Die besten Sport-Spots und Abenteuer in Kuba – Reisetipps, Packlisten und Erfahrungen von DOMISPORTS.
Camagüey · Tauchen, Schnorcheln · Beste Zeit: Nov–Apr
Geschütztes Riff-Archipel weit draußen vor der Südküste, erreichbar nur per Liveaboard: Karibische Riffhaie und Ammenhaie an fast jedem Tauchplatz, gesunde Korallen, Krokodile in den Mangroven. Die Plätze sind streng limitiert — das hält die Riffe intakt und die Buchungslage eng. Liveaboard-Only-Destination — 5-Tage-Trips ab Júcaro.
Für Tauchen: Jardines de la Reina liegt rund 80 km vor Kubas Südküste und ist nur per Liveaboard ab Júcaro erreichbar — je nach Wetter 2,5 bis 5 Stunden Anfahrt. Strömung ist gering, Wasser 26 bis 29 °C, Sicht oft über 30 m. An manchen Plätzen stehen bis zu 30 Karibische Riffhaie und Seidenhaie gleichzeitig im Wasser. Hauptsaison Dezember bis April.
Pinar del Río · Radfahren, Klettern, Wandern · Beste Zeit: Nov–Apr
Karstkegel über Tabakfeldern: Du radelst auf ruhigen Wegen durchs Tal, kletterst an den überhängenden Mogote-Wänden und wanderst zwischen Fincas und Höhlen. Die Kletterszene ist klein und familiär, Material bringst du besser selbst mit. Kubas entspannteste Outdoor-Basis. Fahrrad mieten (~€5/Tag) und durchs Tal radeln — Tabakfelder und Mogotes.
Sancti Spíritus · Wandern, Radfahren, Reiten · Beste Zeit: Nov–Apr
Kolonialstadt mit Sport im Rücken: Im Escambray-Gebirge wanderst du zu Wasserfällen mit türkisen Badepools, per Rad rollst du zum Playa Ancón, und zwischen den Tälern geht es zu Pferd durch Kaffee- und Zuckerland. Abends Salsa auf der Treppe — Regeneration auf Kubanisch. El Nicho Wasserfall — Schwimmen in türkisem Pool.
Für Reiten: Tagesritt durch das Valle de los Ingenios, das UNESCO-gelistete Zuckermühlental am Fuß der Sierra del Escambray. Übliche Tour: 09:00 Abholung, Rückkehr gegen 15:30, Halt am Wasserfall El Hoyo del Pilón mit Bad im Naturbecken und kreolischem Mittagessen. Zu den Pferden geht es per Kutsche; wer nicht reiten mag, fährt in der Volanta mit. Täglich.
Für Wandern: Hinter Trinidad steigt das Escambray auf: Topes de Collantes liegt auf 800 m, das Schutzgebiet umfasst 124,94 km², höchster Punkt ist der Pico San Juan mit 1.140 m. Der Sendero Codina gilt laut EcuRed als wenig anspruchsvoll und damit als Einstieg ins Wegenetz.
Isla de la Juventud · Tauchen, Schnorcheln · Beste Zeit: Nov–Apr
Flache Karibikinsel mit Riffen direkt vor der Haustür: Du tauchst an Korallengärten und kleinen Steilwänden, schnorchelst über Seesternfeldern und hast kilometerlange Strände fast für dich. Kein Ort für Programm-Junkies — hier zählen Wasser, Riff und Ruhe. Playa Sirena — Kubas schönster Strand, fast leer.
Für Tauchen: Cayo Largo listet 32 Tauchplätze: flache Riffe ab 5 m, Steilwände mit Gorgonien, Tunnel, das Wrack Barco Hundido auf 17 bis 32 m und die Cueva del Negro auf 23 bis 36 m. Die meisten Plätze liegen 15 bis 30 Bootsminuten entfernt, die weiter draußen ein bis zwei Stunden. Ammenhaie, Zackenbarsche, Schnapper, Barrakudas und Muränen.
Guantánamo · Wandern, Kajakfahren, Radfahren · Beste Zeit: Nov–Apr
Kubas grüner, feuchter Osten: Du besteigst den Tafelberg El Yunque durch Kakaoplantagen und Regenwald, paddelst Flussmündungen hinauf und radelst die Küstenstraßen entlang. Weit weg vom Strandtourismus des Westens — dafür näher an dem Kuba, das kaum jemand sieht. El Yunque Wanderung (580m) — Kubas Tafelberg, 3h Aufstieg.
