Guard im Curling: Schutzstein richtig platzieren

Ein Guard bleibt bewusst vor dem Haus liegen: Free Guard Zone, Gewicht knapp hinter der Hog-Line, Centre und Corner Guard, plus die Regel, die ihn schützt.

Sportart: Curling · Level: Anfänger

Einleitung

Die ehrliche Antwort: Ein Guard ist ein Stein, den du bewusst vor das Haus legst, damit er einen anderen Stein schützt [1]. Er bleibt in der Free Guard Zone liegen, dem Bereich zwischen Hog-Line und Tee-Line ohne das Haus selbst [1]. Der Gegner kann ihn nicht einfach wegräumen, denn diese Regel schützt ihn: Nach den Weltverbandsregeln 2026 darf bis zum Wurf des sechsten Steins eines Ends kein gegnerischer Stein aus der Zone gespielt werden. Tut es einer doch, fliegt der geworfene Stein raus und alles kommt zurück [1].

Wie groß ist das Ziel? Zwischen dem inneren Rand der Hog-Line (6,401 Meter von der Tee-Line) und dem äußeren Rand des Hauses (1,829 Meter von der Tee-Line) liegen rund 4,6 Meter [1], also etwa eine Autolänge. In diesem Streifen muss dein Stein zum Stehen kommen.

Wie schwer ist ein Guard? Das Gewicht ist kleiner als beim Draw und der Streifen schmal, deshalb verlangt er ein feines Weight-Gefühl. Wenn dein Draw sitzt, ist ein Guard ein überschaubarer nächster Schritt. Ältere Texte nennen noch die Vier-Stein-Variante der Regel [4], deshalb frag im Club, welche gespielt wird.

Was du brauchst

Schritt für Schritt

1. Die Zone sehen

Stell dich an die Hog-Line und schau zum Haus. Das ist dein Streifen: knapp 5 Meter, klar begrenzt [1]. Ein Stein, der davor stehen bleibt, ist weg („hogged") [1]. Ein Stein, der im Haus liegt, ist kein Guard mehr.

Meilenstein: Du kannst jemandem die Zone zeigen und erklären, warum ein Stein vor der fernen Hog-Line aus dem Spiel genommen wird.

2. Das Guard-Weight finden

Wirf Steine mit Front House Weight [1] und nimm dann bewusst ein Stück Tempo weg. Dein Ziel: komplett hinter der Hog-Line und deutlich vor den Ringen. Zwei Schritte: erst den Draw sehen, dann den Guard als „kürzeren Bruder". Gewicht kommt dabei aus den Beinen, nicht aus dem Arm.

Meilenstein: Fünf von zehn Steinen bleiben ohne Wischer in der Zone.

3. Centre Guard

Ziel ist die Mitte der Bahn, Besen auf der Mittellinie. Ein Centre Guard liegt vor dem Four-Foot [3]. Er blockiert den direkten Weg zur Mitte, taktisch ist er die Waffe des Teams, das keinen Hammer hat und einen Punkt stehlen will [2].

Meilenstein: Drei von fünf Steinen liegen als Centre Guard in der Zone, ohne dass du hinterher einen Zweiten brauchst.

4. Corner Guard

Der Corner Guard liegt seitlich. Er schützt die Seite und lässt die Mitte für den nächsten Stein frei [3]. Du brauchst eine weitere Line, weil der Stein beim Curlen zur Seite wandert. Der Skip stellt den Besen entsprechend weit nach außen.

Meilenstein: Drei von fünf Steinen liegen als Corner Guard in der Zone.

5. Wann welcher Guard?

Das Trainerhandbuch des US-Verbands gibt die Grundlinie vor: Mit Hammer spielst du eher an die Seiten und hältst den Four-Foot für den letzten Stein offen. Ohne Hammer spielst du eher in die Mitte, um den Zugang zu blockieren und zu punkten [2]. Liegst du vorn, gilt: „Wenn du führst, sind die Guards nicht dran". Halte das Spiel sauber und gib dem Gegner keine Steine, hinter denen er sich verstecken kann [2].

Häufige Fehler

Sicherheitshinweise

Pro-Tipp

Leg den Guard so, dass er den Gegner stört, ohne dich zu stören. Das Trainerhandbuch nennt zwei Faustregeln: Kontrolliere den oberen Teil des Hauses und den Weg zum Four-Foot, und lege deinen Guard „gerade vor" einen anderen Guard, wenn du punkten willst, ohne den Hammer zu haben [2]. Das heißt in der Praxis: Schau vor dem Wurf, wo dein nächster Stein hinwill.

FAQ

Wann spielt man im Curling einen Guard und wann einen Takeout?

Liegst du hinten, setzt du Guards, um Punkte zu holen. Mit Hammer spielst du eher an die Seiten, ohne Hammer eher in die Mitte, um den Weg zu blockieren [2]. Liegst du vorn, gilt das Gegenteil: Dann halte das Spiel sauber und gib dem Gegner keine Steine zum Verstecken [2].

Was ist die Free Guard Zone?

Die Zone zwischen Hog-Line und Tee-Line am Spielende, ohne das Haus [1]. Nach den Regeln des Weltverbands 2026 darf der Gegner einen Stein aus dieser Zone vor dem Wurf des sechsten Steins nicht aus dem Spiel nehmen, sonst wird sein Stein entfernt und alles zurückgelegt [1].

Was heißt „Hammer" und warum ist der letzte Stein ein Vorteil?

Der Hammer ist der letzte Stein eines Ends [1]. Wer zuletzt gepunktet hat, wirft im nächsten End den ersten Stein, der Gegner hat also den Hammer [1]. Mit dem letzten Stein kann man auf mehrere Punkte spielen [2].

Schritt für Schritt

  1. Die Zone sehen: Hog-Line, Tee-Line und Haus einprägen. Der Guard gehört in den Streifen dazwischen. Meilenstein: Du erklärst, warum ein zu kurzer Stein hogged ist.
  2. Das Guard-Weight finden: Ab Front House Weight bewusst Tempo wegnehmen: komplett hinter die Hog-Line, deutlich vor die Ringe. Meilenstein: fünf von zehn bleiben in der Zone.
  3. Centre Guard: Besen auf der Mittellinie, Stein vor den Four-Foot. Meilenstein: drei von fünf liegen in der Zone.
  4. Corner Guard: Eine weitere Line wählen, weil der Stein seitlich wandert. Meilenstein: drei von fünf liegen in der Zone.
  5. Wann welcher Guard?: Mit Hammer eher seitlich, ohne Hammer eher in der Mitte, wer führt, spielt weniger Guards.

Key Takeaways

Nächster Guide

Takeout im Curling: Steine aus dem Spiel schießen — [object Object]

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