Was wir von den Profis über Zeitfahren, Taktik und Comebacks lernen können

Die Vuelta a España und die Vorbereitungen auf die Straßen-WM zeigen, wie wichtig Aerodynamik, mentale Stärke und kluge Einteilung im Radsport sind.

Die großen Radrennen der Saison bieten nicht nur packende Unterhaltung, sondern sind auch eine Lehrstunde für jeden, der selbst ambitioniert im Sattel sitzt. Ob beim harten Kampf gegen die Uhr bei der Vuelta a España oder bei der Vorbereitung auf die Straßen-Weltmeisterschaften in Montreal – die Profis zeigen uns, wie entscheidend das Zusammenspiel aus Material, mentaler Stärke und körperlicher Vorbereitung ist. Wer die Mechanismen hinter den Kulissen versteht, kann vieles davon für das eigene Training nutzen.

Aerodynamik und Material beim Zeitfahren

Das Einzelzeitfahren der 18. Etappe der Vuelta über 32,1 Kilometer nach Jerez de la Frontera verdeutlichte, wie gnadenlos der Kampf gegen die Uhr ist. Hier entscheiden oft Nuancen über Sieg oder herbe Zeitverluste. Laut Berichten von Velo by Outside setzte Primož Roglič auf ein riesiges Kettenblatt mit 68 Zähnen und eine 10-30-Kassette, um auf den flachen Passagen maximalen Druck aufzubauen. Enric Mas entschied sich für ein 64er-Kettenblatt.

Doch reines Material und ein gutes Gefühl reichen nicht aus, wenn die Aerodynamik nicht stimmt. Das musste Felix Gall schmerzhaft erfahren. Wie Radsport-News berichtet, verlor der Österreicher, der aerodynamisch nicht optimal auf seinem Zeitfahrrad sitzt, wertvolle Zeit und büßte seinen zweiten Gesamtrang ein – trotz intensiver Arbeit an seiner Position im Vorfeld. Mas hingegen teilte sich das Rennen perfekt in drei Abschnitte ein und verlor deutlich weniger Zeit als erwartet, was ihm die Gesamtführung sicherte. Für Freizeitsportler zeigt dies: Eine aerodynamische Position, die man auch über längere Zeit stabil halten kann, ist oft wertvoller als die reine Muskelkraft.

Mentale Stärke und die Kunst des Comebacks

Ein weiterer wichtiger Aspekt im Profisport ist die mentale Belastbarkeit nach Rückschlägen. Stefan Küng, der die 18. Etappe der Vuelta knapp vor dem jungen Callum Thornley gewann, blickt auf ein schweres Frühjahr zurück. Nach einem Sturz beim Eröffnungs-Klassiker Omloop Het Nieuwsblad, bei dem er sich den Oberschenkel brach, zweifelte der Schweizer zeitweise sogar daran, ob er seine alte Zeitfahrstärke je wiedererlangen würde. Sein Sieg zeigt, wie wichtig Geduld, gezielte Rehabilitation und ein starkes Umfeld für die Rückkehr auf das Top-Niveau sind.

Ähnliches zeigt sich bei Florian Lipowitz. Nach einem Schlüsselbeinbruch bei der Tour de France gab er beim Giro della Toscana sein Comeback. Seine Leistung überzeugte den Bund Deutscher Radfahrer sofort, ihn für das Straßenrennen der Weltmeisterschaft in Montreal zu nominieren. Auch Tom Pidcock fand nach einem schwierigen Gefühl nach der Tour de France über den Gewinn der Mountainbike-WM und einen Straßensieg rechtzeitig seine Form und seinen Rhythmus wieder.

Was du für dein Training mitnehmen kannst

Auch wenn du keine dreiwöchigen Rundfahrten bestreitest, lassen sich die Strategien der Profis auf deine eigenen Ausfahrten und Jedermann-Rennen übertragen:

Das nimmst du mit: Teile dir deine Kräfte und Strecken strategisch in Abschnitte ein und arbeite konsequent an einer stabilen, aerodynamischen Sitzposition.

Quellen

Dieser Artikel wurde automatisch mit KI aus den genannten Quellen erstellt und nicht redaktionell geprüft.