach folgen [1]. ICU und CCVD regeln das nicht identisch; prüfe das Regelwerk deines Verbands [2][3]. Meilenstein: Deine Choreografie hält die Regeln deiner Kategorie ein.
Nach jedem Pass anschauen: Höhe, Drehung, Landung. Meilenstein: Der Trainer gibt den Full für die Routine frei, nicht du.
Dieser Guide erklärt und motiviert, ersetzt aber kein betreutes Training. Saltos mit Schraube nie ohne Trainer, nie ohne gedämpfte Fläche, nie allein.
Trenne Höhe, Drehung und Orientierung im Training. Dokumentiere jede Woche eine Größe: Höhe des Layouts, Sauberkeit des Drehsprungs, Landeposition. Ein Fortschritt, den du sehen kannst, ist ein Fortschritt, den du dem Trainer zeigen kannst. Das ist Coaching-Erfahrung, keine Studie.
Ein Salto mit einer vollen Drehung um die Längsachse. Das Regelwerk nennt eine 360-Grad-Drehung „Full“ und beschreibt Twist als Rotation um die Achse vom Kopf zu den Füßen [1]. Im Tumbling bedeutet das: ein Flip und eine Schraube gleichzeitig, also zwei Rotationen, die dein Trainer sauber trennen und aufbauen muss.
Im ICU-Level Elite und im CCVD-Level 5 sind Flips mit einer Schraube erlaubt, davor nur Flips ohne Schraube [2][3]. Bei All-Star (USASF) ist der Full im Anlaufpass in Level 5 erlaubt, aus dem Stand erst in Level 6 [1]. Ob er in deiner Kategorie zulässig ist, steht im Regelwerk.
Der Full im Tumbling ist ein Salto mit Schraube auf dem Boden; das Full Up ist ein Stunt, bei dem die Flyerin beim Hochgehen in den Stunt eine volle Schraube dreht. Beide drehen 360 Grad, folgen aber unterschiedlichen Regeln: Tumbling-Regeln oben, Stunt-Regeln im Full-Up-Guide.
Dazu gibt es für Cheerleading keine eigenen Zahlen. Turnen, in dem Saltos mit Schrauben Alltag sind, hatte die höchste Rate katastrophaler Kopf- und Nackenverletzungen unter 17 Nicht-Football-Sportarten, 1,66 pro 100.000 Athletensaisons [10]. Das ist selten, aber schwer; deshalb nur mit Trainer, Spotting und gedämpfter Fläche.
Bow and Arrow im Cheerleading: Beweglichkeit mit Rückenschutz — [object Object]