Zwei Hawaii-Rettungsschwimmer erfanden in den 80ern den Rettungsschlitten, der heute jede Big-Wave-Session absichert. So funktioniert das Sicherheitssystem.
Wer rettet dich eigentlich, wenn du selbst nicht mehr kannst — und wie schnell muss das gehen? Die ehrliche Antwort: Zwischen den Wellen eines Sets bleibt oft nur ein Fenster von 7 bis 18 Sekunden [1] für eine Rettung — ungefähr die Zeit, um zweimal ruhig das Alphabet aufzusagen. Länger darf eine Rettungsaktion in der Impact-Zone praktisch nie dauern.
Möglich macht das ein Gerät, das zwei hawaiianische Rettungsschwimmer, Brian Keaulana und Archie Kalepa, bereits in den 1980er Jahren erfanden [2]: den Rettungsschlitten, ein gepolstertes Schwimmelement am Heck des Jetskis. Aus dieser Erfindung wuchs später eine ganze Sicherheitskultur — inklusive der Big Wave Risk Assessment Group (BWRAG), gegründet 2011 [3], die bis heute das Risikodenken der Szene prägt.
Der Schlitten wird über drei Befestigungspunkte am Heck des Jetskis montiert [2] und hat zahlreiche Griffschlaufen, an denen sich ein Surfer im Ernstfall festhalten kann. Entwickelt wurde er, weil klassische Schwimmrettung in der Impact-Zone schlicht zu langsam und zu gefährlich für den Retter selbst ist.
Zwischen den Wellen eines Sets liegen oft nur 7 bis 18 Sekunden Pause [1] — das einzige sichere Fenster, in dem ein Jetski überhaupt in die Nähe der Impact-Zone fahren kann, ohne selbst von der nächsten Welle erwischt zu werden. Jede Rettung muss in diesem Takt geplant sein, nicht danach.
Die BWRAG fasst Sicherheit in drei Fragen zusammen [3]: Wissen — kennst du Riff, Strömungen und Zonen des Spots? Fähigkeiten — wie stark bist du als Schwimmer, wie ruhig unter Druck? Technologie — funktioniert deine Weste, ist der Jetski abgesprochen, ist dein Notfall-Kit bereit? Nur wer alle drei ehrlich beantwortet, sollte an einem großen Tag rauspaddeln.
Die BWRAG wurde 2011 [3] gegründet, im selben Jahr, in dem Sion Milosky bei Mavericks starb — kein Zufall, sondern eine direkte Reaktion der Szene auf zu viele unnötige Todesfälle. Seither schult sie Surfer weltweit systematisch in Risikomanagement statt reinem Zufallsprinzip.
Wer fährt Ski, wer beobachtet vom Ufer, wer surft, wer ist reine Rettungskraft? Diese Rollen müssen vor der Session feststehen, nicht während einer laufenden Rettung improvisiert werden. Je klarer die Aufteilung, desto schneller reagiert das Team im Ernstfall.
Ein Sicherheitsteam ist kein Ersatz für eigene Vorsicht — es ist die letzte Absicherung, wenn alles andere versagt. Kläre vor jeder Session, wer welche Rolle übernimmt, prüf die Rettungsausrüstung des Jetskis, und akzeptier, dass selbst das beste Team nur ein Fenster von wenigen Sekunden hat, um zu helfen [1].
Frag dich vor jedem großen Tag ehrlich die drei KAT-Fragen der BWRAG [3]: Wissen, Fähigkeiten, Technologie. Wenn du bei einer der drei zögerst, ist das keine Formalität — es ist deine Antwort, ob der Tag für dich der richtige ist.
Die hawaiianischen Rettungsschwimmer Brian Keaulana und Archie Kalepa entwickelten ihn bereits in den 1980er Jahren [2], indem sie gepolsterte Schwimmelemente ans Heck von Jetskis montierten — eine schnellere, sicherere Alternative zur klassischen Schwimmrettung in der Impact-Zone.
Oft nur 7 bis 18 Sekunden [1] — die Pause zwischen den Wellen eines Sets. In diesem engen Fenster muss der Jetski heranfahren, den Surfer aufnehmen und wieder aus der Impact-Zone raus sein, bevor die nächste Welle kommt.
Wissen, Fähigkeiten und Technologie [3] — drei Fragen, mit denen die Big Wave Risk Assessment Group die eigene Big-Wave-Bereitschaft prüfen lässt: Kennst du den Spot? Wie stark bist du als Schwimmer? Funktioniert deine Ausrüstung? Nur wenn alle drei stimmen, ist der Tag der richtige.
Die Organisation entstand 2011 [3], im selben Jahr, in dem Sion Milosky bei Mavericks starb — eine direkte Reaktion der Szene auf zu viele vermeidbare Todesfälle. Seither schult sie Surfer weltweit in strukturiertem Risikomanagement statt reinem Zufallsprinzip.