Wer im Training Vollgas gibt, sollte bei der Blutspende auf das richtige Timing achten. Erfahre, wie du Leistungseinbrüche und Schwindel vermeidest.
Eine Läuferin berichtet in einem Artikel von Runner's World von einer unangenehmen Erfahrung beim Blutspenden. Direkt nachdem die Nadel entfernt wurde, überkam sie eine Hitzewallung und starker Schwindel, sodass sie sich flach hinlegen und den Nacken kühlen musste. Der Grund dafür war schnell gefunden: Sie hatte am Vortag ein intensives Intervalltraining absolviert. Diese Erfahrung zeigt, dass sportliches Training und Blutspenden genau aufeinander abgestimmt sein müssen.
Beim Ausdauersport benötigt der Körper viel Eisen und eine optimale Sauerstoffaufnahme, um die Muskeln und Organe zu versorgen. Laut Dr. Tamanna Singh vom Sports Cardiology Center der Cleveland Clinic belasten Läufer ihren Körper in dieser Hinsicht ohnehin schon stark. Durch den harten Aufprall der Füße auf den Boden werden rote Blutkörperchen beschädigt, was den Eisenverlust zusätzlich fördert. Wer Blut spendet, gibt auf einen Schlag rund zehn Prozent seines Blutvorrats ab – in Europa meist etwa 450 Milliliter. Besonders Läuferinnen haben durch die Menstruation oft ohnehin geringere Eisenspeicher und neigen unbemerkt zu Eisenmangelanämie. Ein Mangel kann sich durch Müdigkeit, Leistungseinbrüche oder einen ungewöhnlich hohen Puls beim Training äußern.
Dr. Singh rät dringend davon ab, während intensiver Trainingsphasen, direkt vor oder kurz nach einem Wettkampf Blut zu spenden. Der beste Zeitpunkt ist die Off-Season zwischen zwei Trainingsblöcken, wenn du dein Laufpensum nur aufrechterhältst. Innerhalb dieser Phase solltest du die Spende auf einen Ruhetag legen. Spende keinesfalls an einem Tag mit Tempoläufen, am Tag davor oder vor einem langen Lauf. Nach einem Rennen solltest du so viele Tage mit dem Spenden warten, wie du für die Erholung brauchst – als Orientierung gilt oft ein Tag Pause pro gelaufener Rennmeile.
Zudem empfiehlt die Expertin für Läufer, die Spendenhäufigkeit eventuell auf zwei- bis dreimal im Jahr zu reduzieren. Zum Vergleich: In Tschechien wird für Männer maximal viermal und für Frauen dreimal im Jahr mit mindestens zehn Wochen Abstand empfohlen, um Anämie vorzubeugen. Wer unsicher ist, sollte seine Ferritinwerte ärztlich überprüfen lassen.
Das nimmst du mit: Spende Blut am besten nur in der Off-Season an trainingsfreien Tagen, um deine Regeneration und deine Eisenwerte nicht zu gefährden.
Dieser Artikel wurde automatisch mit KI aus den genannten Quellen erstellt und nicht redaktionell geprüft.