Der Raise ist ein Draw, der einen liegenden Stein nach vorn schiebt: Weight dosieren, Treffpunkt wählen, Regeln zu Wischen und Free Guard Zone, mit Etappen.
Die ehrliche Antwort: Ein Raise ist ein Draw, der einen anderen Stein nach vorn schiebt. So steht es im Glossar des Weltverbands: Raise, eine Art Draw, die einen anderen Stein nach vorn „stupst" [1]. Ein Medien-Glossar ergänzt, dass es dabei um das Schieben in Richtung Haus geht [2]. Es ist also kein harter Treffer wie beim Takeout, sondern ein dosierter Kontakt.
Wie schwer ist das? Du brauchst ein gutes Gefühl für das Draw-Weight und eine saubere Line, denn zwei Fehler multiplizieren sich: Triffst du den Stein falsch, schiebst du ihn in die falsche Richtung; schiebst du zu hart, rutscht er durchs Haus. Ein Zeitversprechen gibt es nicht.
Eine kurze Einordnung aus der Wettkampfforschung: In einer Analyse von 34 Männer-Spielen bei Olympia 2022 war der Erfolg bei sogenannten Promotion-Takeouts ein signifikanter Prädiktor für den Spielausgang [3]. Das ist eine Beobachtungsstudie an Elite-Männern, sie zeigt einen Zusammenhang, keine Ursache. Und ich lese nur das Abstract, die Definition von „Promotion" darin habe ich nicht geprüft.
Die Wettkampf-Spielzüge sind selten Zufall: Die Nationaltrainer betonen, dass Konstanz in Line, Weight und Rotation der Maßstab jeder Abgabe ist [4]. Beim Raise heißt das: Du übst den Draw, bis er stimmt, und fügst erst dann den Kontakt hinzu.
Definiere das Ergebnis, bevor du wirfst. Soll der liegende Stein ins Haus oder auf eine bestimmte Position? Eine Raise-Variante, der Raise Take-out, ist im Regelwerk beschrieben: Dein geworfener Stein trifft einen ruhenden Stein, der sich dann in Bewegung setzt und einen dritten Stein aus dem Spiel schlägt [1].
Die Nationaltrainer beschreiben die Abbremsung von Stein und Körper als Kurve, die du kennen musst, um das Weight zu finden [4]. Den gefundenen Wert hältst du, indem du den Arm kontrolliert streckst, statt zu schieben [4]. Für den Raise brauchst du etwas mehr Tempo als für einen Draw an die gleiche Stelle, weil Energie an den getroffenen Stein geht (Praxis).
Meilenstein: Drei von fünf Draws bleiben im vorher markierten Bereich (Praxis-Maß).
Mit dem Zielstein davor übst du, ihn mittig zu treffen. Ein mittiger Treffer schiebt ihn geradeaus, ein seitlicher Treffer schiebt ihn zur Seite. Wie stark ein Stein „mitgezogen" wird, hängt auch davon ab, wie nah die Steine beieinander liegen und wie ihre Rillen (Striking Bands) geformt sind [5]. Das ist ein Trainer-Essay, nicht Forschung.
Ein Stein, der von einem gespielten Stein in Bewegung gesetzt wird, darf von seinem Team vor der Tee Line am Spielende gewischt werden [1]. Dein Team kann den geschobenen Stein also noch beeinflussen. Sprecht das vorher ab.
Meilenstein: Mit Wischunterstützung bleibt der geschobene Stein in drei von fünf Versuchen im Haus.
Vor dem Wurf des sechsten Steins eines Ends darf ein gespielter Stein keinen gegnerischen Stein aus der Free Guard Zone aus dem Spiel räumen. Sonst wird dein Stein entfernt und alles zurückgelegt [1]. Als Raise-Spieler schiebst du meist eigene Steine, aber prüfe die Lage.
Für den Raise sind Hack-Weight-Würfe eine gute Eichung: Hack-Weight ist das Tempo, bei dem der Stein gerade den Hack am anderen Ende erreicht [1]. Wer dieses Tempo kennt, kann Raise-Tempo als „etwas mehr als Draw-Weight" fühlen. Das ist eine Übung, keine Regel; sprich sie mit deinem Trainer durch.
Ein Raise ist eine Art Draw, bei der der gespielte Stein einen anderen Stein nach vorn stupst [1]. Er unterscheidet sich vom Takeout dadurch, dass der Stein nicht entfernt, sondern ins Haus oder nach vorn geschoben wird [2].
Ein gespielter Stein trifft einen ruhenden Stein, der sich in Bewegung setzt und einen dritten Stein aus dem Spiel schlägt [1]. Er ist also eine Kombination aus Schieben und Räumen.
Ja. Ein Stein, der durch einen gespielten Stein in Bewegung gesetzt wurde, darf von seinem Team vor der Tee Line am Spielende gewischt werden [1].
Das US-Verbandsmaterial ordnet Raises und Finesse-Schüsse einem offensiven Spielstil zu, mit vielen Steinen im Spiel und weniger Takeouts [6]. Wer vorn liegt, hält das Spiel eher sauber, ohne Steine zum Verstecken [6]. Entscheidet der Skip.
Come Around im Curling: um den Guard herum ins Haus — [object Object]