Ein Salto ist 0,5 Punkte wert, ein Dreifacher 1,7: wie Ausführung, Schwierigkeit, Flughöhe und Tuchmitte-Kontrolle zur Trampolin-Wertung zusammenkommen.
Wie viel ist ein Salto eigentlich wert? Beim Trampolinturnen gibt es darauf eine sehr genaue Antwort: Ein einfacher Hocksalto bringt dir 0,5 Punkte, ein dreifacher Hocksalto mit halber Schraube dagegen 1,7 Punkte [1] – mehr als dreimal so viel für nur eine zusätzliche Drehung obendrauf. Genau diese Exponential-Logik treibt den Spitzensport an.
Die Gesamtwertung im Einzel-Wettkampf setzt sich aus vier Teilen zusammen: Ausführung, Schwierigkeit, Flughöhe und horizontale Abweichung [2]. Sechs Kampfrichter bewerten deine Form – Körperspannung, sauber gestreckte Zehen, keine unnötigen Bewegungen – und ziehen Punkte für jeden sichtbaren Fehler ab [2].
Am beeindruckendsten ist die Flughöhen-Messung: Ein Laser auf Höhe des Sprungtuchs misst die Zeit, die du in der Luft verbringst, auf die Tausendstelsekunde genau [3] – und rechnet das direkt in Punkte um. Wer höher und länger fliegt, wird also nicht nur subjektiv beeindruckender, sondern objektiv messbar besser bewertet.
Der aktuelle Weltrekord in der Schwierigkeit liegt bei 18,90 Punkten bei den Herren [4] – umgerechnet das Äquivalent von fast 38 einfachen Hocksaltos in einer einzigen Zehner-Kür. Das gibt dir ein Gefühl dafür, wie viel Drehung in zehn Sprüngen tatsächlich steckt.
Sechs Kampfrichter beobachten deine Form während der gesamten Kür und ziehen für jeden sichtbaren Fehler Punkte ab [2] – unsaubere Körperposition, unnötige Armbewegungen, fehlende Streckung. Diese Note bestraft nicht Mut, sondern Unsauberkeit.
Jede Bewegung hat einen festen Punktwert: Ein einfacher Hocksalto ist 0,5 Punkte wert, ein dreifacher Hocksalto mit halber Schraube 1,7 [1]. Mit jeder zusätzlichen Drehung oder Schraube steigt der Wert überproportional – das lohnt sich nur, wenn die Ausführung sauber bleibt.
Jedes Mal, wenn deine Füße das Tuch berühren, messen Kampfrichter, wie weit du von der Mitte entfernt landest [2]. Diese Abweichungen werden über die ganze Kür gemittelt und von 10,0 abgezogen – Tuchmitte-Kontrolle ist also nicht nur Sicherheit, sondern bare Münze.
Ein Laser auf Trampolinhöhe misst deine gesamte Luftzeit auf die Tausendstelsekunde [3] und rechnet sie in einen Punktwert um. Höhe ist damit nicht nur beeindruckend, sondern eine der vier gleichberechtigten Wertungssäulen.
Die Endnote ist die Summe aus Ausführung, Schwierigkeit, Flughöhe und horizontaler Abweichung, abzüglich Abzügen [2]. Ein technisch simpler, aber makellos geturnter Durchgang kann einen ambitionierten, aber unsauberen Durchgang durchaus schlagen.
Der Ehrgeiz, höhere Schwierigkeitswerte zu turnen, darf nie schneller wachsen als deine tatsächliche technische Sicherheit. Ein Sprung mit hohem Tarif, der noch nicht sauber sitzt, ist im Wettkampf ein Sicherheitsrisiko, kein cleverer Punktegewinn.
Turne neue, schwierigere Elemente immer erst im Training über Rig und Grube ab, bevor sie überhaupt für eine Wettkampfkür infrage kommen – unabhängig davon, wie verlockend die zusätzlichen Punkte sind.
Schau dir Wettkampfvideos mit eingeblendeter Wertung an und versuch, die Abzüge selbst zu erkennen, bevor die Zahl erscheint. Das trainiert genau das Auge, das später dein eigenes Training schärft – du siehst kleine Fehler, bevor dein Coach sie ansprechen muss.
Ein Kniff, den viele übersehen: Die horizontale Abweichung ist oft der am leichtesten zu verbessernde Wertungsteil, weil sie reine Übungssache ist. Wer bewusst auf die Tuchmitte trainiert, gewinnt hier schneller Punkte als über neue, schwierigere Saltos.
Aus vier Teilen: Ausführung (von sechs Kampfrichtern bewertet), Schwierigkeit (feste Punktwerte pro Element), Flughöhe (per Laser gemessen) und horizontale Abweichung von der Tuchmitte [2] [3]. Alle vier zusammen ergeben die Endnote.
Ein einfacher Hocksalto ist 0,5 Punkte wert, ein dreifacher Hocksalto mit halber Schraube 1,7 Punkte [1] – der Wert steigt also deutlich überproportional mit jeder zusätzlichen Drehung.
Ein Laser auf Höhe des Sprungtuchs misst deine gesamte Zeit in der Luft während der Kür auf die Tausendstelsekunde genau [3]. Diese Zeit wird direkt in einen Punktwert umgerechnet und zur Endnote addiert.
Auch ohne Wettkampfambitionen hilft es, gezielter zu trainieren: Wer weiß, dass Tuchmitte-Kontrolle genauso zählt wie Schwierigkeit, übt bewusster an Präzision statt nur an neuen, spektakulären Elementen.