Lenken auf der Naturbahn im Rodeln: Zügel, Beine und Hände in engen, flachen Kurven, Bremsen vor der Kurve und warum du das nur mit Trainer lernst.
Die ehrliche Antwort: Auf der Naturbahn lenkst du anders als auf der Kunsteisbahn. Die Naturbahn ist eine umgebaute Bergstraße oder ein Weg, mit enger, flacher Kurve und ohne überhöhte Kurven [1]. Die Fahrer nutzen dort eine Lenkleine, schleifen die Hände und setzen die Beine ein, um durch die engen, flachen Kurven zu kommen [1]. Vor den Kurven wird oft gebremst, mit den Spikes an der Sohle der Schuhe [1].
Und jetzt der Teil, den dir kaum jemand vorab sagt: Wir haben keine Studie und keine Technikbeschreibung des Verbands gefunden, die Schritt für Schritt erklärt, wie man auf der Naturbahn lenkt. Was die Quellen hergeben, ist der Rahmen. Nach dem FIL-Regelwerk besteht der Schlitten aus zwei Kufen, einem Sitz, zwei Stahlkufen, zwei Brücken, zwei Handschützern und einer Lenkleine; mechanische Bremsvorrichtungen sind verboten [2]. Die Athleten tragen eng anliegende Rennanzüge, Helme, Bremsschuhe, Knöchelschützer und Handschuhe mit Spikes [2]. Eine Sitz- oder Liegehaltung beschreiben unsere Quellen für die Naturbahn nicht, das klärt dein Trainer.
Wir nennen deshalb keine Haltung, keine Zugkraft und keinen Ablauf zum Nachmachen. Die Naturbahn ist rau: Die Bahnen werden durch Bremsen und Lenken aufgerissen [1]. Sie liegen meist in Österreich und Italien, sind etwa 0,8 Kilometer lang und kürzer als Kunstbahnen [1].
Realistisch: Das ist ein Mittelstufen-Skill mit hohem Risiko. Du lernst ihn in einem Verein, der eine Naturbahn betreibt, mit Trainer und in Stufen.
Warum die Naturbahn eigene Regeln braucht: Ohne Überhöhung hält dich in der Kurve nichts außer Linie, Tempo und Technik. Fehler lassen sich weniger auffangen, und die Spur verändert sich mit jedem Lauf. Das ist Praxiswissen, das die Quellen nur zum Teil stützen [1].
Gehe die Bahn zu Fuß ab: Wo sind enge Kurven, wo ist die Fahrbahn rau, wo liegen Gefahrenstellen? Naturbahnen sind an das Gelände angepasst, ohne überhöhte Kurven [1].
Meilenstein: Du kannst die Kurven der Bahn der Reihe nach aufsagen und die engsten benennen.
Lass Schlitten, Lenkleine und Bremsschuhe vom Trainer prüfen. Mechanische Bremsen sind verboten [2], Bremsen und Lenken laufen über deinen Körper.
Meilenstein: Dein Trainer bestätigt, dass Schlitten und Ausrüstung passen.
Im Stand und im langsamen Rollen auf flachem Gelände lernst du, wie der Schlitten auf Zug an der Lenkleine reagiert. Das übst du mit Trainer, ohne Tempo.
Meilenstein: Du erklärst, wie sich der Schlitten bei Zug an der Leine verhält.
Auf einer langsamen Bahn kombinierst du Leine, Beine und Hand zum Stützen. Die Quellen nennen genau diese Mittel [1]. Wie viel von welchem, bestimmt der Trainer.
Meilenstein: Du fährst eine flache Kurve langsam und ohne Kontakt mit dem Rand.
Vor Kurven wird oft gebremst, mit den Spikes an den Schuhen [1]. Du übst, vor der Kurve fertig zu bremsen und in der Kurve zu lenken, nicht beides gleichzeitig.
Meilenstein: Zehn Kurven hintereinander, in denen du vor dem Einlenken fertig gebremst hast.
Gehe die Bahn nach dem Training noch einmal zu Fuß und markiere die Stellen, an denen die Spur rau oder aufgerissen war. Die Quellen beschreiben, dass Bremsen und Lenken die Naturbahn rau machen [1]. Das Wissen, wo das passiert, ist dein bester Vorteil. Das ist Trainerpraxis.
Mit einer Lenkleine, mit den Händen, die auf dem Boden schleifen, und mit den Beinen, besonders in engen, flachen Kurven [1]. Wie genau, lernst du mit Trainer.
Mechanische Bremsen sind verboten [2]. Gebremst wird mit Spikes an den Schuhsohlen, oft vor den Kurven [1].
Etwa 0,8 Kilometer, und damit kürzer als Kunstbahnen [1]. Die genauen Maße regelt das FIL-Regelwerk.
Naturbahnen sind an das Gelände angepasst, haben keine überhöhten Kurven und eine rauere Oberfläche. Auf Kunsteisbahnen ist das Eis künstlich gekühlt, und die Kurven sind überhöht [1].
Ja. Du lernst es im Verein mit Trainer, Ausrüstung und einer abgenommenen Bahn [2].
Doppelsitzer-Start im Rennrodeln: Obermann, Untermann und das gemeinsame Anschaukeln — [object Object]