Constant Weight verstehen: Tieftauchen am Seil mit Flossen ohne Gewichtswechsel. Ablauf, Blackout-Risiko, Aufsichtsregeln und Kurs-Pflicht, mit Buddy und Safety.
Was bedeutet Constant Weight, und warum gilt es als Königsdisziplin? Die ehrliche Antwort: Du tauchst an einem Seil mit Flossen in die Tiefe und wieder hoch, ohne Gewicht abzuwerfen oder dich am Seil hochzuziehen. Der Name beschreibt es: Das Gewicht, das du hinunterbringst, bringst du wieder hinauf. Dahinter steckt viel Kontrolle, und viel Risiko.
Die Wissenschaft liefert dazu klare Warnungen. Eine Studie mit 14 Wettkampf-Freitauchern, die in der Tiefe ein Pulsoximeter trugen, fand: Bei Tauchgängen tiefer als 35 Metern (Schnitt 53 Meter) fiel der Sauerstoff bis auf 58 Prozent, bei flachen Tauchgängen (Schnitt 17 Meter) nur auf 74 Prozent, obwohl beide ähnlich lang dauerten [1]. Zwei Freitaucher zeigten schon am Boden schwere Hypoxie, und vier entwickelten sie erst nach dem Auftauchen [1]. In Wettkämpfen mit 38.789 Starts hatte CNF, also Constant Weight ohne Flossen, das 2,02-fache Risiko für Bewusstlosigkeit [2].
Wichtig: Dieser Guide beschreibt die Disziplin, keine Trainings-Tiefen. Ohne Kurs, Aufsicht und Safety-Team ist CWT lebensgefährlich. Er erklärt und motiviert, er ersetzt keinen Freitauch-Kurs.
Ohne Ausbildung geht es nicht. Im Kurs lernst du Technik, Sicherung und Rettung. Beim Tauchgang selbst gilt: Jeder Versuch hat Safety, Buddy und Briefing. Meilenstein: Du hast einen Kurs besucht und die Rettungsübung bestanden.
Bevor Tiefe zählt, zählt die Basis: Duck Dive sauber, Flossenschlag gleichmäßig, Druckausgleich schon bei wenigen Metern zuverlässig. Probleme beim Druckausgleich sind nach Lindholm und Lundgren ein eigener Risikofaktor und können Schwindel auslösen [3]. Meilenstein: Du gleichst ohne Anstrengung in flachem Wasser aus.
Die Leine ist dein Weg und deine Sicherung. Das Gewicht wird so gewählt, dass du an der Oberfläche schwimmst, auch mit voller Lunge (siehe Hinweise von DAN [4]). Meilenstein: Du kontrollierst, dass du neutral am Seil schwebst.
Mit lockerem Atem starten, früh und oft ausgleichen, ruhig kicken. Wie tief du gehst, legen dein Kurs und deine Absprache fest, nicht dein Ehrgeiz. Wer in einer Gruppe taucht, geht nie tiefer als sein Buddy [4]. Meilenstein: Du erreichst deine geplante Tiefe ohne Hektik.
Der Aufstieg ist der gefährlichste Teil: Rasche Druckabnahme senkt den Sauerstoffdruck in der Lunge [1]. DAN nennt das Auftauchen den kritischsten Teil eines vertikalen Tauchgangs, mit den meisten Problemen im letzten Drittel [4]. Kick ruhig und gleichmäßig. Meilenstein: Du steigst ohne Beschleunigung und ohne Hecheln.
An der Oberfläche ruhig atmen, das Zeichen für OK zeigen und dich mit dem Buddy abstimmen. Bleib wach und konzentriert, bis dein Buddy bestätigt. Meilenstein: Du gibst das Zeichen klar und ohne Verzögerung.
Tauche mit einem Plan, der auch Nein sagt. Lege vor dem Tauchgang fest: Tiefe, Umkehrzeichen, Abbruchsignal. Wenn das Gefühl heute „schwer" ist, dreh um. Wettkampfdaten zeigen höhere Zwischenfallraten in den Disziplinen ohne Flossen [2], also dort, wo die Reserve kleiner ist. Du gewinnst nichts durch das Ignorieren eines mulmigen Gefühls. Und schreib nach jedem Tauchgang zwei Sätze auf: Was war leicht, was war eng? Nach zehn Einträgen siehst du Muster, die kein Computer zeigt.
Tieftauchen am Seil mit Flossen, aus eigener Kraft, ohne das Gewicht zu wechseln. Du hinterlässt unten nichts und ziehst dich nicht am Seil hoch.
Das legen Kurs, Instructor und deine Fähigkeiten fest. Es gibt keinen belegten Idealwert für Einsteiger, deshalb nennen wir keine Zahl. Tiefe steigt mit Erfahrung und Aufsicht.
Weil der Umgebungsdruck sinkt und damit der Sauerstoffdruck in der Lunge. Bei Tauchgängen über 35 Metern fiel der Sauerstoff in einer Studie deutlich stärker [1]. DAN nennt die Auftauchphase den kritischsten Teil [4].
Ja. Auch Wettkampfsportler tauchen unter Safety. Ohne Buddy kann ein Blackout im Wasser tödlich enden [4].
Sidemount-Tauchen: Zwei Flaschen seitlich, Gas und Ventile selbst im Griff — [object Object]