Die weltbesten Triathletinnen zeigten an der Côte d’Azur, wie man mit extremen Strecken umgeht. So nutzt du ihre Taktiken für dein eigenes Rennen.
Die Ironman-70.3-Weltmeisterschaft in Nizza hat einmal mehr gezeigt, wie anspruchsvoll der Triathlonsport auf Top-Niveau sein kann. Während die US-Amerikanerin Taylor Knibb mit einer dominanten Vorstellung auf dem Rad und einer neuen Radstrecken-Bestzeit von 2:32:07 Stunden zu ihrem vierten WM-Titel stürmte, ging es dahinter extrem taktisch zu. Für Freizeitsportler liefert der Rennverlauf an der Côte d’Azur wertvolle Lektionen in Sachen Pacing, Streckenkenntnis und mentaler Stärke.
Der Radkurs in Nizza ist berüchtigt: Auf den 90 Kilometern müssen die Athletinnen insgesamt 1.247 Höhenmeter bewältigen. Der lange Anstieg zum Col de Vence verlangte den Starterinnen alles ab. Knibb setzte sich genau hier entscheidend ab. Doch auch dahinter zeigte sich, wie wichtig die richtige Renneinteilung ist. Die Französin Marjolaine Pierré, die die Strecke aus dem Training bestens kannte, nutzte ihre Streckenkenntnis für eine kontrollierte, taktisch kluge Abfahrt und schob sich so zwischenzeitlich auf den zweiten Platz vor.
Für das eigene Training bedeutet das: Wer seine Kräfte am Berg nicht überzieht und Abfahrten gezielt trainiert, spart wertvolle Körner für den abschließenden Lauf. Caroline Pohle, die am Ende einen starken zehnten Platz belegte, kommentierte ihre riskante Fahrt im Ziel scherzhaft mit der Hoffnung, ihre Mutter habe die Abfahrt nicht gesehen. Ein kontrolliertes Risikomanagement ist im Amateurbereich jedoch immer der sicherere Weg.
Wie man ein Rennen von hinten aufrollt, bewies die Schweizerin Julie Derron. Mit der schnellsten Laufzeit des Tages (1:13:04 Stunden) stürmte sie noch auf den Silberrang vor. Auch die Norwegerin Solveig Løvseth zeigte eine beeindruckende Aufholjagd: Sie lag nach dem Radfahren über acht Minuten hinter der Spitze zurück, schob sich aber mit der zweitschnellsten Laufzeit (1:16:03 Stunden) noch auf den vierten Platz vor.
Diese Aufholjagden zeigen, dass ein Triathlon erst an der Ziellinie entschieden wird. Wer beim Schwimmen oder auf dem Rad Zeit verliert, darf mental nicht einbrechen. Ein stabiler Rhythmus und das Vertrauen in die eigene Laufstärke sind auf der Laufstrecke, die in Nizza flach, aber windanfällig war, der Schlüssel zum Erfolg.
Die äußeren Bedingungen spielten in Nizza ebenfalls eine große Rolle. Bei Wassertemperaturen von 26 Grad Celsius war das Tragen von Neoprenanzügen im Profirennen verboten. Zudem verlangte der steinige Strand beim Start im Mittelmeer den Athletinnen einiges an Trittsicherheit ab. Wer sich im Training auf unterschiedliche Szenarien vorbereitet – wie das Schwimmen ohne Neo oder den schnellen Wechsel unter erschwerten Bedingungen –, verliert im Wettkampf nicht die Nerven.
Das nimmst du mit: Teile dir deine Kräfte am Berg klug ein und vertraue auf deine Laufstärke, um das Rennen hintenraus mental stark zu beenden.
Dieser Artikel wurde automatisch mit KI aus den genannten Quellen erstellt und nicht redaktionell geprüft.