Nollie lernen: Absprung über die Nose statt über das Tail, vom Stand bis zur kleinen Welle. Mit Meilensteinen, typischen Fehlern und Sicherheitshinweisen.
Ein Nollie ist der Spiegel des Ollie: Du springst nicht über das Tail ab, sondern über die Nose. Dafür verlagerst du das Gewicht nach vorn, drückst die Nose ins Schnee-Feder und lässt das Tail nachziehen. Er ist die Basis für viele Switch-Tricks und für Absprünge auf Boxen.
Wer den Ollie kann, hat die Idee schon im Körper. Beim Nollie dreht sie sich um.
Ehrlich zur Dauer: Wer einen sauberen Ollie hat, braucht für den ersten kleinen Nollie meist ein paar Anläufe an einem flachen Stück. Bis er so hoch ist wie dein Ollie, dauert es deutlich länger. Das ist ein Erfahrungswert, keine Studienzahl.
Der Deutsche Skilehrerverband (DSLV) zählt Ollies und Nollies zu den Basics der Slopestyle-Tricks: Beugen und dynamisches Strecken aus den Beinen beim Fahren [1]. Der Verband rät außerdem, einen Trick zuerst langsam und wenig dynamisch zu üben, auf flachem Gelände, und ihn nach und nach zusammenzubauen [1].
Wichtig zu wissen: Sprünge sind für Fortgeschrittene die häufigere Verletzungsursache. In einer Meta-Analyse verletzten sich erfahrene Snowboarder öfter bei Sprüngen, Anfänger vor allem bei Stürzen [2]. Auch ein kleiner Nollie ist ein Sprung.
Steh in der Grundstellung auf flachem Gelände und verlagere das Gewicht nach vorn, bis das Tail leicht abhebt. Meilenstein: Das Tail löst sich sauber, ohne dass die Nose rutscht.
Aus dem Nose-Druck springst du kurz hoch: Vorderes Bein beugen, dann dynamisch strecken, Tail nachziehen. Das ist Beugen und dynamisches Strecken aus den Beinen [1]. Meilenstein: Du springst zehnmal im Stand ab und landest beidbeinig.
Geh in eine langsame, gerade Fahrt auf flachem Gelände und mach den Nose-Pop. Meilenstein: fünf saubere Nollies in langsamer Fahrt.
Leg dir einen Stock oder eine Linie in den Schnee und spring darüber. Meilenstein: Du landest dreimal ruhig hinter der Linie, Board flach.
Spring an einer kleinen Welle oder Bodenwelle ab. Der DSLV empfiehlt bei Sprüngen eine kompakte Flugphase und gefederte Landung [5]. Meilenstein: Du landest auf der Full Base, Tempo bleibt kontrolliert.
Der DSLV empfiehlt, einen Trick durch Variieren zu perfektionieren: dieselbe Bewegung verschieden ausführen, etwa über flache und steile Hügel, mit viel oder wenig Kraft, hoch oder flach [1]. Für den Nollie heißt das: Mach mal einen kleinen, mal einen größeren Pop, mal mit mehr Tempo, mal mit weniger. Du lernst dabei, wo die Grenze liegt, ab der der Pop kippt.
Der Verband sagt auch: Du beherrschst einen Trick so gut, wie deine Vorstellung davon ist, deshalb helfen Trockenübungen ohne Schnee [1]. Spiel den Nollie im Kopf durch: Nose-Druck, Beugen, Strecken, Tail nachziehen, Landen. Je klarer die Abfolge, desto weniger Raum bleibt für Zögern.
Wichtig bleibt die Reihenfolge: erst langsam, dann auf Flachem, dann kleine Wellen. Keine Abkürzung über größere Features.
Dieser Guide ersetzt keinen Kurs.
Stell dir vor, du setzt die Nose auf den Schnee wie einen Stempel und lässt dich von ihr hochfedern. Je weicher der Stempel, desto sanfter die Landung. Wenn du beim Nose-Pop zu hart abdrückst, rollt das Tail nach und du verlierst die Kontrolle.
Der Nollie lebt vom Druck, nicht vom Hochreißen.
Ein Nollie ist ein Absprung über die Nose statt über das Tail. Er ist das Spiegelbild des Ollie und die Grundlage für viele Switch-Tricks und Absprünge auf Boxen.
Beim Ollie drückst du über das Tail ab und die Nose geht hoch. Beim Nollie drückst du über die Nose ab und das Tail zieht nach. Der DSLV zählt beide zu den Basics der Slopestyle-Tricks [1].
Zuerst Nose-Druck im Stand, dann Nose-Pop im Stand, dann in langsamer Fahrt, über eine Linie und an einer kleinen Welle. Üb langsam und auf flachem Gelände [1].
Nicht zwingend, aber ein Twintip-Board erleichtert den Nollie. Der DSLV empfiehlt für Slopestyle Twintip-Boards [1].
Er ist ein Sprung wie jeder andere. Sprünge sind für Fortgeschrittene die häufigere Verletzungsursache [2]. Bleib bei kleinen Sprüngen und lande auf der Full Base.
Ja, aber zuerst auf flachem Gelände. Der DSLV rät, Tricks erst langsam und wenig dynamisch zu üben [1]. Erst wenn der Nollie dort sitzt, gehst du an eine Bodenwelle.
Mute Grab lernen: der Griff nach der Zehenkante — [object Object]