Nach einer langen Pause kehrt Mathieu van der Poel im Mountainbike-Weltcup direkt aufs Podest zurück. Sein Erfolg in Les Gets zeigt, worauf es beim Wechsel der Disziplinen ankommt.
Der Wechsel zwischen Rennrad und Mountainbike ist eine enorme Herausforderung für den Körper und die Fahrtechnik. Wie erfolgreich dieser Spagat gemeistert werden kann, demonstrierte Mathieu van der Poel beim UCI Mountain Bike World Series in Les Gets. Obwohl er laut einem Bericht von Cyclingnews die gesamte Saison über kein einziges Mountainbike-Rennen bestritten hatte und sich bis kurz zuvor voll auf die Tour de France konzentrierte, fuhr er direkt auf den zweiten Platz im Cross-Country-Rennen (XCO).
Ein entscheidender Faktor für den Erfolg im Mountainbike-Sport ist die Startposition. Van der Poel sicherte sich durch einen zehnten Platz im Short-Track-Rennen einen Startplatz in der zweiten Reihe für das Hauptrennen am Sonntag. Laut Cyclingnews half ihm diese Ausgangslage enorm, um direkt beim ersten Anstieg ganz vorne mitzumischen und wertvolle Energie zu sparen, die man beim Aufholen aus dem hinteren Feld verloren hätte. Van der Poel selbst betonte im Interview nach dem Rennen, wie viel einfacher es ist, wenn man direkt aus den ersten zwei Reihen starten kann.
Im Rennen zeigte sich der Straßenprofi taktisch clever. Er hielt sich bis zur vorletzten von acht Runden in der Spitzengruppe auf, bevor er selbst das Tempo verschärfte. Am Ende musste er sich nur Adrien Boichis geschlagen geben, der sich auf den Abfahrten einen entscheidenden Vorsprung herausarbeiten konnte. Van der Poel kam mit sieben Sekunden Rückstand ins Ziel und erklärte danach, dass ihm am Ende der letzte Punch für den Sieg gefehlt habe, er aber mit der Leistung nach der langen Mountainbike-Abstinz sehr zufrieden sei.
Auch wenn du kein Profi bist, lassen sich aus diesem Comeback wichtige Lehren für dein eigenes Training ziehen. Wenn du zwischen verschiedenen Rad-Disziplinen wechselst, braucht dein Körper Anpassungszeit. Van der Poel legte nach der Tour de France eine kurze Pause ein, bevor er in Livigno wieder gezielt trainierte. Zudem zeigt das Duell in den Abfahrten von Les Gets, dass die Fahrtechnik bergab oft rennentscheidend ist. Wer auf den Abfahrten flüssig und sicher unterwegs ist, spart Kraft und kann entscheidende Sekunden herausholen.
Das nimmst du mit: Eine gute Renneinteilung und eine saubere Fahrtechnik in den Abfahrten sind oft wichtiger als die reine Ausdauer auf den Geraden.
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