Der Peel räumt einen Guard mit hartem Tempo, auch dein Stein verlässt das Spiel. Wann er sinnvoll ist, Regeln zur Free Guard Zone, Technik und Sicherheit.
Die ehrliche Antwort: Ein Peel ist ein Schuss, der einen Guard entfernen soll, und bei dem auch dein eigener Stein das Spiel verlässt. Das Glossar des Weltverbands kürzt es knapp ab: „a shot designed to remove a guard" [1]. Ein Medien-Glossar erweitert um „guard or guards" [2]. Wer mit „hart" schon einen Takeout kennt: Der Peel ist die schwerere, defensivere Variante, bei der es nicht um dein Liegen geht, sondern darum, dem Gegner seine Deckung zu nehmen.
Ob der Peel das Richtige ist, hängt von der Spielsituation ab. Das US-Verbandsmaterial beschreibt einen konservativen Stil mit wenigen Guards und vielen Takeouts, wenn du kein großes Ende schreiben willst, sondern blanken, einen Punkt machen oder sogar einen abgeben willst [3]. Das passt zum Peel.
Wie schwer ist das? Du brauchst ein sicheres Takeout-Tempo und eine gute Line. Ein Zeitversprechen gibt es nicht.
Vor dem Wurf des sechsten Steins eines Ends darf ein gespielter Stein keinen gegnerischen Stein aus der Free Guard Zone aus dem Spiel räumen. Tut er es doch, wird dein Stein entfernt, die verschobenen Steine werden zurückgelegt [1]. Für den Peel auf einen gegnerischen Guard heißt das: erst ab dem sechsten Stein eines Ends. Gegen deinen eigenen Guard gilt die Regel nicht [1].
Meilenstein: Du erklärst einem Mitspieler, wann ein Peel auf einen gegnerischen Guard erlaubt ist.
Beim harten Hit und Peel ist laut Curling Canada der Schritt (Step) wichtig, mit dem du das Gewicht erzeugst [4]. Bei schweren Würfen setzt du den Abdruck später ein [4]. Elite-Curler zeigten bei Takeouts schnellere und kürzere Abstoßphasen als bei Draws [5].
Meilenstein: Dein Takeout trifft den Zielstein in drei von fünf Fällen mit sauberem Tempo (Praxis-Maß).
Du willst den Guard nicht streifen, sondern mittig treffen, damit er rausfliegt. Der Stein darf dabei über den Zielplatz hinausfliegen, anders als beim Hit and Stay. Wichtig ist, dass kein Stein im Haus gefährdet wird (Praxis).
Das US-Material warnt: Selten einen Peel auf einen „double corner guard" (zwei Guards in den Ecken) spielen [3]. Es sagt auch: Mach nicht die Arbeit des Gegners. Ein Treffer am Haus-Vorderrand kann seinen Stein gegen deinen schieben und das Ende kippen [3].
Wenn nach einem Peel zwei Steine gefroren (aneinander) in der FGZ liegen, kann der hintere beim Treffer des vorderen mitgezogen werden. Das Essay eines Trainers nennt das „Drag Effect" [6]. Es ist kein Forschungspapier.
Nach einem harten Hit fliegen Steine in alle Richtungen. Dein Team sollte in Position sein, nicht im Weg stehen.
Der Peel muss nicht der härteste Wurf deines Lebens sein: Bei Elite-Curlern war die seitliche Schwankung beim Takeout niedriger als beim Draw, und je höher die Abstoßgeschwindigkeit, desto stabiler die Seitenlage (r = -0,46) [5]. Ein entschlossener, sauber getimter Abstoß ist stabiler als ein halbherziger. Übe das aber mit Trainer, nicht allein.
Ein Peel ist ein Schuss, der einen Guard entfernen soll [1]. Dabei verlässt auch dein eigener Stein das Spielfeld. Ein Medien-Glossar beschreibt ihn als Schuss, der einen oder mehrere Guards räumt [2].
Erst, wenn der sechste Stein eines Ends gespielt wird. Davor wird dein Stein entfernt, wenn er einen gegnerischen Stein aus der Free Guard Zone aus dem Spiel räumt [1].
Ein sicheres Takeout-Tempo: Laut Curling Canada ist bei harten Hits und Peels der Schritt wichtig, mit dem du das Gewicht erzeugst, und der Abdruck kommt später [4]. Üb mit Trainer.
Das US-Material nennt ihn im konservativen Stil mit wenigen Guards und vielen Takeouts, wenn du kein großes Ende schreiben willst [3]. Wer vorn liegt, hält das Spiel sauber [3]. Der Skip entscheidet.
Double Takeout im Curling: ein Stein, zwei Gegner raus — [object Object]