Die Profis feilen bei der Weltmeisterschaft in Montréal an jedem Detail. Wie du Aerodynamik, Pacing und Sitzposition für dein eigenes Training nutzt.
Wenn die besten Radsportler der Welt bei der Straßen-Weltmeisterschaft in Montréal im Kampf gegen die Uhr antreten, geht es um Sekundenbruchteile. Auf der 39,2 Kilometer langen Strecke (laut Cyclingnews und Radsport-News teils auch mit 39,9 Kilometern angegeben) mit rund 195 bis 220 Höhenmetern entscheiden kleinste Anpassungen über Sieg oder Niederlage. Doch die extremen Taktiken und technischen Entwicklungen der Profis wie Remco Evenepoel oder Filippo Ganna sind nicht nur für den Fernsehsessel spannend. Wer die Prinzipien dahinter versteht, kann eine Menge für das eigene Training und die nächste Ausfahrt mitnehmen.
Aerodynamik ist der Schlüssel zum Speed, doch sie hat ihren Preis. Der italienische Spitzenreiter Filippo Ganna verriet im Interview mit der Gazzetta dello Sport, dass er an einer neuen, extremen Sitzposition arbeitet. Dafür senkte er den Lenker ab, beließ den Sattel jedoch auf derselben Höhe. Das Problem: Der engere Hüftwinkel führte zu Muskelentzündungen und dem Gefühl, dass sein Bein einschläft. Für das lange WM-Rennen greift er daher lieber auf seine klassische Position zurück.
Für dich bedeutet das: Eine aerodynamische Position bringt gar nichts, wenn du sie nicht schmerzfrei halten kannst. Wer zu tief baut, verliert Kraft und riskiert Verletzungen. Wenn du deine Position sportlicher gestalten willst, solltest du dich in winzigen Schritten herantasten und begleitend deine Rumpf- und Rückenmuskulatur dehnen und stärken. Bei anhaltenden Beschwerden oder Schmerzen ist eine professionelle Abklärung durch Experten ratsam.
Wie wichtig die richtige Einteilung der Kräfte ist, zeigt der Blick auf die Rennvorbereitung. Davide Piganzoli nutzte die Streckenbesichtigung (den sogenannten Recon) bei der Luxemburg-Rundfahrt, um ein komplettes Zeitfahren unter Volllast zu simulieren. Das gab ihm das nötige Gefühl für den Rhythmus. Er ging den ersten, hügeligen Teil extrem schnell an und rettete seinen Vorsprung im flachen, schnellen Finale ins Ziel.
Auch Evenepoel feilte im Vorfeld akribisch an Material, Sitzposition und Aerodynamik auf dem Red Bull Ring in Spielberg. Für dein eigenes Zeitfahren oder deine persönliche Bestzeit auf der Hausrunde heißt das: Kenne die Strecke. Plane genau, wo du investierst (zum Beispiel an Steigungen) und wo du dich aerodynamisch klein machst und rollen lässt. Ein blindes Losballern führt meistens dazu, dass dir auf den letzten Kilometern die Beine ausgehen.
Auch beim Material schlafen die Entwickler nicht. Beim spanischen Nationalfahrer Iván Romeo wurde vor der WM ein neues Canyon Speedmax gesichtet. Auffällig ist hier ein deutlicher Richtungswechsel im Design: Der Hersteller setzt nun auf eine weit ausgestellte Gabel und eine integrierte Trinkflasche im Rahmen. Die breite Bauweise soll den Luftstrom optimieren.
Während solche High-End-Rahmen für Hobbysportler oft unerschwinglich sind, zeigt der Trend dennoch, worauf es ankommt: Integration. Eine sauber verstaute Trinkflasche und ein aufgeräumtes Cockpit ohne wild umherfliegende Kabel bringen auch an deinem Rad messbare aerodynamische Vorteile, ganz ohne teuren Neukauf.
Das nimmst du mit: Taste dich nur langsam an extremere Sitzpositionen heran und lerne deine Strecke vorab genau kennen, um deine Kräfte optimal einzuteilen.
Dieser Artikel wurde automatisch mit KI aus den genannten Quellen erstellt und nicht redaktionell geprüft.