Für Wandern: Baracoa liegt zwischen dem Tafelberg El Yunque (400–575 m, seit 1979 Monumento Nacional) und dem Nationalpark Alejandro de Humboldt: 70.680 Hektar, seit 2001 UNESCO-Welterbe, mit Besucherzentren, Wegen und Zeltplätzen. Rund 70 % der dortigen Samenpflanzen sind endemisch.
Pinar del Río · Tauchen, Schnorcheln, Wandern · Beste Zeit: Dez–Apr
Ganz im Westen Kubas, am Ende der Guanahacabibes-Halbinsel, liegt Kubas entspannteste Tauchbasis: rund 50 Spots mit Steilwänden, Schwarzkorallen-Wäldern und Durchschwimm-Höhlen wie an der Yemayá-Wand. Die Bahía de Corrientes ist geschützt und meist spiegelglatt — perfekt für zwei, drei Tauchgänge am Tag. Abends gibt es hier nichts außer Sonnenuntergang, und genau das ist der Punkt. Die Steilwände beginnen nur wenige hundert Meter vor dem Strand — die Bootsfahrten zu den rund 50 Spots dauern selten mehr als zehn Minuten.
Für Tauchen: María la Gorda führt 50 Tauchplätze am Rand des Schelfs, der dicht vor dem Ufer auf 200 bis 1000 m abfällt: Steilwände, Korallenschluchten und Tunnel, dazu Nachttauchgänge. Sicht im Mittel 30 m horizontal, Wasser 24 °C im Winter bis 30 °C im August. Die Basis hält Sauerstoff und Reanimationsausrüstung vor.
Matanzas · Schnorcheln, Tauchen, Schwimmen · Beste Zeit: Nov–Apr
In der Schweinebucht schnorchelst und tauchst du direkt vom Ufer — die Riffkante fällt wenige Meter vor dem Strand steil ab, bei 20 bis 40 Metern Sicht. Highlights sind der tiefblaue Cenote Cueva de los Peces im Küstenwald und die Steilwände samt Wracks bei Punta Perdiz. Günstiger und unkomplizierter kommst du in der Karibik kaum ans Riff. Die Cueva de los Peces ist ein rund 70 Meter tiefer Cenote direkt an der Küstenstraße — Maske einpacken und einfach reinspringen.
Für Schwimmen: An der Schweinebucht wird vom Felsufer aus geschwommen: Bei Punta Perdiz und Caleta Buena führen Leitern ins Wasser, der Grund fällt von rund 2 auf 4 bis 6 m ab, etwa 100 m draußen beginnt die Riffkante. Die Buchten liegen geschützt, dafür gibt es Seeigel und scharfe Karstkanten - Wasserschuhe einpacken. Aufsicht gibt es nicht.
Für Tauchen: In der Schweinebucht taucht man vom Ufer: Bei Punta Perdiz beginnt die Wand schon 30 bis 40 m vom Strand, getaucht wird an ihrer Kante auf 20 bis 25 m. Strömung ist kaum vorhanden, Ein- und Ausstieg gehen über den Strand. Den Erfahrungsstand gibt man bei der Anmeldung selbst an — plane deine Tiefe entsprechend ehrlich.
Santiago de Cuba · Trekking, Wandern · Beste Zeit: Dez–Apr
Mit 1.974 Metern ist der Turquino Kubas höchster Gipfel — der Trek durch die Sierra Maestra bedeutet rund 19 Kilometer und 1.300 Höhenmeter pro Richtung, meist als Zwei- bis Dreitagestour mit Hüttenübernachtung. Du läufst durch Nebelwald mit Riesenfarnen und Orchideen, vorbei an Castros Revolutionsquartier La Comandancia de la Plata. Schweißtreibend, matschig, grandios. Ohne Guide läuft nichts — die Permit-Gebühr am Parkeingang inkludiert den Pflicht-Guide und den Hüttenplatz in Aguada de Joaquín.
Für Wandern: Der Pico Turquino misst 1.974 m und liegt im Nationalpark Turquino, der 175,4 km² und über 17 Gipfel jenseits von 1.300 m umfasst. Der Zustieg aus Granma über Alto del Naranjo gilt als der sanftere, der von Santiago de Cuba aus als schwieriger.
Ciego de Ávila · Kitesurfen, Schnorcheln, Angeln · Beste Zeit: Nov–Apr
An der Playa El Paso stehst du in hüfttiefem, glattem Wasser über Sandboden — mit konstanten 11 bis 15 Knoten Passatwind ein Kite-Lernspot der Karibik. Hier hat Kubas erste Kiteschule aufgemacht, das Niveau reicht vom ersten Wasserstart bis zur Freeride-Session. Windpause? Dann Schnorcheln am Riff oder Hochseeangeln in Hemingways altem Revier. Gestartet wird nur in den markierten Kite-Zonen bei den Hotels — dafür wird eine Pauschale von rund 25 Dollar pro Aufenthalt fällig.
