10 kuratierte Reiten-Spots in der Mongolei, jeder mit eigenem Text und Quelle.
Bayan-Ölgii
Mehrtägige Ritte durch Alpentäler auf 2.200–2.800 m, mit Gletscherbach-Querungen und Blick auf den Khüiten (4.374 m). Geritten wird auf Mongolenpferden, 4–6 Stunden pro Tag; etwas Reiterfahrung wird empfohlen. Saison Mitte Juni bis Ende August, davor liegt in den Hochlagen noch Schnee. Für den Nationalpark braucht es eine Grenzgebiets-Genehmigung, ausgestellt in Ölgii.
Quellen: Discover Altai, View Mongolia
Khövsgöl · Beste Zeit: Jun–Sep · Für alle Level
Weite Grasebene über 2.000 m zwischen Taiga und den Sajan-Bergen, durchzogen vom Shishged. Geritten wird mehrtägig auf mongolischen Pferden, oft bis zu den Tsaatan-Rentierhirten; Vorkenntnisse sind nicht nötig, eine Einweisung gehört dazu — matschige Bergpfade allerdings auch. Saison Juni bis September, Anreise per Flug nach Mörön plus lange Piste.
Quellen: Correct Mongolia — Darkhad Valley, Horse Treks Mongolia
Ömnögovi
Geritten wird hier auf zweihöckrigen Baktrischen Kamelen, nicht auf Pferden. Die lange Route führt in sieben Tagen und knapp 200 km vom Ostende der Gurvansaikhan-Kette zu den Dünen von Khongoryn Els; Gepäck und Ausrüstung fahren im Begleitfahrzeug mit, übernachtet wird im Zelt und in Ger-Camps. Der Veranstalter setzt Teilnehmer voraus, die sicher auf dem Kamel sitzen.
Quellen: mongolia.co.uk, Escape To Mongolia
Khentii · Beste Zeit: Jun–Sep · Für alle Level
Straßenloses Wildnisgebiet von rund 1,2 Mio. Hektar: Taigawald, Flusstäler, Moore und Pässe mit Bergseen. Geritten wird auf trainierten Trailpferden, meist als Expedition von einer bis zwei Wochen zwischen Frühjahr und Herbst. Sumpf und wilde Flüsse machen das Gelände fordernder als die offene Steppe.
Quellen: Stone Horse Expeditions Mongolia
Arkhangai
Ritte durch Vulkanlandschaft, Lärchenwald und offene Täler rund um den Terkhiin Tsagaan Nuur — der See ist rund 16 km lang, 4–6 km breit und bis 20 m tief, 40 Prozent davon flacher als zwei Meter. Geritten wird gemeinsam mit Hirtenfamilien aus der Gegend; nebenan liegt der erloschene Vulkan Khorgo, dessen letzter großer Ausbruch auf rund 8.000 v. Chr. datiert wird.
Quellen: Eternal Landscapes Mongolia, Wikipedia
Khövsgöl
Mehrtägige Ritte am Seeufer entlang, durch Taiga und über den Jigleg-Pass auf 2.500 m in die Darkhad-Senke; der Pass ist selbst bei trockenem Wetter schlammig. Unterwegs sind mongolische Pferde. Die Anforderung hängt am Veranstalter: von anfängertauglich mit Einweisung bis sicher in allen Gangarten; ein Anbieter nennt 120 kg Gewichtsgrenze. Saison Sommer und Herbst.
Quellen: Horse Treks Mongolia, Horse Trails Mongolia
Tov · Beste Zeit: Jun–Sep · Einsteiger
Hügelsteppe mit Birkenwald und dem Tuul-Tal, rund 100 km westlich von Ulaanbaatar. Geritten wird ausschließlich geführt auf mongolischen Pferden; die Takhi (Przewalski-Pferde) sind Wildtiere und werden nur beobachtet — morgens und abends am Fluss, meist mit Fernglas. Hauptsaison ist der Sommer von Juni bis August.
Quellen: Go Mongolia Tours — Hustai National Park, Hustai National Park (Parkverwaltung)
Övörkhangai · Beste Zeit: Jun–Sep · Für alle Level
Seengruppe im Changai-Hochland auf vulkanischem Grund, umgeben von Lärchenwald und Almwiesen. Ab dem Ende der Piste sind Fahrzeuge tabu — das Gepäck tragen Pack-Yaks, weiter geht es nur zu Pferd. Typisch sind 30–40 km bzw. rund vier Stunden Sattelzeit am Tag; Saison Mitte Mai bis Mitte Oktober.
Quellen: Stepperiders Mongolia, Horse Treks Mongolia — Eight Lakes
Övörkhangai · Beste Zeit: Jun–Sep · Für alle Level
Weites Grasland am Orchon-Fluss: Geritten wird flussaufwärts bis zum Wasserfall Ulaan Tsutgalan, das Gepäck tragen Pack-Yaks. Tagesetappen liegen bei 30–40 km oder rund vier Stunden im Sattel — machbar für erfahrene Reiter und unerschrockene Einsteiger. Saison Mitte Mai bis Mitte Oktober.
Quellen: Stepperiders Mongolia
Tov · Beste Zeit: Jun–Sep · Einsteiger
Granitfelsen mit bewaldeten Nordhängen, Blumenwiesen und schnellen Bächen, rund 65 km nordöstlich von Ulaanbaatar über Asphalt erreichbar. In der Touristenzone gibt es Ritte von einer bis mehreren Stunden — der übliche Einstieg. Wer mehr will, reitet mehrtägig weiter in die abgelegenen Bergzüge.
Quellen: View Mongolia — Gorkhi Terelj National Park