Wie die Taktik der Profis dich über steile Berge rettet

Steile Anstiege und lange Fahrten fordern Kopf und Beine. Profi-Strategien von Roglic, Pidcock und Co. zeigen, wie du deine Kräfte optimal einteilst.

Wer kennt es nicht: Der Berg vor einem baut sich wie eine Wand auf, die Beine brennen schon vor der ersten Kehre und der Puls schießt in die Höhe. In solchen Momenten neigen wir dazu, verkrampft zu attackieren oder frustriert aufzugeben. Doch ein Blick auf die Profis im Straßen- und Mountainbike-Sport zeigt, dass der Erfolg an steilen Anstiegen und auf langen Ausfahrten oft im Kopf entschieden wird – und durch kluge, taktische Entscheidungen.

Das eigene Tempo finden und stur durchziehen

Wenn die Konkurrenz am Berg beschleunigt, ist die Versuchung groß, sofort hinterherzugehen. Doch das kann fatal enden. Ein eindrucksvolles Beispiel für perfektes Tempomanagement lieferte Tom Pidcock bei der Mountainbike-Weltmeisterschaft in Val di Sole. Laut Berichten von Cyclingnews ging Pidcock nach einem Trainingssturz mit Rückenschmerzen ins Rennen. Da er keine extremen Tempowechsel verkraften konnte, entschied er sich bewusst für eine andere Taktik: Er fuhr stur sein eigenes Tempo. Diese kontrollierte Fahrweise sparte ihm genau die Energie, die er am Ende für die entscheidende Attacke und den WM-Titel brauchte.

Sein Konkurrent Mathieu van der Poel hingegen erwischte einen schlechten Tag und landete abgeschlagen auf Platz 30. Van der Poel stellte danach ernüchtert fest: „Eine Mountainbike-Strecke lügt nicht.“ Wenn die Beine keine Kraft haben, hilft auch kein Brecheisen. Für dich bedeutet das: Akzeptiere deine Tagesform. Wenn du merkst, dass der Puls zu hoch schießt, nimm rechtzeitig Druck vom Pedal und finde deinen eigenen Rhythmus, statt dich an schnelleren Fahrern aufzureiben.

Gelassenheit als mentale Geheimwaffe

Wie wichtig die mentale Einstellung ist, zeigt auch Primoz Roglic. Nach einem schweren Trainingsunfall mit einem Auto im Vorfeld der Vuelta a Espana war seine Vorbereitung alles andere als optimal. Dennoch kämpfte er sich auf der schweren 9. Etappe am Alto de Aitana auf den dritten Platz. Laut Radsport-News ging Roglic extrem gelassen an die Sache heran. Er schaute in Interviews kaum auf Sekunden, freute sich stattdessen über das schöne Wetter und akzeptierte schlicht, dass an diesem Tag manche Fahrer schneller waren. Diese mentale Lockerheit half ihm, den Zeitverlust in Grenzen zu halten und clever im Finale zu agieren, während andere Fahrer wie Felix Gall ihr Pulver zu früh verschossen.

Teamtaktik und Windschatten clever nutzen

Auch wenn du meistens alleine oder in einer kleinen Freizeitgruppe unterwegs bist, kannst du dir taktische Kniffe aus den Straßenrennen abschauen. Beim Philadelphia Cycling Classic nutzte der deutsche Profi Tim Torn Teutenberg die zahlenmäßige Überlegenheit seines Teams Lidl-Trek eiskalt aus. Wie Velo by Outside berichtet, hielt er sich im Finale im Windschatten der Konkurrenz auf, während seine Teamkollegen attackierten. Im Zielsprint nutzte er sogar überrundete Fahrer geschickt als Windschatten-Spender, um Kraft zu sparen, bevor er auf den letzten 220 Metern alles gab.

Bei langen Ausfahrten in der Gruppe gilt das gleiche Prinzip: Nutze den Windschatten der anderen, um wertvolle Körner für den Schlussanstieg zu sparen. Wer ständig im Wind fährt, steht am Berg schnell ohne Energie da.

Was du für deine nächste Ausfahrt mitnimmst

Die Profis machen es vor: Erfolg am Berg ist eine Mischung aus kühlem Kopf, ehrlicher Selbsteinschätzung und taktischer Disziplin. Wenn du das nächste Mal vor einem steilen Anstieg stehst, denke an diese drei Grundregeln:

Das nimmst du mit: Teile deine Kräfte an steilen Bergen stur nach deinem eigenen Rhythmus ein und lass dich nicht von schnelleren Fahrern aus der Ruhe bringen.

Quellen

Dieser Artikel wurde automatisch mit KI aus den genannten Quellen erstellt und nicht redaktionell geprüft.