Was du von den Pacing-Tricks der Profis in Nizza lernen kannst

Die Ironman-70.3-WM in Nizza zeigte packenden Sport auf höchstem Niveau. Wie du die Renntaktik der Weltspitze für deine eigenen Wettkämpfe nutzt.

Die Ironman-70.3-Weltmeisterschaft in Nizza hat eindrucksvoll bewiesen, wie entscheidend die richtige Renneinteilung auf einem anspruchsvollen Kurs ist. Mit einem extrem dichten Feld beim Schwimmen im Mittelmeer, den harten Anstiegen in den Voralpen – inklusive des 963 Meter hohen Col de Vence – und dem schnellen Halbmarathon auf der Promenade des Anglais verlangte das Rennen den Athleten alles ab. Am Ende setzte sich der Neuseeländer Hayden Wilde in 3:50:51 Stunden durch, dicht gefolgt von einem entfesselten Kristian Blummenfelt, der einen historischen Laufsplit hinlegte. Doch hinter den reinen Ergebnissen stecken wertvolle Lektionen für jeden Freizeitsportler.

Kontrollierte Offensive statt früher Überlastung

Ein Blick auf den Rennverlauf zeigt, wie wichtig ein kühler Kopf ist. Laut den Berichten von Slowtwitch und tri-mag.de blieb das Profifeld beim Schwimmen extrem dicht beisammen. Erst auf dem Rad und vor allem am harten Anstieg des Col de Vence trennte sich die Spreu vom Weizen. Doch anstatt in den Steigungen komplett zu überziehen, hielten sich die Top-Athleten an ihre Marschroute. Der spätere Sieger Hayden Wilde hielt sich im Anstieg zunächst etwas zurück und lag zeitweise auf dem achten Platz, bevor er im flacheren Teil vor der zweiten Wechselzone wieder ganz nach vorne fuhr.

Für dich bedeutet das: Lass dich beim Start nicht vom Adrenalin mitreißen. Wer beim Schwimmen oder auf den ersten Kilometern der Radstrecke überzieht, bezahlt dafür später auf der Laufstrecke. Teile dir deine Kräfte besonders an Steigungen gezielt ein und vertraue auf dein eigenes Tempo, anstatt dich an anderen zu orientieren.

Die Abfahrt als Erholungs- und Konzentrationsphase nutzen

Die Radstrecke in Nizza ist berühmt für ihre anspruchsvollen und technischen Abfahrten. Während der deutsche Profi Marcel Bolbat leider stürzte und das Rennen vorzeitig beenden musste, zeigten andere, wie man die Abfahrt taktisch nutzt. Gustav Iden, der am Ende Vierter wurde, erklärte im Interview mit Slowtwitch, dass nach dem harten Anstieg in der Abfahrt für ihn der Spaß begann. Er nutzte seine fahrtechnischen Fähigkeiten, um wieder an die Spitze heranzufahren, ohne dabei völlig zu überziehen.

Sicherheit geht immer vor. Eine gut kontrollierte Abfahrt erfordert volle Konzentration. Nutze technisch anspruchsvolle Passagen nicht für riskante Überholmanöver, sondern versuche, den Oberkörper kurz zu entspannen, tief durchzuatmen und dich mental auf den anschließenden Lauf vorzubereiten.

Mentale Stärke und das richtige Pacing beim Laufen

Auf der Laufstrecke zeigte sich die absolute Meisterklasse im Pacing. Kristian Blummenfelt stürmte mit einem historischen Rekord-Halbmarathon von 1:05:12 Stunden durch Nizza – eine Durchschnittspace von 3:06 Minuten pro Kilometer. Trotz dieser Fabelzeit reichte es für ihn knapp nicht zum Sieg, da Hayden Wilde seine Kräfte perfekt eingeteilt hatte. Wilde hatte aus Fehlern der Vergangenheit gelernt: Bei früheren Rennen, wie in Taupo 2024, war er zu schnell angegangen und wurde am Ende abgefangen. Diesmal lief er ein kontrolliertes, extrem starkes Rennen von der Spitze weg.

Der deutsche Profi Lasse Nygaard Priester, der am Ende einen hervorragenden fünften Platz belegte, konnte das Tempo von Wilde bis zur 10-Kilometer-Marke mitgehen, musste dann aber abreißen lassen. Er bewertete sein Rennen dennoch als solide und betonte, wie wichtig es sei, zu lernen, was es braucht, um in der Weltspitze mitzuhalten.

Für dein Training und deinen nächsten Wettkampf ist das die wichtigste Lektion: Geh den Halbmarathon oder die abschließende Laufstrecke niemals zu schnell an. Ein zu hohes Anfangstempo rächt sich auf der zweiten Hälfte bitterer als ein kontrollierter, defensiver Beginn.

Das nimmst du mit: Teile deine Kräfte am Berg bewusst ein und starte den abschließenden Lauf kontrolliert, um hinten heraus nicht einzubrechen.

Quellen

Dieser Artikel wurde automatisch mit KI aus den genannten Quellen erstellt und nicht redaktionell geprüft.