Für Kitesurfen: Flaches, klares Lagunenwasser mit Sandgrund; Hauptrichtung ist Nordost bis Ostnordost, bei Nordwind wird es choppig. Bei Niedrigwasser wird es sehr flach, mit auflaufendem Wasser besser befahrbar. Saison November bis April. Gestartet wird nur in den ausgewiesenen Zonen zwischen Kiteschule und Steg sowie am äußersten linken Strandende; auf Schwimmer achten.
Artemisa · Wandern, Zipline, Schwimmen · Beste Zeit: Nov–Apr
Öko-Dorf im Biosphärenreservat Sierra del Rosario, 80 Kilometer westlich von Havanna: markierte Wanderwege zwischen 3 und 6,4 Kilometern führen zu Kaffeeplantagen-Ruinen und Aussichtshügeln wie der Loma El Taburete. Dazu Kubas erste Zipline — sechs Seile, insgesamt 1,6 Kilometer über Dorf und See. Machbar für alle, und mit 117 Vogelarten läuft nebenbei Birdwatching mit. Die sechs Seile von Kubas ältester Zipline kreuzen den See gleich zweimal — danach kühlst du dich in den Naturpools des Río San Juan ab.
Für Schwimmen: Am Río San Juan, rund 3 km südlich des Hotels Moka, hat das Wasser über Felsterrassen eine Kette von Becken ausgewaschen, dazwischen fallen kleine Kaskaden. Umkleiden, Duschen und ein einfaches Restaurant sind vor Ort, der Zugang ist kostenpflichtig. Die Anfahrt läuft über eine kurvige Asphaltstraße.
Isla de la Juventud · Tauchen, Schnorcheln · Beste Zeit: Dez–Apr
Ganz im Südwesten der Isla de la Juventud liegt ein Marinepark, in den nur Tauchboote fahren: 56 Spots mit Steilwänden, Canyons, Wracks und Höhlen — in der Cueva Azul stehen Tarpune im Dunkeln. Das Wasser der Bahía de Siguanea ist geschützt und meistens glasklar. Anreise per Fähre ab Batabanó oder Inlandsflug nach Nueva Gerona plus Fahrt zum El Colony — dafür hast du das Riff praktisch für dich. Ins Schutzgebiet kommst du nur mit dem Boot des Tauchzentrums am Hotel El Colony — ohne gebuchten Tauchgang läuft nichts.
Für Tauchen: Punta Francés ist Marine-Nationalpark, rund 90 Bootsminuten von der Isla de la Juventud entfernt. Die Sicht liegt zwischen 20 und 40 m, das Wasser im Jahresmittel bei 24 °C. Getaucht werden Schwarzkorallen-Bestände und mehrere Wracks mit erhaltenen Geschützen und Leitern; dazu Tarpune bis rund 2 m, Adlerrochen und Nassau-Zackenbarsche.
Camagüey · Tauchen, Schnorcheln · Beste Zeit: Sep–Jan
Vor der Einfahrt in die Bucht von Nuevitas füttern die Guides Bullenhaie: Die sogenannte Shark Show läuft auf rund 25 Metern Sandboden, drei bis fünfzehn Tiere von über drei Metern Länge ziehen dabei in aller Ruhe an dir vorbei. Auf demselben Tauchgang liegt das über hundert Jahre alte Holzwrack der Nueva Mortera, der Bug schon auf fünf Metern. Ein verlässlicher Hai-Spot der Karibik — und nichts für frisch Brevetierte. Von September bis Januar sammeln sich die trächtigen Weibchen im Kanal von Nuevitas — außerhalb dieser Monate kann der Tauchgang haifrei bleiben.
Für Tauchen: Vor Playa Santa Lucía werden Bullenhaie getaucht — Saison November bis April, Tauchtiefen 18 bis 32 m, Advanced Open Water empfohlen. Die Fütterungen laufen kontrolliert mit lokalen Guides, das Briefing vorher ist Pflicht. Sicht an ruhigen Tagen bis 30 m. Basis ist Shark's Friends bei Playa Los Cocos.
