Bully im Eishockey: Stellung, Schaufel und Reaktion auf den Puckfall

Bully lernen: Stellung am Bullypunkt, Schaufel in der weißen Fläche, tiefer Stand, Reaktion auf den Puckfall. Mit Regeln, Meilensteinen und typischen Fehlern.

Sportart: Eishockey · Level: Fortgeschritten

Einleitung

Beim Bully lässt der Linienrichter den Puck zwischen den Stöcken zweier Gegner fallen, um das Spiel zu starten oder fortzusetzen. Gewonnen hat, wer nach dem Fall zuerst am Puck ist und ihn zu den eigenen Leuten bringt. Das Bully findet an einem von neun Bullypunkten statt, und Torhüter dürfen nicht teilnehmen [1].

Die ehrliche Antwort auf „Ist das nicht einfach Reaktion?": Zum Teil. Der größere Teil ist Vorbereitung: Stand, Schaufelposition und Regeln, die du kennen musst, damit du nicht schon vor dem Fall verlierst. Wer beim Bully schlampig steht, fängt im Zweifel eine Verwarnung ein und muss neu einwerfen lassen.

Wie lange das dauert? Die Grundstellung und die Regeln lernst du in ein, zwei Eiszeiten. Ein verlässlicher Bullygewinn braucht viele Wiederholungen mit wechselnden Gegnern. Ein festes Versprechen gibt es nicht.

Hinweis zu den Regeln: Sie stammen aus dem IIHF-Regelbuch (Ausgabe 2022/23). In deiner Liga können Details abweichen, und Regeln ändern sich mit neuen Ausgaben. Frag deinen Schiedsrichter oder lies das aktuelle Regelwerk deines Verbands.

Was du brauchst

Voraussetzungen, an denen du dich messen kannst (Praxis-Standard, keine Studie):

Schritt für Schritt

1. Die Regeln kennen

Bully findet an einem von neun Punkten statt; vier davon liegen neben den blauen Linien und sind ohne Markierung, dort entscheidet der Linienrichter [1]. Die Spieler stehen etwa eine Stocklänge auseinander, die Schaufel in der weißen Fläche; die Spitze bleibt dort, bis der Puck fällt [1]. Vor dem Fall darf kein Spieler den Gegner oder dessen Stock berühren; Ausnahme ist das Spielen des Pucks nach dem Fall [1]. Meilenstein: Du kannst alle Regeln in eigenen Worten wiedergeben.

2. Tiefer Stand

Hockey Canada nennt die Grundstellung besonders wirksam bei Bully-Aufstellungen: Knie und Knöchel gebeugt, Oberkörper leicht vor, Gewicht auf den Fußballen, Kopf oben [2]. Wenn du die Richtung schon kennst, hilft der T-Start: Das treibende Bein steht im rechten Winkel zur Laufrichtung [2]. Meilenstein: Du hältst die Stellung 15 Sekunden stabil, ohne zu wippen.

3. Schaufel setzen

An den acht Punkten außerhalb der Mitte setzt der Verteidiger seinen Stock zuerst, im Mittelkreis der Gast [1]. Leg die Schaufel flach in die weiße Fläche. In der Hockey-Canada-Übung „Own the Dot" gilt: Ellbogen unten, Stock auf dem Eis, tiefer stabiler Stand, aus den Beinen antreiben [3]. Meilenstein: Du setzt die Schaufel in unter 2 Sekunden, ohne die weiße Fläche zu verlassen.

4. Reaktion auf den Puckfall

Schau auf den Puck, nicht auf die Hand des Linienrichters. Bewege dich nicht, bevor der Puck fällt. Wer zu früh in den Kreis oder an den Gegner geht, begeht einen Verstoß: beim ersten Mal gibt es eine Verwarnung und das Bully wird wiederholt, bei einem zweiten Verstoß derselben Mannschaft beim selben Bully eine Bankstrafe [1]. Meilenstein: In 10 Wiederholungen mit Partner gibt es keinen Frühstart.

5. Nach dem Bully

Wer den Puck gewinnt, sichert ihn oder lenkt ihn zum Mitspieler [2]. Wer verliert, bleibt im Stand und stoppt den Gegner. Deine Mitspieler dürfen den Kreis oder einen Abstand von 4,5 Metern (15 Fuß) vor dem Fall nicht betreten [1]. Meilenstein: Du gewinnst 4 von 10 Bullys gegen einen gleichwertigen Partner.

Häufige Fehler

Sicherheitshinweise

Beim Bully stehst du nah am Gegner. Trag Helm mit Gitter oder Visier und halte den Kopf aus dem Kontakt: Helm-an-Helm-Kontakt vor dem Fall ist ein Verstoß [1]. Gerade mit hohen Stöcken im Zweikampf besteht Verletzungsgefahr; halte den Stock unten. Übe nur mit Partnern, die dich ansehen. Dieser Guide erklärt und motiviert, er ersetzt kein betreutes Training.

Pro-Tipp

Übe mit Verlierer-Variante. Nimm dir bei jeder Wiederholung vor, was passiert, wenn du verlierst: Lenk den Puck nicht zurück, sondern blockiere den Gegner, bis dein Mitspieler da ist. Wer nur den Gewinn übt, hat nach einem verlorenen Bully keinen Plan. Ein Handy-Video von der Seite zeigt, ob du beim Fall noch tief genug stehst.

FAQ

Wie funktioniert ein Bully im Eishockey?

Der Linienrichter lässt den Puck zwischen den Stöcken zweier Gegner fallen. Die Spieler stehen etwa eine Stocklänge auseinander, die Schaufeln in der weißen Fläche. Torhüter nehmen nicht teil [1].

Wer legt beim Bully den Stock zuerst?

An den acht Punkten außerhalb der Mitte der verteidigende Spieler, im Mittelkreis der Gast [1].

Was passiert bei einem Verstoß beim Bully?

Beim ersten Verstoß gibt es eine Verwarnung und das Bully wird wiederholt, bei zwei Verstößen derselben Mannschaft beim selben Bully eine Bankstrafe wegen Spielverzögerung [1].

Wie stehe ich beim Bully richtig?

Tief, Knie gebeugt, Gewicht auf den Fußballen, Kopf oben, Schaufel in der weißen Fläche [2]. Hockey Canada übt dazu: Ellbogen unten, Stock auf dem Eis, aus den Beinen antreiben [3].

Schritt für Schritt

  1. Regeln kennen: Neun Bullypunkte, Schaufel in weißer Fläche, keine Berührung vor dem Fall [1].
  2. Tiefer Stand: Grundstellung: Knie gebeugt, Gewicht auf den Fußballen, Kopf oben [2].
  3. Schaufel setzen: Reihenfolge beachten, Schaufel flach in die weiße Fläche, Ellbogen unten [1][3].
  4. Reaktion auf den Puckfall: Aufs Eis schauen, nicht auf die Hand des Linienrichters; erst nach dem Fall bewegen [1].
  5. Nach dem Bully: Puck sichern oder zum Mitspieler lenken und sofort antreten [2].

Key Takeaways

Nächster Guide

Körperkontakt im Eishockey: Gegner legal vom Puck trennen, ohne Check — [object Object]

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