Ob Sprint, Mittelstrecke oder Halbmarathon: Die Renntaktik entscheidet über Sieg und Niederlage. So nutzt du die Pacing-Strategien der Weltspitze für dein eigenes Training.
Wer beim Laufen einfach nur blind losrennt, verschenkt wertvolles Potenzial. Das zeigt ein Blick auf die absoluten Spitzenleistungen der Leichtathletik-Profis bei den World Athletics Ultimate Championships in Budapest und den großen Straßenrennen der Saison. Ob auf den kurzen Sprintdistanzen, der Mittelstrecke oder beim Halbmarathon: Die richtige Renntaktik und ein kluges Pacing sind oft entscheidender als die reine Muskelkraft. Die Strategien der Weltklasse-Athleten lassen sich überraschend einfach auf das eigene Training übertragen.
Wie wichtig es ist, im entscheidenden Moment noch Reserven zu haben, demonstrierte die US-Sprinterin Melissa Jefferson-Wooden in Budapest. Nach ihrem Sieg über 100 Meter triumphierte sie laut Athletics Weekly auch über die 200 Meter in einer der schnellsten Zeiten der Geschichte (21,47 Sekunden). Ihr Geheimnis? Im Halbfinale hielt sie sich bewusst zurück, um Energie zu sparen. Diese Taktik ging im Finale voll auf, als sie auf den letzten 100 Metern an ihrer Konkurrentin vorbeizog.
Auch auf den längeren Strecken ist das richtige Timing alles. Der britische Weltklasseläufer Josh Kerr sicherte sich den Titel über 1.500 Meter mit einer extrem kontrollierten Leistung. Er ließ sich im dichten Feld nicht nervös machen, hielt sich stets in Schlagdistanz und beschleunigte erst auf den letzten 200 Metern gnadenlos (in 26,02 Sekunden). Beim Great North Run über die Halbmarathondistanz zeigte der US-Amerikaner Zouhair Talbi ein ähnliches Muster: Er lief lange Zeit Schulter an Schulter mit der Konkurrenz und setzte erst auf den letzten Meilen mit einer enormen Tempoverschärfung den entscheidenden Nadelstich zum Sieg.
Ein ganz anderer Ansatz, der ebenfalls zum Erfolg führen kann, ist das mutige Vorweglaufen – allerdings nur, wenn man das Tempo auch kontrollieren kann. Der deutsche Läufer Robert Farken wählte über 1.500 Meter eine offensive Taktik und führte das Feld über die ersten beiden Runden an. Am Ende musste er dem hohen Tempo zwar Tribut zollen und belegte nach einem Strauchler Rang elf, betonte aber laut leichtathletik.de, dass er genau aus solchen Erfahrungen lernt, um dauerhaft in der Weltspitze mitzuhalten.
Wie man sich von der Konkurrenz überhaupt nicht aus der Ruhe bringen lässt, zeigte der Hürdenläufer Emil Agyekum. Obwohl der ehemalige Weltrekordler Karsten Warholm im Finale über 400 Meter Hürden schon an der zweiten Hürde zu ihm aufschloss, blieb der Berliner cool. Er konzentrierte sich ausschließlich auf seinen eigenen Rhythmus und zog seinen Schritt wie geplant durch. Das Ergebnis: Ein neuer deutscher Rekord von 47,10 Sekunden und Platz vier in einem Weltklassefeld.
Die Profis zeigen, dass es beim Laufen nicht nur darum geht, von Anfang an Vollgas zu geben. Für dein eigenes Training und deine nächsten Wettkämpfe kannst du folgende Taktiken ableiten:
Das nimmst du mit: Lass dich beim Start nicht vom Tempo anderer mitreißen, sondern vertraue auf deinen eigenen Rhythmus und spare Körner für ein starkes Finish.
Dieser Artikel wurde automatisch mit KI aus den genannten Quellen erstellt und nicht redaktionell geprüft.