Holguín · Wandern, Schwimmen · Beste Zeit: Nov–Apr
Auf dem Kiefern-Hochplateau von Pinares de Mayarí, 546 Meter über dem Meer, fällt Kubas höchster Wasserfall in zwei Stufen von 85 und 127 Metern ins Tal. Vom Mirador führt ein steiler Pfad die Ostflanke hinunter zum Becken — Abstieg und Rückweg zusammen rund anderthalb Stunden, unten wartet ein Naturpool zum Reinspringen. Schon die Anfahrt ist Programm: Die Bergpiste ab Mayarí ist reines Allrad-Terrain. Ohne Jeep kommst du nicht hoch — Ecotur fährt Safari-Touren zum Salto ab Guardalavaca und Holguín.
Für Schwimmen: Im Nationalpark La Mensura bei Pinares de Mayarí stürzt der Guayabo in zwei Stufen von 85 und 127 m. Gebadet wird in den Naturbecken unterhalb der Fälle. Der Weg dorthin ist 1.200 m lang, der steile Schlussabschnitt von 400 m braucht rund 40 Minuten, hin und zurück etwa 1:50 h. Am Rand steht ein Aussichtsturm.
Für Wandern: Der Wasserfall in Pinares de Mayarí fällt in zwei Stufen von 85 und 127 Metern; der Aussichtspunkt liegt auf 546 m. Zustieg und Abstieg des Pfades über den Osthang dauern zusammen rund 1,5 Stunden. Er ist die Hauptattraktion des Nationalparks La Mensura.
Cienfuegos · Tauchen, Schnorcheln, Schwimmen · Beste Zeit: Nov–Apr
Rund 18 Kilometer südlich von Cienfuegos kippt die Riffkante schon wenige Schwimmzüge vom Strand entfernt ins Blaue. Vom Tauchzentrum Faro Luna erreichst du über 30 Spots mit Wänden, Tunneln, Gorgonienfeldern und mehreren gut erhaltenen Wracks, dazu eine Säulenkoralle, die hier alle Caribbean Lady nennen. Günstig, unkompliziert und genau der richtige Ort, um den ersten Tauchschein zu machen. Die Riffkante liegt nur rund 60 Meter vor dem Ufer — mit Maske und Flossen bist du ohne Boot drüber.
Für Schwimmen: Halbrunde Sandbucht rund 20 km südlich von Cienfuegos mit feinem Sand und türkisem Wasser. Vor der Küste liegen Korallenriffe, darunter eine 5 m hohe Säulenkoralle; Tauchbasen wie Faro Luna und Guajimico arbeiten direkt vor Ort. Am vollsten ist der Strand in den kubanischen Sommermonaten.
Für Tauchen: Das Tauchzentrum Faro Luna an der Küste von Rancho Luna betreut 30 Tauchplätze — der entfernteste liegt 15 Bootsminuten vor der Küste. Dabei sind sieben Wracks, eines an einer senkrechten Wand mit Resten des 1898 gekappten englischen Telegrafenkabels. Gezählt sind 47 Korallenarten; getaucht wird bis 40 m. Hauptsaison November bis April.
Villa Clara · Wandern, Angeln, Schwimmen · Beste Zeit: Nov–Apr
Der Stausee am Nordrand des Escambray ist tief, klar und für kubanische Verhältnisse angenehm kühl — und gilt als bestes Schwarzbarsch-Revier des Landes: gefischt wird vom Motorboot mit Guide, organisiert über das Hotel Hanabanilla. Wer lieber läuft, lässt sich über den See setzen und geht von der Anlegestelle einen Kilometer zum Wasserfall Arroyo Trinitario, wo du baden kannst. Kein Meer, keine Crowds — dafür Berge, Kiefern und Stille. Die Wanderwege liegen am gegenüberliegenden Ufer — das Boot dorthin buchst du direkt am Hotel Hanabanilla, anders kommst du nicht hin.
Für Schwimmen: Der Stausee im Escambray misst 13 km² und liefert Trinkwasser für Villa Clara und Cienfuegos. Gebadet wird nicht am Damm, sondern an den Naturbecken und Kaskaden des Arroyo Trinitario: per Boot vom Hotel Hanabanilla rund 35 Minuten bis zum Wegbeginn. Dazu kommen sechs Naturpfade und Angeln nach dem Prinzip Fang und Zurücksetzen.
Für Wandern: Der Stausee im Escambray bedeckt 13 km². Von hier starten Wanderwege: „Un reto a la loma del Atalaya" mit 17 km in rund 7 Stunden verlangt gute Kondition, „La rivera por dentro" bleibt mit 3,4 km leicht. Die Temperaturen liegen im Mittel bei 21–25 °C.