Cradle im Cheerleading: Flyer wird in offener Pike-Position rücklings aufgefangen. Rollen, Regeln, häufige Fehler und warum der Kopfschutz hier zählt.
Der Cradle ist der Standard-Abgang im Cheerleading: Der Flyer wird in offener Pike-Position rücklings von den Bases aufgefangen. Die Regelwerke beschreiben ihn so: Die Top Person landet mit dem Gesicht nach oben in V-, Pike- oder Hollow-Body-Form, die Beine gestreckt und zusammen, unterhalb von Prep-Level; die Bases tragen sie, indem sie die Arme unter Rücken und Beine legen [1].
Warum dieser Guide wichtiger ist, als er aussieht: Abgänge sind ein Kollisionsrisiko. Das zeigt die Regeländerung „Double Down" von 2012, die einen Abgang mit zwei vollen Drehungen (720°) für Highschool-Teams und darunter verbot. Danach gingen laut US-Notaufnahmedaten bei 6- bis 18-Jährigen Kopfverletzungen und Zusammenstöße mit Teamkolleginnen zurück [3]. Das zeigt: Abgänge lassen sich durch Regeln und Technik sicherer machen.
Du lernst den Cradle nicht, um zu fliegen, sondern um sicher anzukommen.
Wo er im Regelwerk beginnt: Im ICU-Level Beginner sind Waist-Level-Cradles und Cradles aus höheren Stunts noch nicht erlaubt, das Team kommt dort über Abgänge mit Hilfe zum Boden. Im Level Novice sind nur gerade Pop-downs und einfache gerade Cradles vorgesehen, ab Intermediate kommen Viertel-Drehungen dazu [2]. Du siehst: Der Cradle ist ein Baustein, der Stufe für Stufe ausgebaut wird.
Zwei Catcher fangen unter Rücken und Beinen. Der Spotter sichert Kopf und Schulter. Wer was macht, steht fest, bevor jemand hochgeht. Catcher stehen beim Start auf der Fläche [1].
Meilenstein: Jeder erklärt seine Aufgabe, ohne zu zögern.
Der Flyer übt die Pike-/Hollow-Form: Beine gestreckt und geschlossen, Oberkörper leicht nach hinten, Spannung im Bauch. Merksatz: Je steifer du bist, desto leichter bist du zu fangen.
Meilenstein: 30 Sekunden Hollow Hold.
Aus niedriger Position übt das Team den Abgang ohne Wurf. Wichtig: gerade Cradles. ICU-Regeln erlauben auf niedrigen Levels nur gerade Cradles und Pop-downs [2].
Meilenstein: Fünf saubere Wiederholungen, ohne dass der Trainer eingreift.
Mit Spotter, Catchern und Trainer. Der Flyer bleibt gestreckt, die Bases fangen und tragen weich ab. Die Aufmerksamkeit aller liegt auf Kopf- und Schulterbereich.
Meilenstein: Drei Abgänge hintereinander ohne Korrektur.
Die Bases nehmen die Energie mit den Beinen auf, nicht mit gestreckten Armen. Danach führt der Flyer den Fuß kontrolliert auf den Boden.
Dieser Guide erklärt und motiviert, ersetzt aber kein betreutes Training. Cradle übst du nicht ohne Trainer, Spotter und Catcher.
Bevor ihr den Cradle aus dem Stunt übt, besprecht den Fehlerfall: Was machen Catcher und Spotter, wenn der Flyer krumm kommt oder zu früh abspringt? Wer das vorher im Team durchspricht, reagiert im Ernstfall schneller. Das ist Coaching-Erfahrung, keine Studie.
Lass das Team den Cradle ohne Flyer üben: Die Catcher stellen sich auf, zählen den Rhythmus und führen die Armbewegung trocken aus. Das trainiert Timing ohne Risiko. Es ist ein Praxis-Trick, keine Studie.
Ein Abgang, bei dem die Top Person mit dem Gesicht nach oben in V-, Pike- oder Hollow-Body-Form landet und von den Bases unter Rücken und Beinen aufgefangen wird [1].
Aus Multi-Base-Stunts verlangen die ICU-Regeln zwei Catcher plus einen Spotter, der Kopf und Schulter schützt; aus Single-Base-Stunts einen Spotter mit mindestens einer Hand an Taille bis Schulter [2].
Der Flyer spannt Bauch und Beine und bleibt gestreckt; die Bases federn mit den Beinen ab. Wie hoch die Last bei Landungen sein kann, zeigt die Messung von rund 6 Körpergewichten beim Pop-off [6].
Der Spotter schützt Kopf, Nacken, Rücken und Schultern des Flyers und steht dafür typischerweise seitlich oder hinter dem Stunt [1]. Er darf nicht gleichzeitig als Base gelten und muss aufmerksam bleiben, ohne andere Aufgaben zu übernehmen [1].
Nein. Die Regelwerke verlangen Aufsicht durch qualifizierte Coaches und geschulte Spotter [2].
Toe Touch lernen: Der Signatur-Sprung im Cheerleading — [object Object]