Backside 180 Ollie lernen: harte Voraussetzungen, fünf Stufen vom Schulterdreh bis zur Landung im Rollen, blinde Landung sicher machen und typische Fehler.
Beim Backside 180 Ollie drehst du dich mit dem Board eine halbe Drehung zur Rückenseite herum: Du siehst die Landung erst spät oder gar nicht und rollst danach rückwärts weiter (fakie). Wenn dein Frontside 180 sitzt, ist das der nächste Schritt — mit dem Unterschied, dass dein Kopf der Landung hinterherschauen muss.
Beim Backside 180 lernst du, dem Board zu vertrauen, bevor du es siehst. Die Fußtechnik ist dieselbe wie beim Frontside, aber dein Kopf bekommt eine neue Aufgabe: Er dreht über die Schulter zur Landung, bevor das Board unter dir ankommt.
Ein Grund, dass es sich lohnt: Der Sprung selbst belastet dich nicht anders als ein Ollie. Beim Abdrücken von einer 46 cm hohen Plattform maßen Forscher an erfahrenen Skatern etwa 2,22 Körpergewichte, bei der Landung 4,74 Körpergewichte in den ersten 30 bis 80 Millisekunden [1] — das ist die Last, die du auch beim Backside 180 abfängst. Und: Bei Ollie, Kickflip und 360-Flip teilen sich erfahrene Skater eine gemeinsame „Sprung"-Synergie, also ein festes Muskelmuster [2]. Der Pop ist da.
Wie lange es dauert, ist Erfahrungswert, nicht Studie: Mit sicherem Frontside 180 landen viele den Backside 180 innerhalb weniger Wochen.
Drehe Schultern und Kopf über die Rückenseite, die Hüfte folgt, das Board bleibt am Boden. Merke dir, wohin der Kopf blickt: über die Schulter, zur künftigen Landung. Meilenstein: Du drehst, ohne die Füße zu verlieren.
Mach einen Ollie und dreh dabei Schultern und Kopf schon beim Absprung zur Rückenseite. Das Board dreht eine Viertel-Drehung mit. Meilenstein: 8 von 10 Mal landest du sauber.
Nun volle 180 Grad. Schultern führen, Hinterfuß um das Tail. Lande bewusst neben dem Board — nur die Drehung zählt. Meilenstein: Das Board dreht in 8 von 10 Versuchen volle 180 Grad.
Setz beide Füße über die Achsen, Knie gebeugt. Spot die Landung früh über die Schulter, dann stellst du den Blick wieder nach vorn. Meilenstein: Du landest beidfüßig über den Achsen.
Mit mäßigem Tempo anrollen, landen, fakie weiterrollen und dann die Fahrtrichtung wieder umstellen. Meilenstein: Fünf gelandete Backside 180 am Stück.
Die blinde Landung ist das Risiko dieses Tricks. Wenn du nicht siehst, wohin du landest, brauchst du eine leere Umgebung — kein Verkehr, keine Fußgänger, kein Hindernis hinter dir. Tödliche Skate-Verletzungen (rund 1,1 Prozent) sind oft Folge von Zusammenstößen mit Kraftfahrzeugen [4]. Üb deshalb nicht am Straßenrand.
Das Sprunggelenk zahlt oft. In einer Befragung unter 197 Skatern war die Bänderverletzung mit 39,6 Prozent die häufigste Verletzung, überwiegend am Sprunggelenk (39,3 Prozent), und 70,1 Prozent dieser Verletzungen kamen wieder [5]. Handgelenkschützer sind Grundausstattung: Im Review zu Snowboardern (vergleichbare Brettsportart, kein Skate-Beleg) senkten sie das Handgelenk-Risiko auf 0,23 [6]. Nicht-experimentelle Daten legen allerdings nahe, dass Handgelenkschützer möglicherweise das Risiko für Finger- sowie Ellbogen-/Schulterverletzungen erhöhen [6]. Die Helmquote bei Skatern lag in 17 Studien zwischen 0 und 41,7 Prozent [7].
Brich ab, wenn du müde bist oder die Landung nicht mehr einschätzen kannst. Dieser Guide erklärt und motiviert, er ersetzt kein betreutes Training.
Mach den Backside 180 zuerst im Stand auf Rasen, bis die Drehung automatisch läuft, und rolle ihn erst dann an. Dann hat dein Gehirn die Bewegung gespeichert, bevor Tempo dazukommt. Film dich von hinten: Wenn die Schultern zuerst drehen und das Board folgt, sieht das nach einem Zug aus, nicht nach zwei Bewegungen.
In fünf Stufen: Schulterdreh am Boden, Ollie mit Viertel-Drehung, volle 180 Grad mit Landung daneben, beide Füße aufs Board, dann im Rollen. Voraussetzung ist ein sicherer Frontside 180. Der Kopf dreht früh über die Schulter zur Landung.
Frontside zuerst. Du siehst die Landung, das gibt Sicherheit. Der Backside 180 baut auf derselben Rotationskontrolle auf, verlangt aber den Kopf über die Schulter und das Vertrauen, blind zu landen.
Meist drehen nur die Füße, nicht die Schultern, oder der Kopf schaut zu spät über die Schulter. Führe die Drehung mit den Schultern an und spotte die Landung früh. Üb zuerst auf Rasen im Stand, bis die Drehung automatisch läuft.
Du siehst die Landung spät, also brauchst du freie Fläche. Skate-Verletzungen entstehen oft durch Gleichgewichtsverlust; Bänderverletzungen am Sprunggelenk machen 39,6 Prozent aus [5]. Übe nie am Straßenrand, trag Helm und Handgelenkschützer.
Varial Kickflip lernen: Kickflip und Shove-it in einem Trick — [object Object]