Die US Open zeigen es deutlich: Profis kämpfen mit Verletzungen, mentalem Druck und Technikfragen. Wie du diese Erkenntnisse für dein eigenes Tennisspiel nutzen kannst.
Die US Open sind traditionell das letzte große Highlight des Tennisjahres. In der lauten und emotionalen Kulisse von New York geht es für die Profis um alles. Doch abseits der spektakulären Ballwechsel zeigt das Turnier vor allem eines: Auch die absoluten Ausnahmetalente der Welt kochen nur mit Wasser. Sie kämpfen mit denselben mentalen Blockaden, körperlichen Rückschlägen und technischen Herausforderungen, die auch dir auf dem Platz begegnen. Wenn wir genau hinschauen, können wir von den Stars eine Menge für unser eigenes Spiel lernen.
Wie schwer ein Comeback ist, zeigt sich in diesem Jahr besonders an Carlos Alcaraz. Nach einer monatelangen Pause wegen einer Handgelenksverletzung, die er sich im April beim Turnier in Barcelona zuzog, kehrte der Spanier in New York auf den Platz zurück. Die Berichte von Tennis365 verdeutlichen jedoch, wie steinig dieser Weg ist: In ersten Trainingseinheiten und im Mixed-Doppel wirkte sein Aufschlag deutlich langsamer, die Vorhand streute und es fehlte sichtlich der Rhythmus. Experten wie Greg Rusedski äußerten sogar Zweifel, ob ein Best-of-Five-Turnier der richtige Ort für einen Kaltstart ist.
Auch Elena Rybakina kämpfte nach einer verletzungsbedingten Aufgabe in Cincinnati gegen die Zeit. Sie betonte gegenüber Medien, wie wichtig es sei, nichts zu überstürzen. Wenn du selbst nach einer Verletzungspause zurückkehrst, solltest du dir diese Profis als Vorbild nehmen – nicht wegen ihres Tempos, sondern wegen ihrer Vorsicht. Daniel Merida, der mit Alcaraz trainierte, brachte es auf den Punkt: Es braucht Zeit, um den Rhythmus wiederzufinden und vor allem die Angst im Kopf zu besiegen. Für dein Training bedeutet das: Setze dich nicht unter Druck, akzeptiere anfängliche Fehler und steigere die Intensität nur langsam.
Warum spielen wir im Training oft befreit auf, während im Match plötzlich die Hand zittert? Der Coach Vladislav Ilijin beschreibt dieses Phänomen in einem Beitrag für tennisnet.com. Sobald es eng wird, neigt unsere Aufmerksamkeit dazu, abzuschweifen. Wir grübeln über vergangene Fehler nach, sorgen uns um das Endergebnis oder fragen uns, was die Zuschauer denken. In diesem Moment reißt der Kontakt zum Hier und Jetzt ab, und der sogenannte "Flow" – das völlige Aufgehen im Spiel – geht verloren.
Tennis ist ein mental extrem fordernder Sport, da man auf sich allein gestellt ist und viel Zeit zwischen den Ballwechseln hat. Die Lösung der Profis: Versuche, deine Aufmerksamkeit aktiv im gegenwärtigen Moment zu halten. Statt dich selbst zu kritisieren, solltest du den Ball und die Situation sachlich beobachten. Konzentriere dich nur auf den nächsten Punkt, nicht auf das Gesamtergebnis.
Auch über technische Entwicklungen lässt sich bei den US Open viel lernen. Roger Federer äußerte sich in New York besorgt über das Aussterben der einhändigen Rückhand. Laut Federer, der von tennisnet.com zitiert wird, gibt es dafür handfeste Gründe: Zum einen fehle es der Jugend an Vorbildern, da auch immer mehr Trainer direkt die beidhändige Variante lehren. Zum anderen sorgt das moderne Material – Schläger und Saiten – dafür, dass die beidhändige Rückhand die deutlich stabilere und fehlerverzeihendere Option darstellt.
Für dich als Freizeitspieler bedeutet das: Die beidhändige Rückhand ist in den meisten Fällen die sicherere Wahl, da sie mehr Stabilität bei schnellen Bällen bietet. Wer dennoch die einhändige Rückhand bevorzugt, wie etwa Grigor Dimitrov oder Lorenzo Musetti, muss sich auf einen deutlich höheren Trainingsaufwand und eine saubere Technik einstellen.
Dass Tennis den Körper extrem fordert, ist kein Geheimnis. Laut einer Statistik der Spielervereinigung PTPA, auf die Starcoach Patrick Mouratoglou verweist, nehmen Verletzungen im Profibereich drastisch zu. Besonders Armverletzungen stiegen im ersten Quartal des Jahres um über 112 Prozent an. Mouratoglou sieht die Ursache unter anderem in den ständig wechselnden Ballmarken von Turnier zu Turnier sowie der extrem hohen Intensität des modernen Grundlinienspiels.
Wenn selbst die bestens betreuten Profis an ihre körperlichen Grenzen stoßen, zeigt das, wie wichtig Regeneration auch für dich ist. Achte auf Warnsignale deines Körpers, nimm dir ausreichend Zeit für das Warm-up und passe dein Material – insbesondere die Saitenspannung – an, um Gelenke und Muskeln zu schonen.
Das nimmst du mit: Konzentriere dich im Match nur auf den aktuellen Punkt und gib deinem Körper nach Pausen die nötige Zeit, um verletzungsfrei den Rhythmus wiederzufinden.
Dieser Artikel wurde automatisch mit KI aus den genannten Quellen erstellt und nicht redaktionell geprüft.