Höhe laufen beim Windsurfen: Aufkreuzen gegen den Wind

Höhe laufen und Aufkreuzen Schritt für Schritt: Amwind-Kurs, Segel und Schwert richtig einsetzen, wenden und mit Fixpunkt sicher zum Start zurückkommen.

Sportart: Windsurfen · Level: Anfänger

Einleitung

Wie kommst du beim Windsurfen gegen den Wind zurück? Gar nicht direkt: Du fährst im Zickzack hart am Wind, das heißt Aufkreuzen oder Höhe laufen. Je nach Windstärke und Material schaffst du dabei bis etwa 45° zum Wind [1].

Die ehrliche Antwort zur Schwierigkeit: Kreuzen ist kein Showmove, es ist anstrengend, langsam und dauert. Es ist die langsamste Fahrtrichtung überhaupt [1]. Aber es ist der Skill, der dich vom „Ich treibe mal raus" zum „Ich komme garantiert zurück" macht. Wer es nicht kann, läuft Höhe am Strand zu Fuß, mit dem Rigg auf der Schulter.

Nimm das ernst, denn es ist keine Spielerei: Wer erschöpft aufkreuzen muss, kann in gefährliche Situationen geraten, für sich selbst und für die Retter [1].

Wo der Skill in deiner Lernkette sitzt: Höhe laufen ist die Brücke zwischen Segelsteuerung und echtem Fahren. Erst wenn du Anluven und Abfallen sauber trennst, kannst du den Kurs bewusst wählen. Danach folgt die Wende als Seitenwechsel, später die Halse. Wer das Kreuzen beherrscht, ist nicht mehr vom Wind abhängig, wohin er gerade treibt.

Merke: Kreuzen ist Geduldsarbeit. Plane lieber einen Schlag mehr ein, als am Ende gegen Strömung und Wind zu paddeln.

Was du brauchst

Schritt für Schritt

1. Fixpunkt wählen und Kopf drehen

Such dir einen Punkt am Ufer, den du erreichen willst. Orientiere dich beim Kreuzen mit Kopfdrehung und Augenkontakt immer an diesem Punkt [1]. Wer aufs Wasser starrt, verliert den Kurs.

Meilenstein: Du hältst einen Kurs 30 Sekunden lang, ohne dass das Brett von selbst wegdreht.

2. Auf Amwind anluven – nur das Segel kippen

Beim Anluven kippst du das Segel in der Segelebene nach hinten (Richtung Heck und Lee), verschiebst die Hände am Gabelbaum nach vorn und bringst dein Gewicht auf den vorderen Fuß [1][2]. Dein Körper bleibt dabei gerade.

Wichtig: Die Anluv-Bewegung verleitet dazu, das Segel zu dicht zu nehmen. Dann reißt die Strömung ab und das Board treibt nach Luv ab [1]. Das Segel wird beim Steuern weder dichtgeholt noch geöffnet, es wandert nur auf seiner Linie [2].

3. Anluven rechtzeitig beenden

Direkt gegen den Wind fahren geht nicht. Beende das Anluven darum, bevor das Brett komplett gegen den Wind steht [2]: Segel zurück in Fahrposition, Gabelbaum wieder fast waagerecht, Segelhand nach hinten, Segel dicht.

4. Wenden und Gegenschlag

Am Ende deines Schlags wendest du. Die Wende ist die eigentliche Höhe-Maschine: Du machst mit jedem Umdrehen einige Meter nach Luv gut, statt wie bei der Halse rund 20 Meter Höhe zu verlieren [3]. Danach fährst du im gleichen Winkel auf der anderen Seite weiter. So entsteht dein Zickzack.

Meilenstein: Drei Schläge in Folge, und dein Ausgangspunkt liegt am Ende hinter dir im Lee.

Häufige Fehler

Sicherheitshinweise

Pro-Tipp

Kreuze nicht nur nach Gefühl, sondern nach Landmarke: Peile über dein Segel einen festen Punkt am Ufer an. Wandert er nach Lee aus dem Blick, driftest du ab. Wandert er nach Luv, fährst du Höhe. Das Auge ist dein bester Windmesser. Wenden kannst du auch in Böen leicht, weil die Wende dich ohne Höhenverlust dreht [3].

FAQ

Wie fahre ich beim Windsurfen gegen den Wind?

Du fährst im Zickzack hart am Wind (Amwind) und wendest am Ende jedes Schlags. Direkt gegen den Wind ist nicht möglich. Je nach Wind und Material kommst du bis etwa 45° an den Wind heran [1].

Warum driftet mein Brett beim Kreuzen so stark ab?

Meist ist das Segel zu dicht gehalten. Dann reißt die Strömung ab und das Board treibt nach Luv ab, statt Vortrieb zu machen. Öffne das Segel etwas, schiebe die Hände am Gabelbaum nach vorn und kippe nur das Rigg nach hinten [1][2].

Wann sollte ich aufkreuzen, wann nicht?

Kreuze zuerst gegen den Wind, solange du fit bist, damit du bei Erschöpfung oder mehr Wind leichter zurückkommst [1]. Bei ablandigem Wind fährst du bei Stärke gar nicht erst raus.

Ist Wenden besser als Halsen beim Kreuzen?

Ja, wenn du Höhe halten willst. Die Wende bringt dich nach Luv, die Halse kostet Höhe, laut surf-Fahrtechnik rund 20 Meter pro Halse [3].

Schritt für Schritt

  1. Fixpunkt am Ufer wählen: Such dir einen Punkt weit oben im Wind am Ufer und halte den Kopf in diese Richtung gedreht.
  2. Auf Amwind anluven: Segel auf der Segelebene nach hinten kippen, Hände am Gabelbaum nach vorn, Gewicht auf den vorderen Fuß, Segel nicht dichter holen.
  3. Schwert ausfahren und Kurs halten: Mit ausgefahrenem Schwert driftest du weniger ab; Kurs über Vorliek und Segelstand kontrollieren.
  4. Wenden und Gegenschlag fahren: Am Ende des Schlags wenden und im gleichen Winkel auf der anderen Seite weiterkreuzen.

Key Takeaways

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Clew-First-Fahren beim Windsurfen: Segel gedreht, Schothorn voraus — [object Object]

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